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Landverlust schreitet voran

Bis zu 300.000 Quadratkilometer Fläche – das sind 30 Millionen Hektar – wird das Anwachsen von Städten weltweit bis zum Jahr 2030 kosten.

Neubaugebiet
pixabay

(aid) – Bis zu 300.000 Quadratkilometer Fläche – das sind 30 Millionen Hektar – wird das Anwachsen von Städten weltweit bis zum Jahr 2030 kosten. Vor allem fruchtbares Ackerland wird verloren gehen, schätzen Wissenschaftler des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change.

Die zunehmende Verstädterung verschlingt eine Fläche in der Größe Deutschlands und zwar vorwiegend auf fruchtbaren landwirtschaftlichen Flächen. Ein Viertel des globalen Verlusts von landwirtschaftlicher Fläche wird für China vorausgesagt. Hier werden 80.000 Quadratkilometer nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen. Und auch für Afrika sehen die Wissenschaftler starke Verluste aufgrund zunehmender Urbanisierung voraus. Vor allem Nigeria und die ohnehin stark unter Hunger leidende Region zwischen Burundi und Ruanda würden betroffen sein. Ägypten könnte bis 2030 gut ein Drittel seines Ackerlandes verlieren.

Dazu kämen Folgen des Klimawandels, die den Verlust von fruchtbarem Ackerland noch verstärkten. Gerade diese fruchtbaren Regionen seien aber für einen Großteil der landwirtschaftlichen Produktion verantwortlich. Nun seien vor allem Städteplaner gefragt. Eine raumeffiziente Urbanisierung könnte dazu beitragen, dass eine produktive Landwirtschaft erhalten bleibt und Kleinbauern ihre landwirtschaftliche Lebensgrundlage und den Zugang zu städtischen Lebensmittelmärkten nicht verlieren.

Renate Kessen, www.aid.de

Weitere Informationen:

http://www.mcc-berlin.de

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