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Lachs zum Fest

An den Feiertagen kommt Lachs gebraten, geräuchert oder roh auf den Tisch. Lebensmittelkontrolleure fanden kaum Rückstände unerwünschter Stoffe. Das zeigen veschiedene Untersuchungsprogramme.

Lachs als Vorspeise
pixabay

(BZfE) – An den Feiertagen kommt Lachs gebraten, geräuchert oder roh auf den Tisch. Der edle Fisch ist in der Regel kaum mit Rückständen unerwünschter Stoffe belastet, haben verschiedene bundesweite Untersuchungsprogramme ergeben. So fanden Lebensmittelkontrolleure im Zuchtlachs kaum Dioxine und polychlorierte Biphenyle (PCB), und auch bei Blei, Cadmium, Quecksilber und Aluminium gab es keine Auffälligkeiten.

Allerdings werden in Räucherlachs und gebeiztem Lachs nach wie vor Listerien vereinzelt nachgewiesen, informiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Die Bakterien sind in der Umwelt weit verbreitet und können sich selbst bei Kühlschranktemperaturen vermehren. Im Jahr 2011 ließen sich bei Untersuchungen verzehrfertiger Lebensmittel hohe Keimgehalte an Listeria monocytogenes nachweisen – am häufigsten in Proben von vorverpacktem geräuchertem Fisch oder gebeiztem Graved Fisch (1,3 %). Am Ende der Haltbarkeit waren die Keimzahlen erwartungsgemäß am höchsten. Kurz vor Ablauf des Verbrauchsdatums wurde der Erreger in acht Prozent der Räucherfischproben nachgewiesen.

Im Allgemeinen treten Infektionen mit Listerien im Vergleich zu Salmonellen und Campylobacter deutlich seltener auf, aber die Erkrankungen sind schwerer. Betroffene können einen grippalen Infekt, schwere Durchfälle, aber auch eine Blutvergiftung entwickeln. Bei Schwangeren besteht die Gefahr, dass sie die Infektion auf das ungeborene Kind übertragen. Daher wird besonders empfindlichen Personen wie Schwangeren, Kindern und älteren Menschen empfohlen, auf den Verzehr unverarbeiteter sowie geräucherter Fischerzeugnisse und Graved Lachs zu verzichten.

Zum Schutz der Konsumenten werden vorverpackte, leicht verderbliche Produkte mit einem Verbrauchsdatum gekennzeichnet. Nach Ablauf dieses Datums dürfen sie nicht mehr gegessen werden. Das unterscheidet sie von weniger empfindlichen Nahrungsmitteln mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum, die häufig auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einwandfrei sind. Am besten wird bereits beim Einkauf auf Frische und Qualität geachtet. Wird der Fisch zu Hause kühl gelagert und weit vor dem Verbrauchsdatum verzehrt, steht dem Festtagsschmaus nichts mehr im Wege.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bvl.bund.de

https://www.bzfe.de/inhalt/fisch-verbraucherschutz-1815.html

https://www.bzfe.de/inhalt/lebensmittelverderb-erkennen-748.html

Broschüre „Fisch und Fischerzeugnisse“
Bestell-Nr. 1001, Preis: 5,00 Euro

Broschüre „Lebensmittelhygiene - Praxishandbuch zur Lebensmittellagerung im Haushalt“
Bestell-Nr. 3922, Preis: 8,00 Euro

www.ble-medienservice.de

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