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Ist das der Supermarkt der Zukunft?

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Vor einiger Zeit habe ich in Amsterdam einen Supermarkt besucht. Warum ich das erzähle? Der Supermarkt ist nicht nur beeindruckend groß, er bietet auch mehrere Besonderheiten: Neben allen

Vor einiger Zeit habe ich in Amsterdam einen Supermarkt besucht. Warum ich das erzähle? Der Supermarkt ist nicht nur beeindruckend groß, er bietet auch mehrere Besonderheiten: Neben allen Lebensmitteln, die das Herz begehrt, erleichtert er den Einkauf durch eine besondere Anordnung der Waren im Laden und nimmt mir sogar die Entscheidung ab, was ich koche.

Gemüse in einer Wokpfanne
Firma V, stock.adobe.com

Und das geht so: Zu verschiedenen Gerichten finde ich die passenden Zutaten in einem Regal direkt nebeneinander. Zum Beispiel eine asiatische Gemüsepfanne: Gemüse, die passende Gewürzmischung und Reis werden gleich nebeneinander in einem Regal präsentiert. Das ist Variante eins. Variante zwei macht es mir noch einfacher: Das Gemüse ist schon geschnitten und abgepackt. Zu Hause muss ich es nur noch braten. Mit Variante drei geht es noch schneller: Ich lasse die Gemüsepfanne gleich vor Ort zubereiten, hole mir in der Getränkeabteilung eine Flasche Wasser dazu, bezahle und esse alles im Café des Supermarktes.

Wegweiser durch die Lebensmittelvielfalt

Zunächst war ich etwas überfordert, denn das Nebeneinander von Gemüse und Reis (um mal im Beispiel zu bleiben) ist schon eher ungewohnt. Aber vor allem für Kochmuffel bietet das System Vorteile, denn die halbfertigen Gerichte sind schnell zubereitet. Oder sie essen gleich im Café. Aber auch ich als Kochfan kann der kompakten Präsentation der Waren etwas abgewinnen. So geht der Einkauf schneller und ich kann mich auch noch inspirieren lassen, was ich kochen könnte.

Warum heißt das Curated Food

Für diese Art der Warenanordnung gibt es übrigens auch einen Begriff: Curated Food. „Curated“ übersetze ich mal frei mit „vorbereitet“, also „vorbereitetes Essen“, denn die Betreiber des Supermarktes haben die Auswahl oder die Lebensmittel für mich vorbereitet. Der Ausdruck kommt vom lateinischen Wort „curare“, was soviel bedeutet wie „für jemanden sorgen, sich kümmern“. Genauso wie ein Kurator im Museum die Bilder für die Ausstellung aussucht und vorbereitet, damit ich nicht von der großen Auswahl erschlagen werden. Eigentlich ziemlich praktisch, oder was meint ihr?

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