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Kernbotschaften für die Primäre Prävention

Präventive Beratungen sind Bestandteil von U-Untersuchungen und Paed.Checks®. Diese Merkblätter unterstützen dabei. Sie können auch bei der Eltern-Beratung in anderen Settings genutzt werden.

Baby beim Kinderarzt
Oksana Kuzmina

Um Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte bei entwicklungsorientierten primärpräventiven Beratungen gezielt zu unterstützen, hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Kooperation mit dem Netzwerk Gesund ins Leben, dem BZfE und der Deutschen Sporthochschule Köln Merkblätter entwickelt. Pro U-Untersuchung/Paed.Check® steht ein Merkblatt mit sieben zentralen Botschaften zur Verfügung. Sie sind klar, eindeutig, nah am Familienalltag und werden durch Piktogramme veranschaulicht.

Die Themen

Stillen, Beikost, gesunde Ernährung, reichlich Bewegung, Mundhygiene, Suchtprävention, Unfallverhütung, Sonnenschutz, Sprachförderung gehören zu den Bereichen, die eine gesunde Entwicklung begünstigen. Die Botschaften auf den Merkblättern greifen die in den Kinder-Richtlinien bei den jeweiligen U-Untersuchungen genannten Themen auf. Meist werden Eltern, Kinder und Jugendliche nicht nur einmal zu den Themen beraten. Denn gesunde Ernährung, reichlich Bewegung, gute Mundhygiene etc. sollen im Familienalltag verankert und zur Gewohnheit werden. Dies wird unterstützt durch die wiederkehrenden gleichlautenden Botschaften und Piktogramme. Ganz nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein ∩“.

Die Basis

Die einheitlichen, wissenschaftlich basierten und im Konsens mit allen relevanten Fach­gesellschaften in Deutschland verabschiedeten Handlungsempfehlungen des Netz­werks „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“ sind Grundlage für die Inhalte der Merk­blätter im Säuglings- und Kleinkindalter (U2/Paed.Check Start bis U7a/Paed.Check 3.0). Die Botschaften auf den Merkblättern ab U8/Paed.Check basieren auf Empfehlungen von Fachgesellschaften, z. B. der DGE.

Hinweise zur Benutzung

Merkblatt Beispiel
  • Als Checkliste verwenden: Die Botschaften zu sieben verschiedenen Themen führen durch das Beratungsgespräch.
  • Botschaften erläutern: Wird das Material wortlos übergeben, so wird es erfahrungsgemäß wenig gelesen und beachtet.
  • Themen flexibel handhaben: Wie ausführlich die einzelnen Themen besprochen werden, ist von Fragen und Bedürfnissen der Eltern bzw. der Kinder und der Jugendlichen abhängig. Zur Erläuterung einer empfehlenswerten Lebensmittelauswahl im Kleinkindalter oder für die stillende Mutter können die entsprechenden Informationsblätter mit der Ernährungspyramide herangezogen werden (siehe unten).
  • Werden die Merkblätter in Papierform ausgegeben, kann die Medizinische Fachangestellte den Namen des Kindes darauf schreiben. Viele Eltern nehmen die Botschaften besser wahr, wenn sie personalisiert sind.

Andrea Fenner, Edinburgh

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Ausschnitt Merkblatt Kleinkinder
aid

Ergänzendes Material

Informationsblätter Tipps zur Lebensmittelauswahl

Zwei Informationsblätter zeigen anhand der Ernährungspyramide plakativ, wie eine empfehlenswerte Lebensmittelauswahl für die stillende Mutter und für das Kleinkind aussieht und welche Besonderheiten zu beachten sind. So können auch weniger lesegewohnte Eltern erreicht werden.

Essen und Trinken in der Stillzeit

Lecker und gesund – was Kleinkinder zum Essen brauchen

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