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Heizen mit Holz

Ein Kaminofen macht die Stube mollig warm und schafft eine behagliche Atmosphäre. Um möglichst schadstoffarm zu heizen, muss aber unbedingt auf die Qualität des Brennmaterials geachtet werden.

brennendes Holz
aid

(aid) – Im Winter macht ein Kaminofen die Stube mollig warm und schafft eine behagliche Atmosphäre. Um möglichst schadstoffarm zu heizen, muss unbedingt auf die Qualität des Brennmaterials geachtet werden.

Für die Holzverbrennung in allen häuslichen Feuerstätten gilt: In den Ofen dürfen nur naturbelassene und lufttrockene Holzscheite (auch mit anhaftender Rinde). Außerdem können auch Holzpresslinge – „Holzbriketts“ – aus naturbelassenem Holz oder Holzpellets (für Pelletöfen) verwendet werden. Behandelte, gestrichene oder beschichtete Hölzer oder Spanplatten sind dagegen tabu und haben nichts im Feuer zu suchen. Denn bei ihrer Verbrennung können hochgiftige und krebserzeugende Stoffe entstehen.

Holz ist ein natürlicher Energiespeicher, der sich permanent in unseren Wäldern erneuert. Frisch geschlagenes Holz hat einen Wassergehalt von etwa 40 bis 60 Prozent. Vor dem Verbrennen muss es gespalten und anderthalb bis drei Jahre an einem trockenen, geschützten Ort gelagert werden. Die ofenfertigen Holzscheite werden dazu so aufgeschichtet, dass Luft durch den Stapel strömen kann und keine direkte Berührung mit dem Boden besteht. Kellerräume und schlecht belüftete Garagen sind zur Lagerung nicht geeignet. Das Holz sollte auch nicht mit Plastikfolie bedeckt werden.

Erst nach der Trocknung (in der Regel nach zwei Jahren) hat das Holz eine optimale Restfeuchte von 15 bis 20 Prozent und kann als Brennholz eingesetzt werden. Die Holzfeuchte kann mit einem Feuchtemessgerät aus dem Baumarkt bestimmt werden. Enthält das Holz noch zu viel Wasser, geht beim Verbrennen ein großer Teil der Energie durch die Verdampfung des Wassers verloren. Außerdem verbrennt feuchtes Holz nicht vollständig und mit niedrigerer Temperatur. Dadurch entstehen Ruß und Schadstoffe, was die Umwelt belastet, Kamin und Schornstein schädigt und dort durch Rußablagerungen auch zu gefährlichen Schornsteinbränden führen kann.

Zum Anfeuern sollten dünne Nadelhölzer verwendet werden, die auf einigen Holzscheiten zeltartig aufgeschichtet werden. Zum Entflammen verwendet man am besten spezielle Holzanzünder wie zum Beispiel Zündwürfel. Ein wichtiger Punkt ist die Regelung der Luftzufuhr. Wird zu wenig Luft zugeführt, ist die Verbrennung unvollständig. Hierdurch entsteht eine sehr große Menge an Schadstoffen und Ruß, der sich letztlich im Kamin, aber auch in der Nachbarschaft und im eigenen Garten wiederfindet. Wer die Luftzufuhr noch während des Ausbrands vollständig schließt, um „die Glut für den Morgen zu erhalten“, riskiert unter ungünstigen Bedingungen sehr hohe Kohlenmonoxidgehalte in der Wohnungsluft.

In jedem Fall sollten die Hinweise der Hersteller beachtet werden. Denn es gibt eine Vielzahl von Ofentypen, deren Betrieb entsprechend den technischen Voraussetzungen erfolgen muss. Auch der Schornsteinfegermeister kann weiterhelfen.

Rainer Schretzmann, Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.richtigheizenmitholz.de

www.aid.de/inhalt/holz-energie-ohne-ende-1696.html

https://www.ofen.de/blog/optimaler-holz-abbrand-das-sollten-sie-beachten.html

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