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Lebensmittelmotten - eine lange Geschichte

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Das hatte ich noch nie: Ich öffne eine Packung Couscous und finde Spinnfäden und einen leeren Kokon. Ja, stimmt, vor ein paar Tagen flog eine Motte durch meine Küche, aber eben nur eine.

Das hatte ich noch nie: Ich öffne eine Packung Couscous und finde Spinnfäden und einen leeren Kokon. Ja, stimmt, vor ein paar Tagen flog eine Motte durch meine Küche, aber eben nur eine. Ich habe sie erwischt und glaubte die Welt wieder in Ordnung. Das kommt ja immer mal vor.

Knäckebrot, Nüsse, Bügelglas, Pheromonfall für Lebensmittelmotten
Julia Icking, Bonn

Leider war es dieses Mal anders. Die Motte kam nicht von draußen, sondern direkt aus meinen Vorräten. Erstmal bleibe ich gelassen, schmeiße den Couscous weg und kontrolliere grob die anderen Vorräte. Sieht alles gut aus.

Nur ekelerregend oder auch schädlich?

Eklig fand ich die Spinnfäden schon, aber eigentlich sind sie doch harmlos, oder? Vorsichtshalber schaue ich im Netz und finde dort den Artikel Vorratsschädlinge mit der Info, dass die Hinterlassenschaften der Motten gesundheitsschädlich sein können. Also gucke ich doch lieber nochmal genauer: Tatsächlich finde ich weitere befallene Lebensmittel. Und die müssen jetzt alle weg? Ja, leider. Der Müllsack ist voll, ich ärgere mich, bin aber guter Dinge, dass das Thema Lebensmittelmotten jetzt ausgestanden ist.

Der nächste Akt - und nicht der letzte ...

Einige Zeit später werde ich eines Besseren belehrt: Die nächsten Flattermänner sitzen an den Küchenschränken. Also nochmal suchen. Dieses Mal finde ich Mottengespinste in den Krümeln unter dem Brotbrett, auf dem Boden der Vorratsschublade in einigen Körnern und sogar in einem Körbchen zum Brotbacken haben sich die Biester eingenistet. Die brauchen wirklich wenig zum Überleben.

Leider wiederholt sich diese Szene in einigen Abwandlungen noch ein paar Mal. Manchmal finde ich eine einzige Stelle mit Gespinsten oder leere Kokons, manchmal zwei oder drei. Hin und wieder flattert es in der Küche. Weder Verschlussclips noch Gläser sind wirklich sicher. Die Motten verpuppen sich innen in den Rillen der Clips. So kommen sie zwar nicht ans Lebensmittel selbst, denn ich klappe die Öffnungen inzwischen sehr sorgfältig um, aber vermehren können sie sich dort trotzdem. Sogar unter dem Rand von Twist-Off-Deckeln finde ich zwischenzeitlich Kokons. Ich habe noch nie so viele Lebensmittel weggeschmissen, wie in den letzten Monaten. Ich finde das total ärgerlich.

Eine Lösung in mehreren Teilen

  1. Eine Freundin gab mit den Tipp, dass es Fallen für Lebensmittelmotten gibt. Die habe ich besorgt. Richtig muss es „Befallskontrolle“ heißen, denn die Lockstoffe ziehen nur die männlichen Tiere an. Immerhin erschwert das die Vermehrung.
  2. Außerdem habe ich alle trockenen Vorräte in wirklich dichte Gläser gepackt. Am sichersten sind Drahtbügelgläser mit einem Gummiring. Neue Lebensmittelpackungen kommen in eine große, dichte Plastikbox, damit die Motten gar nicht erst drankommen.
  3. Ich halte Vorratsschrank und Brotbrett peinlich sauber und wasche sie regelmäßig aus.

Mottenplage beseitigt (?)

Inzwischen habe ich die Hoffnung, dass ich die Motten losgeworden bin. Seit vier Wochen hat sich keine Motte mehr auf die Pheromonfallen verirrt und auch in der Küche schwirrte nichts. Sollte ich noch einmal einen Mottenbefall feststellen, kaufe ich sofort Monitoring-Fallen, stelle die ganze Küche auf den Kopf und reduziere die Vorräte auf ein Minimum. Dann dauert es hoffentlich kein ganzes Jahr, bis die Lebensmittelmotten wieder weg sind.

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