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Frozen Yogurt

Frozen Yogurt ist eine Süßspeise aus gefrorenem Joghurt und Sahne. Er wird mit verschiedenen "Toppings" wie Streuseln, Früchten und Nüssen sowie diversen Soßen angeboten.

Drei Schalen mit Frozen Yogurt mit Beeren garniert
annahabich / Fotolia.com

Frozen Yogurt ist ein gefrorenes (frozen) Dessert, das hauptsächlich aus Joghurt und Milch besteht und in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten wird. Er wird ähnlich wie Softeis aus einer Softeismaschine in Portionsbecher gezapft und sofort verzehrt. Der Clou sind die vielen verschiedenen Toppings, die der Kunde nach seinem Geschmack dazu auswählen kann. Das Angebot reicht von frischen Früchten, Nüssen, Müsli, Streuseln, Soßen bis hin zu Süßwaren. Frozen Yogurt wird von vielen verschiedenen Anbietern in eigenen Shops oder Stores mit Bedienung oder Selbstbedienung verkauft. Zurzeit findet man sie hauptsächlich in gut frequentierten Lagen von größeren Städten. Vereinzelt gibt es auch mobile Verkaufswagen und Shops. 

Zutaten und Herstellung

Normalerweise wird Frozen Yogurt aus frischer Milch und frischem Joghurt hergestellt. Hinzu kommen – je nach Rezeptur – unter anderem Dextrose, Guarkernmehl, Milcheiweiß und Zitronensäure. Die Zusammensetzung der Zutaten kann von Shop zu Shop erheblich voneinander abweichen. Manche Anbieter verrühren H-Milch ohne Joghurt mit einer einfachen Joghurteis-Fertigmischung. Wiederum andere verarbeiten statt frischer Milch Wasser und eine Pulverbasis. Es gibt auch Rezepturen mit Aromastoffen, künstlichen Farbstoffen und weiteren Zusatzstoffen.
Zur Herstellung: Alle Zutaten werden miteinander gemischt und verrührt und in die Maschine gefüllt. Hier wird die Masse stets gerührt und auf -18 °C abgekühlt. Dabei wird Luft eingeschlagen, wodurch sie cremige Konsistenz und mehr Volumen bekommt. Beim Zapfen in den Becher hat er eine Temperatur von ca. -4 bis -7 Grad Celsius. 

Frozen Yogurt selbst machen

Für Frozen Yogurt eignet sich jeder Joghurt: Wer Kalorien sparen möchte, nimmt einen fettarmen Naturjoghurt. Es geht auch cremiger mit 10-prozentigem Joghurt oder laktosefrei mit Sojajoghurt.

Basisrezept: 

1 kg Naturjoghurt
150 g Puderzucker 
1 Päckchen Vanillezucker (oder Mark einer Vanilleschote)
Zitronensaft nach Geschmack

Wer möchte, kann dann noch Honig, Kakaopulver, Vanillemark oder püriertes Obst hinzufügen.

Die Zutaten werden mit einem Mixer vermengt und in eine Auflaufform gegeben. Nun kommt die Masse für zwei Stunden in den Gefrierschrank. Allerdings muss das Eis alle 30 Minuten mit einem Schneebesen kräftig umgerührt werden, damit die Masse schön cremig wird. Diese Arbeit kann auch in einer Eismaschine erledigt werden.

Sie können den Joghurt auch separat in Eiswürfelbehältern einfrieren und erst danach mit etwas Sirup und geschälten, gewürfelten Früchten verrühren. Probieren Sie zum Beispiel einen Frozen Joghurt mit Aprikose, Limette und Ingwer oder eine herbstliche Variante mit Sanddornbeeren, Kardamom und Zimt. Allerdings sollte das Joghurteis immer frisch gegessen werden. Wenn es länger im Gefrierschrank steht, wird es sehr fest.

Bei den Toppings sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wer es frisch mag, greift zu saisonalen Früchten wie Kirschen, Beeren, Mango oder Melone. Es dürfen aber auch mal Nüsse, Keksstücke, Fruchtsoßen, Honigcerealien oder Schokoraspeln sein.

Eine leckere Variante des Sommerlieblings ist die „Frozen Joghurt Bar“. Für die „Joghurttafel“ werden Joghurt, süße Beeren, Granatapfelkerne, Haferflocken, feingehackte Zartbitterschokolade und Pistazienkerne verrührt, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Diese wird in eine Schokoladentafelform aus Silikon eingefüllt, die vorher mit etwas neutralem Öl bestrichen wird. Nach zwei bis drei Stunden im Gefrierfach ist die „Frozen Joghurt Bar“ fertig, die Stück für Stück auf der Zunge zergeht.

(Quelle: BZfE-Newletter vom 17.08.2017)

Eine „leichte“ Alternative zu Speiseeis?

Einige Anbieter loben ihren Frozen Yogurt als kalorienarme Alternative zu Speiseeis aus. Mit bis zu ca. 1,5 Prozent Fett ist das Dessert pur genossen in der Tat vergleichsweise fettarm. Das liegt zum einen daran, dass – anders als bei vielen Speiseeissorten – weder Sahne noch Ei hinzugesetzt wird. Allerdings enthält er eine gewisse Menge an Zucker. Ob Frozen Yogurt „leicht“ ist, hängt zum einen von der Portionsgröße ab. Zum anderen kommt es darauf an, welche und wie viele Toppings der Kunde wählt. Frisches Obst ist natürlich viel „leichter“ als eine Schokoladensoße. Je nach Kombination handelt es sich also um einen mehr oder weniger gehaltvollen Genussartikel.

Zusatzstoffe müssen gekennzeichnet sein

Wer wissen möchte, ob und welche Zusatzstoffe im Frozen Yogurt enthalten sind, muss auf die Kennzeichnung achten. So müssen die wichtigsten Zusatzstoffgruppen – wenn sie in dem Produkt enthalten sind – gut lesbar auf einem Schild am Verkaufstresen angegeben werden. Hier muss dann gegebenenfalls stehen „mit Farbstoff“ oder „mit Süßungsmittel“ etc. Auch die Zusatzstoffe in den Toppings müssen ersichtlich sein.

Unterschiedliche Preissysteme

Des Weiteren muss natürlich der Preis deklariert werden. In Shops mit Bedienung richtet er sich nach der Portionsgröße. So gibt es meistens kleine, mittlere oder große Portionsbecher. Jedes Topping wird zusätzlich berechnet. In Selbstbedienungsshops sieht es anders aus: Hier bezahlen die Kunden den Frozen-Yogurt einschließlich Toppings nach Gewicht. Es gibt in der Regel einen Festpreis pro 100 Gramm. Allerdings erfahren die Kunden den Gesamtpreis erst, wenn der gefüllte Becher auf der Waage steht und es kein Zurück mehr gibt. Da erlebt der eine oder andere Kunde schon mal eine teure Überraschung.

Autorin: Hedda Thielking, Bergheim

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