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Klima-Interessierte Schulen gesucht

Verbundprojekt sucht Schulen mit Mittagsverpflegung, die ihre Schülerverpflegung nach Klimaschutz-, Gesundheits- und Nachhaltigkeits-Aspekten optimieren möchten.

Tisch mit Tabletts in einer Kantine
pixabay

(BZfE) – Immer mehr Kinder essen in der Schule. Fragen der Klima- und Energierelevanz spielten aber bei der Schulverpflegung bisher kaum eine Rolle. Das KEEKS-Verbundprojekt (Klima und energieeffiziente Küche) will das ändern. Wissenschaftler der beteiligten Institute unter der Projektleitung am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (izt) in Berlin haben seit 2016 24 Ganztagsgrundschulen unter die Lupe genommen. Alle Einzelbereiche der Außer-Haus-Verpflegung (Menüs, Küchentechnik und -prozesse) wurden bezüglich der Klimagas- und Energie-Einsparpotenziale analysiert.

Dabei wurden Energiemessungen der technischen Geräte vorgenommen aber auch das Nutzerverhalten dort beobachtet. Alle Prozesse, wie die Zubereitung, Speisenausgaben, Lagerung, Kühlung oder das Garen wurden erfasst. Dazu kamen Erhebungen zum Wareneinsatz, Kennzeichnung der Lebensmittel, Verfügbarkeit (Saisonalität, Siegel, Einsatz von Bio-Komponenten). Dazu wurden die 4-Wochen-Pläne und die Häufigkeit von Rezepten in den Menüplänen angeschaut und das Abfallaufkommen gemessen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen jetzt weiteren Schulen zugänglich gemacht werden. Dazu suchen die Wissenschaftler Schulen mit Mittagsverpflegung, die ihre Schülerverpflegung nach Klimaschutz-, Gesundheits- und Nachhaltigkeits-Aspekten optimieren möchten. Dabei werden sie von Mitarbeitern des Projektes begleitet und erhalten wertvolle Informationen für ihr weiteres Arbeiten. Dazu gehört eine Analyse der Rahmenbedingungen vor Ort (was geht, was geht nicht) der Menüpläne, des Bestellwesens und der Infrastruktur. Ziel sind klimaeffiziente Prozesse, eine klimaschonende Zutatenauswahl sowie Hilfestellung bei der Abfallvermeidung.

Grundsätzlich lauten die KEEKS-Empfehlungen für eine klimagesunde Schulverpflegung:

- Den Verbrauch von Fleisch und Fleischerzeugnissen sowie den Verbrauch von Milch und Milchprodukten reduzieren

- Lebensmittel wertschätzen und Abfälle vermeiden

- Investitionen in energieeffiziente Technik

- Optimierung der Gerätenutzung

- Biologische und saisonal-regionale Zutaten bevorzugen

Britta Klein, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.izt.de/projekte/project/schulkuechen/

Am Verbundprojekt KEEKS sind folgende Institute beteiligt:

izt Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, (Berlin), Wuppertal-Institut für Klima, Energie, Umwelt (Wuppertal), Faktor 10 - Institut für nachhaltiges Wirtschaften gGmbH (Friedberg), Netzwerk e.V. - Soziale Dienste und ökologische Bildung (Köln), ProVeg Deutschland e.V. (Berlin), ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung (Heidelberg).

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