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Kardamom - mehr als ein Weihnachtsgewürz

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Als ich vor ein paar Monaten verschiedene Gewürzshops im Internet durchstöbert habe, konnte ich einem Gewürz nicht widerstehen, obwohl ich noch nicht wusste, was ich damit anfangen würde:

Als ich vor ein paar Monaten verschiedene Gewürzshops im Internet durchstöbert habe, konnte ich einer Zutat nicht widerstehen, obwohl ich noch nicht wusste, was ich damit anfangen würde: Kardamom. Bis dahin waren mir die grünen Kapseln nur in indischen Restaurants begegnet. Mittlerweile habe ich herausgefunden, was das mild-exotische Gewürz noch alles kann.

Kardamomkapsel und -samen
Julia Icking, Bonn

Als erstes habe ich gelernt, dass nicht die grünen Kapseln würzen, sondern die kleinen, braunen Körner in ihrem Inneren. Man kann die Kapseln mit den Fingern oder zum Beispiel dem Stößel eines Mörsers aufbrechen. Damit sie ihren Geschmack abgeben, sollte man die kleinen Körner zum Verwenden noch im Mörser zerstoßen oder mahlen.

Garam Masala

Kardamom kenne ich - wie schon erwähnt - aus der indischen Küche. Es  ist häufiger Bestandteil der Gewürzmischung Garam Masala. Die habe ich bis jetzt immer einfach gekauft - nun möchte ich versuchen, es selber zu mischen. Erstmal brauche ich ein Rezept ... Nach kurzer Recherche steht fest: Es gibt nicht DAS Garam-Masala-Rezept. In Indien ist die Gewürzmischung so etwas wie ein Familiengeheimnis. Jede Familie mischt die Zutaten anders und setzt auch unterschiedliche Zutaten ein. Häufig sind Pfeffer, Zimt, Kreuzkümmel, Gewürznelken, Koriander und Muskatnuss dabei.

Ich stöbere durch meine Gewürze und finde neben Kardamom noch Muskatnuss, Zimt, Koriander, Pfeffer und Ingwer. Bei der Fülle der Rezepte im Internet kann ich mich ohnehin nicht entscheiden. Außerdem habe ich keine Lust, meinen Gewürzschrank noch weiter zu füllen, daher entschließe ich mich, erst einmal mit den vorhandenen Gewürzen zu experimentieren. Zimt und Koriander sind bereits gemahlen, Muskatnuss reibe ich frisch, Pfeffer kommt aus der Mühle und Kardamom zerkleinere ich im Mörser. Diese Gewürze mische ich zu etwa gleichen Teilen. Das Ergebnis riecht schonmal ziemlich lecker und die rote Linsencreme, die ich damit koche, schmeckt mir auch. Mit dem selbst gemischte Gewürz eröffnen sich nun ungeahnte Möglichkeiten. Je nach Tagesform kann ich mehr Zimt oder mehr Koriander verwenden und bin nicht mehr auf fertiges Garam Masala angewiesen. Wer hätte gedacht, dass es so einfach ist, eine leckere Gewürzmischung herzustellen?

Noch mehr Kardamom

Garam Masala ist außerdem längst nicht alles, was man mit Kardamom anfangen kann. Angespornt durch meinen Erfolg beim Mischen, gebe ich einige zerstoßene Kardamomkörner in meinen geliebten Ingwertee. Das schmeckt richtig gut und soll außerdem gegen Erkältung und Magenbeschwerden helfen. Meine Blog-Kollegin Judith verfeinert mit Kardamom übrigens ihre Zimtschnecken: Das Rezept findet ihr im Artikel "Schnelle Snacks für Umzugshelfer". Und wem das jetzt noch nicht reicht, der kann gemahlenen Kardamom ins Kaffeepulver geben und seinem Heißgetränk so eine ausgefallene Note verleihen.

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