Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Joghurtalternativen aus Soja, Kokos und Mandeln

/

Man kann ja vom Vegantrend halten was man will, eine Sache finde ich gut: Wer sich vegan ernähren will, muss Lebensmittel hinterfragen und darüber nachdenken, was er kauft. Welche Lebensmittel

Man kann ja vom Vegantrend halten was man will, eine Sache finde ich gut: Wer sich vegan ernähren will, muss Lebensmittel hinterfragen und darüber nachdenken, was er kauft. Welche Lebensmittel sind überhaupt vegan, womit belege ich mein Brot und was kommt in meinen Kaffee. Der Markt mit Alternativen zu Milchprodukten ist umfangreich und ich frage mich manchmal, ob es Produkte gibt, die meine Küche bereichern würden.

Joghurt mit Müsli und Apfel
Julia Icking, Bonn

Zum Beispiel könnte ich mir eine Abwechslung zu Naturjoghurt vorstellen. Ich esse morgens Müsli mit Joghurt und verbrauche so mehrere Gläser pro Woche. Vielleicht gibt es eine pflanzliche Alternative für die keine Tiere gehalten werden müssen? Um das herauszufinden kaufe ich Produkte aus Soja, Kokos und Mandeln. Sie dürfen übrigens nicht Joghurt heißen, denn der Begriff ist dem Milchprodukt vorbehalten. Die Preise für den Joghurtersatz liegen über dem von Joghurt aus Kuhmilch, das Produkt aus Mandeln ist am teuersten.

Soja

Zu Hause studiere ich die Produkte genauer. Bei Soja habe ich so meine Bedenken: Einerseits weil ich den Geschmack in anderen Produkten oft aufdringlich finde, andererseits weil Soja oft aus Übersee importiert wird.

Erste Überraschung: Das Soja-Produkt besteht aus europäischen Sojabohnen. Zweite Überraschung: Das Produkt enthält tatsächlich Joghurtkulturen. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, das jedenfalls nicht. Die Zutatenliste ist insgesamt angenehm überschaubar und listet Sojadrink aus Sojabohnen und Wasser und dazu Joghurtkulturen auf.

Beim Probieren bestätigen sich leider meine Bedenken: der Sojageschmack ist durchdringend, auch wenn ich mein Müsli wie gewohnt mit Obst vermische. Mir schmeckt es nicht.

Kokos

Drei Tage später probiere ich das Kokosprodukt. Die Zutatenliste ist etwas länger und weist neben Kokosmilch und Joghurtkulturen noch Tapiokastärke und Johannisbrotkernmehl aus. Das Produkt ist schön cremig und schmeckt leicht nach Kokos. Warum es so cremig ist, wird mir nach einem Blick auf die Nährstoffangaben klar: Die Joghurtalternative aus Kokos enthält fast acht Gramm Fett pro 100 Gramm im Gegensatz zu 3,8 Gramm in Vollmilchjoghurt. In meinem Müsli schmeckt der Kokosjoghurt lecker, durch das viele Fett und den logischerweise langen Transportweg von Kokos scheidet das Produkt für mich als Joghurtalternative aber aus.

Mandel

Nach dem Kokosprodukt brauche ich eine Pause vom Experimentieren und kehre zu meinem gewohnten Naturjoghurt zurück. Im Vergleich zu den Ersatzprodukten mag ich die säuerliche Frische. Trotzdem probiere ich ein paar Tage später auch noch das Mandelprodukt. Der Geschmack ist sehr mild, um nicht zu sagen fad, und es könnte ein bisschen cremiger sein. Immerhin ist der Fettgehalt mit 3,3 Gramm pro 100 Gramm dem von Joghurt vergleichbar. Die Fettqualität ist dabei sehr gut, denn Mandeln enthalten viele ungesättigte Fettsäuren. Allerdings sind auch in diesem Produkt Tapiokastärke und Johannisbrotkernmehl enthalten. Schade, denn das Schöne an „echtem“ Joghurt ist ja auch die Einfachheit des Produkts. Dazu kommt, dass auch Mandeln natürlich nicht in Deutschland wachsen, und die Packung verrät, dass das Produkt in Österreich hergestellt wurde. Regional ist anders. Alles in allem auch keine richtig gute Alternative für mich.

Meine Gedanken zu veganen Joghurtalternativen

Ich finde es gut, dass es Alternativen zu Joghurt auf dem Markt gibt, denn wer gelegentlich oder dauerhaft auf Milchprodukte verzichten will, findet so Alternativen. Schade, dass nur eines der Produkt auch so schlicht ist wie Joghurt und dass es keine regionalen Produkte gibt. Von den unterschiedlichen Nährstoffgehalten könnte man vielleicht profitieren, allerdings treffe ich meine Essensentscheidungen nicht mit dem Taschenrechner. Da ich Joghurt einfach gerne mag, bleibe ich auch in Zukunft bei meinem gewohnten Produkt. Die Ersatzprodukte behalte ich als Alternativen zum Beispiel für Nachspeisen im Hinterkopf.

Zurück zum was-wir-essen-Blog

Den RSS-Feed zum was-wir-essen-Blog abonnieren

als hilfreich bewerten 0 Versenden