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Kinder und Snacks

Viele Kinder dürfen mit ihrem Taschengeld selbstständig einkaufen gehen. Eine Studie zeigt den Zusammenhang ziwichen der Höhe des Taschengeld und dem Kaufverhalten bezüglich gesünderer Snacks.

(BZfE) – Viele Kinder dürfen mit ihrem Taschengeld selbstständig einkaufen gehen. Haben sie bereits Erfahrung im Umgang mit Geld, können höhere Preise für energiereiche Snacks zu einer gesünderen Wahl im Laden führen. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Universität Bonn und der Tufts University, Massachusetts in den USA. An der Untersuchung nahmen 116 Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an Offenen Ganztagsschulen in der Region Boston teil.

Zunächst gaben die jungen Probanden in einem Fragebogen an, ob sie von ihren Eltern Taschengeld bekommen und wofür sie es in der Regel ausgeben. Neben den allgemeinen Ernährungsgewohnheiten wurden beliebte Snacks und Marken ermittelt. Für ihre Mitarbeit erhielten die Kinder ein kleines Entgelt von zwei Dollar, das sie im folgenden Kaufexperiment für mehr oder weniger gesunde Snacks ausgeben konnten. Zur Auswahl standen Schokoladenkekse, Apfelscheiben und Trinkjoghurt mit Erdbeergeschmack. Das internationale Wissenschaftlerteam zeigte jedem Kind zehnmal Fotos von jeweils zwei Snackartikeln, die sich in der Art des Produkts, Marke und Preis (30 bis 70 US-Cent) unterschieden. Die Kinder konnten sich für einen der Snacks entscheiden oder den Kauf ablehnen. Am Ende des Experiments wurde zufällig eine der zehn Entscheidungen gezogen. Dann waren sie verpflichtet, den bei dieser Entscheidung ausgewählten Snack auch tatsächlich von ihrem verdienten Geld zu kaufen. So konnte die Situation möglichst realistisch gestaltet werden.

Das Fazit: Wenn Kinder auf eigene Faust Süßigkeiten und andere Snacks kaufen, ist in erster Linie der Produkttyp entscheidend (57 %). Dabei sind Schokoladenkekse deutlich beliebter als Apfelscheiben und Trinkjoghurt. Marke (23 %) und Preis (21 %) hatten eine geringere Bedeutung. Überraschenderweise war die Bekanntheit der Marke kein wesentlicher Faktor. Es kommt vielmehr darauf an, ob das Kind die Marke mag oder nicht. Wer regelmäßig Taschengeld bekommt und bereits Erfahrung im Umgang mit Geld hat, schaut auch auf den Preis. Dann können höhere Ausgaben für energiereiche, nährstoffarme Snacks die Kaufentscheidung beeinflussen, erklären die Verhaltensforscher im Fachjournal „Appetite“. Allerdings war die Stichprobe relativ klein und regional begrenzt, und es standen nur wenige Produktalternativen zur Auswahl.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.uni-bonn.de

https://doi.org/10.1016/j.appet.2017.06.014

https://www.bzfe.de/inhalt/wenn-kinder-kein-gemuese-moegen-30462.html

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