Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Flächenmanagement und Klimaschutz

Schnittholz von Apfel-, Kirsch- oder Birnbäumen blieb bisher ungenutzt. Eine energetische Verwertung wäre möglich.

Obstbaumschnitt
schulzie / Fotolia.com

(aid) – Die Region Rheinbach/Meckenheim im Rheinland könnte ein Vorreiter werden in Sachen Flächenmanagement für mehr Klimaschutz. Wissenschaftler der nahegelegenen Universität Bonn haben sich dazu dem Schnittholz aus der Obstbauregion angenommen. Rheinbach/Meckenheim gehört zu den größten Obstanbaugebieten Deutschlands, aber das Schnittholz von Apfel-, Kirsch- oder Birnbäumen blieb bisher ungenutzt. Dabei könnte die energetische Verwertung der Biomasse aus dem Holzabfall acht Prozent der Haushalte in Meckenheim mit Wärme versorgen, so das Wissenschaftlerteam.

Sie planen, eine Modellregion einzurichten, und auszuloten, wie sich beispielsweise Gewerbeparks, Wohnsiedlungen und Obstbauplantagen energietechnisch vernetzen können. In der Region liegt alles drei eng beieinander, ein gutes Flächenmanagement bei der Ausweisung von Gewerbegebieten könnte also eine Win-Win-Situation in Sachen Energienutzung aus Holzabfällen bewirken. Die Wissenschaftler errechneten, dass die CO2-Einsparung durch die Nutzung der jährlich in der Region anfallenden 3.000 Tonnen Biomasse etwa eine Dimension erreichen würde, wie ein 7,5-Tonner Lastwagen verursacht, der 75 Mal um die Erde herumfährt. Es liegt auf der Hand, dass hier nicht nur Kohlendioxid, sondern auch Geld eingespart werden kann.

Ein klimaneutraler Wissenschafts- und Gewerbepark könnte in Zukunft Vorbild für andere Städte und Gemeinden sein. Doch nicht nur Wärme lässt sich aus Biomasse erzeugen, auch Kühlanlagen brauchen Energie. So könnte es kommen, dass Apfelbäume ihre eigenen Früchte kühlen helfen, wenn ihr Schnittholz dazu verwendet würde.

Friederike Heidenhof, www.aid.de

Weitere Informationen:

https://idw-online.de/de/news662662

als hilfreich bewerten 0 Versenden