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Lebensmittelkennzeichnung

Auch wenn wir das Kleingedruckte nicht bei jedem Einkauf studieren, gilt: Wer das Etikett verstehen kann, ist klar im Vorteil.

Mädchen liest das Etikett
JackF / Adobe Stock

Auf dem Etikett von Lebensmitteln gibt es viel zu entdecken. Von der bunten Aufmachung über die Zutatenliste bis hin zu Angaben, die manchmal gar nicht so einfach zu deuten sind. Das Kleingedruckte zieht dabei oft weniger Aufmerksamkeit auf sich als Werbung, die auf der Packung in Form von cleveren Sprüchen und bunten Bildern daherkommt.

Wie lässt sich im Unterricht dennoch das Interesse an den Pflichtangaben der Lebensmittelkennzeichnung wecken? Indem die Schüler*innen Produkte unter die Lupe nehmen, die sie gerne essen und die in ihrem Alltag eine Rolle spielen. Dadurch lernen sie, die Kennzeichnung zu beachten und zu verstehen, Produkte zu bewerten und die Informationen später für ein bewusstes Einkaufen zu nutzen.

Unterrichtsmodul für die Klassen 6 bis 8

Mit dem Unterrichtsmodul Was ist drin im fertig verpackten Lebensmittel? untersuchen Schüler*innen Lebensmittelverpackungen und lernen so praktisch die Basics der europäischen Lebensmittel-Informationsverordnung. Im Lernzirkel vertiefen sie die Zutatenliste und das Mindesthaltbarkeitsdatum und untersuchen auch freiwillige Angaben wie fair, bio und regional. Denn unser Essen muss gesund sein für Mensch und Umwelt. Die kompakte Einheit zum Download ist fertig ausgearbeitet und direkt einsetzbar.

Gesundheit und Nachhaltigkeit zusammendenken

Das große Plus des Unterrichtmoduls: In der Doppelstunde werden Gesundheit und Nachhaltigkeit zusammengedacht. Es bleibt nicht bei der Definition des Mindesthaltbarkeitsdatums. Die Schülerinnen und Schüler lernen beispielweise den Augen-Nase-Mund-Check. Damit prüfen sie, ob ihr Lebensmittel auch nach Ablauf des Datums noch genießbar ist und vermeiden so unnötiges Wegwerfen. Auch die Zutatenliste wird kritisch reflektiert: Sind die vielen Zutaten im Lieblingsprodukt wirklich so „lecker“? Und welche Vorteile hat das Selbermachen gegenüber dem Fertigprodukt?

Wer wissen möchte, was die Hinweise auf Vitaminzusätze oder die Aussage „weniger Zucker“ bedeuten, kann mithilfe der Forscheraufträge und QR-Codes selbst recherchieren. Verbindlich für alle Schüler*innen ist, ihre Fertigprodukte auf Logos wie bio, fair und regional zu untersuchen. Sie zählen zwar nicht zur Pflichtkennzeichnung, sondern sind freiwillig. Doch sie sind für eine kompetente Kaufentscheidung und zukunftsfähige Ernährung essentiell.

„Methodisch-didaktisch ausgefeilt, konkret, praxisnah und handlungsorientiert“, so bewerten Lehrende das Unterrichtsmodul. Es passt in alle ernährungsbezogenen Fächer, ist flexibel einsetzbar und liefert viele Impulse, einzelne Aspekte in verschiedenen Richtungen zu vertiefen.

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Energydrinkdosen
mediterranean / Fotolia.com

Wirken Warnhinweise?

BZfE-Studie zu Energydrinks Motive, Verzehr und Risikowahrnehmung bei Jugendlichen

Gut 60 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren greifen zur Energydrinks. Damit liegen sie im europäischen Mittelfeld, einige Gruppen nehmen jedoch deutlich mehr Koffein auf als noch gesund ist. Warnhinweise werden eher nicht beachtet, so das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung. Die Frage ist also: Wie kann man Jugendliche erreichen? Und was wäre aus ihrer Sicht ein guter Umgang mit „Energy“? In 14 leitfadengestützten Interviews hat das BZfE, Bonn untersucht, was die Zielgruppe selbst über die Risiken denkt. Die Studie gibt wichtige Hinweise dazu, wie sich eine zielgruppengerechte Kommunikation gestalten lässt.

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Unterrichts-Tipp

Anregungen für den Unterricht Übers Etikett hinaus: Essen und Klima

Was ist drin in meinem Essen? Woher kommt es? Das Etikett liefert dazu erste Hinweise. Weniger augenscheinlich ist die Antwort auf die Frage, was unser Essen mit dem Klima zu tun hat. Der Beitrag "Essen und Klimaschutz" zeigt Möglichkeiten auf, sich dem komplexen Thema im Unterricht zu nähern.

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