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Kühlen

Fast alle Menschen in Deutschland nutzen täglich den Kühlschrank. Er ist unser verlässlichster Helfer in Sachen Lebensmittelrettung. Lebensmittel bleiben länger frisch und verderben langsamer.

Kühlschrank befüllt
BLE Foto: van Son
  • Viele Lebensmittel haben einen besonders geeigneten Lagerplatz im Kühlschrank, da die Temperaturen in herkömmlichen Kühlgeräten in den Lagerflächen variieren.
  • Kälteempfindliches Obst und Gemüse, wie zum Beispiel Südfrüchte, sollten nur sehr kurz oder am besten gar nicht im Kühlschrank lagern.
  • Ein Kühlschrank mit der Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht 60 Prozent weniger Energie im Vergleich zu einem A+-Gerät. Es lohnt sich, die Größe des Kühlschranks nach der Anzahl der Familienmitglieder zu bemessen.
  • Definition: Wärmeentzug auf 0 bis 14 °C

Praktisch, energieeffizient, smart

Ein Leben ohne ihn können sich die meisten von uns kaum mehr vorstellen, nahezu jeder Haushalt in Deutschland besitzt einen Kühlschrank. Kein Wunder, denn das kühlende Gerät ist komfortabel: Empfindliche Lebensmittel können direkt in der Küche bei optimaler Temperatur und Feuchtigkeit gelagert werden. Das macht die private Vorratshaltung sehr einfach.

Die Gerätetechnik hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Die neuen Geräte verbrauchen wesentlich weniger Energie, sind mit Kaltlagerfächern oder Umluftkühlung ausgestattet und entwickeln sich immer mehr zu smarten Haushaltsgeräten. Hersteller tüfteln nicht nur an neuen Energiespartechniken, sie arbeiten auch am smarten Kühlschrank der Zukunft. Diese Kühlschränke haben Internetanschluss und können mit ihren Nutzern kommunizieren. Die Geräte informieren über Zustand und Umfang ihres Inhalts, bestellen fehlende Lebensmittel nach oder liefern passende Rezepttipps. Per App und mobiles Internet lassen sich alle Daten über den Kühlschrank jederzeit abrufen. Solche smarten Kühlschränke gibt es bereits auf dem Markt, sie sind jedoch noch recht teuer.

Auch wenn die Kühlgeräte noch so modern sind, sie nehmen uns noch nicht alles ab: Wir müssen sie immer noch selbstständig ein- und ausräumen und regelmäßig reinigen. Und ein richtig eingeräumter Kühlschrank ist ein wichtiger Schritt zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

Wie lagern Lebensmittel im Kühlschrank am besten?

Lebensmittel sollen im Kühlschrank möglichst lange haltbar bleiben. Dies funktioniert allerdings nur dann optimal, wenn wir den Kühlschrank richtig benutzen. Richtig benutzen? Was kann man denn da falsch machen, fragen Sie? Einiges, sagen die Experten:

7 Tipps zum Lagern im Kühlschrank

Tipp 1: Den Kühlschrank nicht überfüllen

mehrere Lebensmittelbehälter stehen eng zusammen auf einer Kühlschrankablage

Stellen Sie ihre Lebensmittel nicht zu dicht neben- oder übereinander in den Kühlschrank. Nur wenn Luft in jeden Winkel des Innenraums und zwischen die Lebensmittel gelangen kann, ist eine ausreichende Kühlung gewährleistet.

Durch Luftzirkulation im Kühlschrank wird den Lebensmitteln Wärme entzogen. Die warme Luft steigt nach oben und gibt die Wärme an den kalten Verdampfer an der Rückseite des Innenraums ab. Über einen eigenen Kreislauf transportiert ein Kältemittel die Wärme zur Außenwand des Kühlschranks und gibt sie an die Umgebungsluft ab.

Tipp 2: Lebensmittel im Kühlschrank gut verpacken

Käse einpacken

Verpacken Sie Lebensmittel mit geeigneten Materialien, bevor Sie sie in den Kühlschrank legen.

Die zirkulierende Luft innerhalb des Kühlschranks transportiert neben Wärme auch Schimmelpilzsporen, Wasser- und Geruchsmoleküle. Dadurch trocknen offen gelagerte Lebensmittel im Kühlgerät schnell aus, nehmen Gerüche von anderen Lebensmitteln an oder beginnen zu schimmeln.

Tipp 3: Im Kühlschrank Ordnung halten

Jogurtgläser und Jogurtbecher stehen geordnet nebeneinander

Lagern Sie gleiche oder ähnliche Waren zusammen und an festen Plätzen im Kühlschrank.

Lebensmittel einer Warengruppe haben ähnliche Anforderungen an Lagerdauer und Lagertemperatur. Stellen Sie Lebensmittel mit längerer Haltbarkeit am besten nach hinten. So behalten Sie die Übersicht und vermeiden Lebensmittelabfälle.

Tipp 4: Ältere Lebensmittel zuerst verbrauchen

Zwei Jogurtbecher mit Mindesthaltbarkeitsdatum, eines älter

Prüfen Sie regelmäßig das Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte im Kühlschrank, verbrauchen Sie ältere Lebensmittel zuerst und planen Sie rechtzeitig den Verzehr älterer Produkte ein. Mit einem festen Ordnungssystem (siehe Tipp 3) behalten Sie den Überblick.

Tipp 5: Rohe Lebensmittel unter verzehrfertigen Lebensmitteln lagern

rohe Lebensmittel lagern im Kühlschrank unter gekochten Lebensmitteln

Lagern Sie rohe Lebensmitteln unter verzehrfertigen. So wird vermieden, dass auslaufender Tropfsaft in Kontakt mit anderen Lebensmitteln kommt und diese möglicherweise mit krankheitserregenden Bakterien verunreinigt.

Außerdem sollten rohe, leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch und Fischerzeugnisse oder Fleisch und Fleischerzeugnisse an der kältesten Stelle im Kühlschrank lagern. Die kälteste Stelle befindet sich bei einem herkömmlichen Kühlschrank hinten auf der untersten Glasplatte.

Tipp 6: Den Kühlschrank regelmäßig reinigen und abtauen

Eine Flasche Neutralreiniger und ein Eimer Wasser

Reinigen Sie Ihren Kühlschrank möglichst alle vier Wochen mit warmem Wasser und Allzweckreiniger oder Spülmittel. Durch regelmäßiges Reinigen aller Kühlschrankteile beugen Sie einer Keimübertragung und einem Lebensmittelverderb vor. Im Kühlschrank können sich trotz Kälte Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmelpilze vermehren. Diese gelangen über Lebensmittel, Verpackungen, Hände oder verunreinigte Putzlappen in den Kühlschrank.

Bei Reifbildung arbeiten Kühlgeräte Energie ineffizient und verbrauchen mehr Strom. Tauen Sie vereiste Kühlfächer daher umgehend ab.

Moderne Kühlgeräte besitzen oft eine sogenannte Abtauautomatik und vereisen nicht mehr. Für Kühl-/Gefrierkombinationen gilt das jedoch oftmals nicht. Denken Sie daran, die Reifbildung des Gefrierteils zu kontrollieren. Das Gefrierteil sollte etwa einmal jährlich gereinigt werden.

Tipp 7: Das gehört nicht in den Kühlschrank

Kältempfindliche Lebensmittel: Tomate, Banane, Kartoffeln, Ananas

Es gibt Lebensmittel, die eine Lagerung im Kühlschrank nicht oder nur kurzfristig vertragen. Dazu gehören Südfrüchte wie Bananen oder Ananas, Knollen wie Kartoffeln oder Lagerzwiebeln und kälteempfindliche Gemüsearten wie Zucchini und Tomaten.

Bewahren Sie diese Lebensmittel möglichst außerhalb des Kühlschranks auf. Denn bei zu kühler Lagerung verfärben sich Bananen dunkel und werden schnell matschig. Ananas und Tomaten verlieren an Aroma, Zucchini werden weich und Kartoffeln wandeln ihre Stärke in Zucker um und schmecken dann sehr süß. Zwiebeln werden bei längerer Lagerung im Kühlschrank feucht und schimmeln dadurch schneller.

Wo lagert welches Lebensmittel im Kühlschrank am besten?

Kühlschrank

In normalen Kühlschränken mit Verdampfer entsteht eine natürliche Luftzirkulation. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Temperaturen und geeignete und weniger geeignete Aufbewahrungsplätze für viele Lebensmittel.

Die kälteste Stelle ist auf der untersten Ablagefläche, nahe dem Verdampfer an der Rückwand des Innenraumes. Hier ist der optimale Platz für leicht verderbliche Lebensmittel, wie Fleisch und Fleischwaren, Fisch und Fischerzeugnisse sowie zubereitete Speisen. Auf den Ablageflächen darüber sind Milch und Milchprodukte, Käse, geräucherte Fleischwaren sowie der Inhalt geöffneter Konserven gut aufgehoben. In den Türfächern sind die Temperaturen am höchsten. Hier sollten Sie nur leicht kühlbedürftige Lebensmittel wie Getränke, Butter, Eier, Marmeladen, Dressings, Soßen und Tuben verstauen. Das Obst- und Gemüsefach ist durch die darüber liegende Glasplatte vom übrigen Innenraum abgetrennt, sodass die Temperatur hier um zwei bis drei Grad Celsius höher ist als die durchschnittliche Innentemperatur. Alle kühlschranktauglichen Obst- und Gemüsearten werden in diesem Fach gelagert.

In Kühlschränken mit Umluftkühlung verteilt ein Ventilator die kühle Luft gleichmäßig. Die Temperaturunterschiede sind hier geringer und die Lebensmittel können beliebig eingeräumt werden.

Welches Obst und Gemüse darf in den Kühlschrank und welches nicht?

Einige Obst- und Gemüsearten gehören nicht in den Kühlschrank, da sie dort ihr Aroma verlieren, schnell verderben oder andere Lebensmittel negativ beeinflussen. Dazu gehören die kälteempfindlichen Südfrüchte wie Bananen, Zitronen, Ananas und Melonen, aber auch Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch. Lagern Sie diese Lebensmittel besser außerhalb des Kühlschranks, am besten in einem kühlen und dunklen Keller oder Vorratsraum. Zitrusfrüchte können zwar theoretisch auch im Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks gelegt werden, ihr volles Aroma entfalten sie jedoch erst bei Raumtemperatur. Birnen entwickeln ihr Aroma besonders gut, wenn sie zunächst kurzfristig gekühlt und dann außerhalb des Kühlschranks gelagert werden. Bestimmte Gemüsearten fühlen sich auch im Keller wohl, wenn dieser kühl, feucht und dunkel ist. Dazu zählen wasserarme Arten mit fester Zellstruktur wie Kohl, Sellerie, Porree, Rote Bete und Möhren.

Kühlschrankverträgliches und und kälteempfindliches Obst und Gemüse

 
Lagerform Gemüse Obst
Lagern im Gemüsefach des Kühlschranks Artischocken, Blattgemüse, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Endivie, Erbsen, Gewürzkräuter, (kein Basilikum), grüne Bohnen, Lauchzwiebeln, Kohl, Lauch, Möhren, Pilze, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Salat, Salatmischungen, Sellerie, Spargel, Spinat, Süßmais Äpfel (länger als 7 Tage), Aprikosen, Brombeeren, Erdbeeren, Feigen, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Trauben
Reifen im Zimmer und Lagern im Kühlschrank   Avocado, Birne, Kiwi, Nektarine, Pfirsich, Pflaumen, Zwetschgen
Lagern vorzugsweise bei Raumtemperatur* Aubergine, Basilikum (Bundware, in Wasser gestellt), Gurke, Ingwer, Kartoffeln**, Knoblauch**, Lagerzwiebeln**, Paprika, Tomaten, Zucchini Ananas, Apfel (weniger als 7 Tage), Banane, Grapefruit, Mandarine, Mango, Orange, Papaya, Melone, Wassermelone, Zitrusfrüchte

* Aller hier aufgeführten Obst- und Gemüsearten können für 1-3 Tage im Kühlschrank gelagert werden, wenn sie danach rasch verbraucht werden.
** Knoblauch, Zwiebeln, Kartoffeln sollten in einem gut gelüfteten Raum, am besten im Keller gelagert werden.

 

Bestimmte ethenproduzierende und ethenempfindliche Obst- und Gemüsearten vertragen sich untereinander nicht und lagern am besten getrennt voneinander. Ethen (oder Ethylen) ist ein Reifegas, das Lebensmittel schneller altern lässt. Wirsing verfärbt sich gelb, wenn er neben ethylenproduzierenden Äpfeln liegt. Dies können Sie verhindern, indem Sie Äpfel in verschließbare Folienbeutel aus Polyethylen (PET) mit kleinen Luftlöchern packen oder außerhalb des Gemüsefachs auf eine der oberen Ablagen in den Kühlschrank legen. Andererseits nutzen Sie diesen Effekt gezielt zum Nachreifen von Früchten. Avocados und Kiwis reifen bei Raumtemperatur nach, wenn sie zusammen mit einem Apfel in einer Tüte lagern.

Ethenproduzierende und -empfindliche Früchte

 

Nachreifende, nicht nachreifende Früchte

 

Brot

Brot richtig lagern

Brot- und Backwaren werden bei der Lagerung im Kühlschrank schneller altbacken. Der Grund: Die Stärke gibt einen Teil des Wassers ab, welches dann in einen kristallinen Zustand übergeht.

Tipp: Portionsweise eingefrorenes Brot lässt sich bis zu drei Monate lagern – ganz ohne Geschmackseinbußen.

Hygiene im Kühlschrank

Kühlschrankreinigung

Da es im Kühlschrank sehr feucht ist, vermehren sich Mikroorganismen trotz kühler Umgebung.

  • Reinigen Sie den Kühlschrank regelmäßig.
  • Verwenden Sie lauwarmes Wasser mit einem milden Reinigungsmittel oder Essigwasser.
  • Wischen Sie den Kühlschrank trocken bevor Sie ihn wieder befüllen. Neues Eis bildet sich langsamer.
  • Eine Staubschicht auf dem rückwärtigen Lüftungsgitter erhöht ebenfalls den Stromverbrauch. Vergessen Sie nicht, die Lüftungsgitter an der Geräterückseite ein- bis zweimal jährlich abzustauben.

Aus dem Kühlschrank: Blumenkohl lagern und vielfältig zubereiten

Blumenkohl
Immer im Herbst füllt Blumenkohl die Marktregale. Das Saisongemüse ist dabei alles andere als langweilig und kann in den verschiedensten Variationen zubereitet werden. Zwischengekühlt hält sich Blumenkohl einige Zeit im Kühlschrank. Wir zeigen, wie sich das weiße Gemüse zu verschiedenen Gerichten kreativ verarbeiten lässt.

 

Blumenkohl-Cremesuppe
Blumenkohl-Crémesuppe

Ein leckeres Resteessen, empfohlen von der bundesweiten Strategie "Zu gut für die Tonne!":

zum Rezept 
Blumenkohlauflauf
Blumenkohlauflauf

Der Blumenkohlauflauf für die ganze Familie aus den Rezepten der bundesweiten Strategie "Zu gut für die Tonne!":

zum Rezept
Ingwerpulver
Blumenkohlstaub

Blumenkohlstaub lässt sich als Topping vielseitig einsetzen. Hier eine Rezeptidee von der bundesweiten Strategien "Zu gut für die Tonne!":

zum Rezept
Blumenkohl-Curry
Blumenkohl-Curry

In Form sein mit dem fruchtigen Tofu-Curry mit Ingwer. Das Rezept ist geprüft von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE):

zum Rezept

 

Fragen und Antworten

Welche Arten von Kühlgeräten gibt es?

In Kühlschränken nach dem Kompressionsprinzip gibt es kühle und etwas weniger kühle Bereiche. Die Temperaturen liegen hier optimaler Weise zwischen +2 und +8 Grad Celsius. Im Innenraum, vor allem nahe dem Verdampfer an der Rückwand des Innenraumes und bei Kühlgeräten mit Abstellrosten auf der Glasplatte, herrschen die niedrigsten Temperaturen, weil die kalte Luft absinkt. Da die Glasplatte die Kälte zum Obst- und Gemüsefach abschirmt, ist die Temperatur in diesen Fächern um 2 bis 3 Grad Celsius höher als die durchschnittliche Kühlschrank-Temperatur. Auch in den Türfächern ist die Temperatur höher.

Bei neueren Kühlgeräten und so genannten No-frost-Geräten herrschen im Innenraum weitgehend gleiche Temperaturen. Alle Lebensmittel können an beliebiger Stelle einsortiert werden. Zur besseren Übersicht empfiehlt es sich aber auch hier, die Lebensmittel nach Gruppen sortiert einzuordnen.

Moderne Mehrzonenkühlgeräte verfügen über separate Schubladen oder Fächer mit einzeln einstellbaren Temperaturen. Außerdem herrscht in den Fächern eine unterschiedlich hohe Luftfeuchtigkeit. So bieten diese Geräte beispielsweise optimierte Lagerbedingungen für Obst und Gemüse in speziellen Bereichen mit Temperaturen von 0,5 bis 1 Grad Celsius und einer Luftfeuchte von über 90 Prozent (zum Beispiel Biofresh). Hier können marktfrische Lebensmittel ohne zusätzliche Verpackung mehrere Tage lagern, ohne zu verwelken oder zu verderben. Zusätzlich sind meistens Bereiche für die optimale Lagerung von Fleisch- und Wurstwaren eingerichtet.

Energiesparen mit dem richtigen Kühlschrank und ausreichend Pflege

Energielabel

Seit 1995 müssen europaweit alle Elektrogeräte für den Hausgebrauch nach dem Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) etikettiert werden. Die Geräte tragen ein Energielabel, das über ihren Energieverbrauch informiert. Ein energieeffizientes Gerät erkennt man schnell anhand der angegebenen Energieeffizienzklasse. Die höchste Effizienz hat ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse A+++, die geringste Effizienz wird mit D gekennzeichnet.

Gerade bei Kühl- und Gefriergeräten spielt der Stromverbrauch eine große Rolle, denn diese Geräte befinden sich meist im Dauerbetrieb. In Europa dürfen deshalb seit Juli 2012 nur noch Kühl- und Gefriergeräte der Energieeffizienzklasse (EEK) A+ oder besser verkauft werden.

Kühl- und Gefriergeräte gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Daher arbeiten die Hersteller regelmäßig an technischen Neuerungen, um stromsparendere Geräte auf den Markt zu bringen. So verbraucht ein zehn Jahre alter Kühlschrank mit der Ernergieeffizienzklasse A+ rund 60 Prozent mehr Strom als ein moderner Kühlschrank der Klasse A+++. Dies spart bis zu 170 Euro im Jahr. Bei alten Geräten lohnt es sich also, über einen Neukauf nachzudenken.
Es kommt aber nicht nur auf das Modell an. Auch mit der richtigen Handhabung des Kühlgerätes werden Energiekosten minimiert.

  • Ist bereits ein Gefriergerät vorhanden, kann man auf ein Gefrierfach verzichten. Ein 3-Sterne-Kühlschrank verbraucht bis zu 30 Prozent mehr Strom als ein Kühlschrank ohne Gefrierfach.

  • Vereiste Geräte arbeiten unwirtschaftlich und verbrauchen unnötig viel Strom. Tauen Sie vereiste Verdampfer ab.

  • Eine Staubschicht auf dem rückwärtigen Lüftungsgitter erhöht ebenfalls den Stromverbrauch. Vergessen Sie nicht, die Lüftungsgitter an der Geräterückseite ein- bis zweimal jährlich abzustauben.

  • Da Herd, Spülmaschine oder Waschmaschine in Betrieb Wärme abgeben, sollte der Kühlschrank möglichst nicht neben diesen Geräten platziert werden. Auch direkte Sonneneinstrahlung erhöht den Energieverbrauch.

  • Insgesamt 7 Grad Celsius Innentemperatur reichen aus. Der Kühlschrank muss nicht auf der höchsten Stufe eingestellt werden.

  • Warme Speisen zunächst abkühlen lassen und erst dann in den Kühlschrank stellen.

  • Vermeiden Sie langes Öffnen.

  • Ab einer Eisschicht von einem Zentimeter, sollte der Gefrierschrank abgetaut werden.

  • Die Gummidichtung der Türen ab und zu prüfen. Dazu legt man eine Taschenlampe in den Kühlschrank und sieht bei Dunkelheit nach, ob ein Lichtstrahl durchdringt.

  • Die Lüftungsschlitze dürfen nicht zugedeckt werden, denn ein Wärmestau am Kühlgerät erhöht den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent.

  • Bei längerer Abwesenheit den Kühlschrank leeren und den Gerätestecker ziehen. Die Kühlschranktür offenlassen, damit er abtrocknen kann, sonst bildet sich im Kühlschrank Schimmel.

Worauf achten beim Kühlschrankkauf?

Wie viele Personen nutzen den Kühlschrank? Je mehr Personen in Ihrem Haushalt leben, umso größer muss der Kühlschrank sein. Als Richtlinie für einen Ein-Personen-Haushalt gilt ein Nutzinhalt von 120 bis 140 Litern. Für jede weitere Person in einem Mehr-Personen-Haushalt rechnet man pro Person 60 Liter Nutzinhalt hinzu.

Wie viel Platz ist am späteren Standort vorhanden? Messen Sie den vorhandenen Platz am späteren Standort des Kühlschranks genau aus. Wie breit, hoch und tief ist der vorhandene Platz? Beachten Sie, dass zusätzlich Raum vor und hinter dem Kühlschrank benötigt wird. Der Kühlschrank erzeugt im hinteren Teil Wärme, die sich nicht Stauen darf, vorne muss ausreichend Platz zum Öffnen der Kühlschranktüre einberechnet werden.

Wo soll sich der Türanschlag befinden? Überlegen Sie, welche Öffnungsrichtung der Kühlschranktüre am sinnvollsten ist. Danach richtet sich der Türanschlag beim Kühlschrank. Er kann links oder rechts angeordnet sein oder beidseitig. Rechtsanschlag heißt es, wenn das Scharnier rechts ist und damit der Türgriff links. Üblicherweise kann man den aber bei jedem Kühlschrank einfach wechseln.

Wie hoch soll der Kühlschrank sein? Soll der Kühlschrank Arbeitshöhe haben oder höher ausfallen? Einflussfaktoren hierfür können sein: der vorhandene Platz am Standort, der benötigte Nutzinhalt oder das festgelegte Kühlschrankdesign.

Wo soll das Gerät aufgestellt werden? Platzieren Sie das Kühlgerät nicht in unmittelbarer Nähe zum Herd und vermeiden Sie eine direkte Sonneneinstrahlung. Beides erhöht den Energieverbrauch des Gerätes unnötig. Üblicherweise werden hierzulande Geräte mit der Klimaklasse "erweitert normal" (SN) verkauft. In klimatisch sehr warmen Regionen mit Temperaturen oberhalb von 32 Grad Celsius kann unter Umständen sogar die Anschaffung eines Gerätes für Subtropen mit der Klimaklasse (ST) sinnvoll sein.

Soll ein Gefrierfach vorhanden sein? Wie viele Tiefkühllebensmittel möchten Sie unterbringen? Bei kleinen Mengen genügt ein Kühlschrank mit Gefrierfach, in einem Mehrpersonenhaushalt ist meist eine Kühl-Gefrierkombination mit mehreren Kühl- und Tiefkühlfächern sinnvoll. Wer sehr viele Lebensmittel selbst einfriert oder länger lagern möchte, benötigt ein 3-Sternefach oder sollte sich am besten ein separates Gefriergerät anschaffen.

Soll der Kühlschrank Zusatzfunktionen haben? Einige Kühlschränke bieten besondere Zusatzfunktionen, wie Eiswürfelbereiter und Wasserspender (benötigen einen Kaltwasseranschluss), dynamische Umluftkühlung (Temperatur im gesamten Innenraum des Kühlschranks gleich), Schnellkühlung (bei Gefrierfach), Null-Grad-Fach (konstante Temperatur und konstante Luftfeuchte, Trockenfach für Fleisch, Fisch, Milchprodukte; Feuchtefach für Obst und Gemüse), Touch-Display an der Kühlschranktüre oder die Möglichkeit den Kühlschrank zu vernetzen. Prüfen Sie, welche Funktionen sie tatsächlich benötigen.

Wie soll der Kühlschrank ausgestattet sein? Welche Innenausstattung benötigen Sie? Wie viele Schubladen, Ablageflächen, Türfächer möchten Sie haben? Welche Art der Beleuchtung und Bedienung bevorzugen Sie? Die Hersteller bieten unterschiedlichste Lösungen an.

Möchten Sie Kältekreisläufe und Temperaturen getrennt voneinander regeln können? Ein Kühlgerät ist umso teurer in der Anschaffung, je mehr Regeltechnik es enthält. Es gibt Geräte mit einem oder zwei getrennt zu regelnden Kühlkreisläufen. Kühl-Gefriergeräte mit einem Kältekreislauf halten vorzugsweise die Temperatur im Gefrierteil konstant. Bei zwei Kältekreisläufen lassen sich Kühl- und Gefrierteil getrennt voneinander regeln. Um die Temperaturen in Kaltlagerfächern getrennt regeln zu können, verfügen einige Geräte über seprtate Temperaturfühler und eine entsprechende Regelelektronik. Bei dynamischer Kühlung können zusätzlich eingebaute Lüfter die Luftzirkulation verstärken.

Welches Design soll der Kühlschrank haben? Neben den herkömmlichen kastenförmigen Kühlschränken im weißen Look, gibt es Designerkühlschränke. Sie kommen im Retro- oder modernen Look daher, haben andere Formen und Farben, als herkömmliche Modelle. Allerdings lassen sich die Hersteller das besondere Design mit einem höheren Preis honorieren.

Wie viel Geld möchten Sie investieren? Je größer und ausgefallener der Kühlschrank, je mehr Zusatzfunktionen und je energieeffizienter das Gerät ist, umso tiefer müssen Sie beim Kauf in die Tasche greifen. Längerfristig lohnt sich, mehr Geld für ein Gerät mit höherer Energieeffizienzklasse auszugeben. Da Kühl- und Gefriergeräte Tag und Nacht Strom verbrauchen, kann sich ein höherer Anschaffungspreis durch geringere laufende Stromkosten bezahlt machen.

Autorin: Hannah Schon, BLE

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