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Lecker und spritzig ohne Alkohol

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Ein Gläschen Wein auf dem Balkon, ein spritziger Cocktail in der Strandbar oder das obligatorische Gläschen Sekt zum Anstoßen: Man sitzt in geselliger Runde und – darf nicht. ...

Ein Gläschen Wein auf dem Balkon, ein spritziger Cocktail in der Strandbar oder das obligatorische Gläschen Sekt zum Anstoßen: Man sitzt in geselliger Runde und – darf nicht. Egal ob Schwangerschaft, Chauffeurdienst oder Fastenzeit, manchmal fällt es einfach doch schwer, auf Alkohol zu verzichten. Und auch wenn das gerade nicht mein Problem ist, hier mein ultimativer Tipp aus Monaten der Abstinenz:

Nicht nur auf den Inhalt, auf die FORM kommt es an!

Denn wo der Traubensaft in Tetrapack und Becher serviert wird, fühlt man sich schnell als Fremdkörper, wenn alle anderen mit langstieligen Rotweingläsern anstoßen. Fließt der gleiche Saft – vielleicht auch etwas gehobenere Qualität – ebenfalls in ein Weinglas, schmeckt er gleich viel besser. Ebenso: Ein einfaches Glas Schorle oder Limo ersetzt den Cocktail nicht. Aber schön aufgehübscht mit frischem Obst und Eiswürfeln, sieht das oft schon ganz anders aus. Und wenn dann tatsächlich noch das ein oder andere Nicht-Alltägliche mit untergemischt wird, steigt auch das Gefühl, sich etwas Besonderes zu gönnen.

Limonade mit Gurke, Zitrone, Minze und Ingwer im Glas Tassen
iStock.com / OksanaKiian

Limette & Tonic

Ich liebe sauer und ich liebe bitter. Deshalb ist mein absoluter Favorit unter den alkoholfreien Cocktails auch der Virgin Caipirinha. Statt mit Ginger Ale bereite ich ihn mir allerdings mit Tonic Water zu. So mag ich ihn inzwischen sogar lieber als das Original mit Alkohol. Aber auch ohne Zucker und Eis ist mir die Mischung von Limette und Tonic als unkomplizierte Alternative zum Longdrink ans Herz gewachsen. Wenn mein Mann sich einen Gin Tonic gemixt hat, hat er mir während der Stillzeit oft diese Mischung bereitet:

  • 1 Limette (bio, gewaschen) wie Knete, die zur Schlange werden soll, drücken und rollen, dann halbieren, den Saft in ein hohes Glas fließen lassen. Der Rest wird geachtelt und ebenfalls ins Glas gegeben. Dann mit
  • Tonic Water auffüllen und mit oder ohne Strohalm servieren.

Schwangere sollten aufgrund des Chinins im Tonic Water keine Unmengen von diesem Drink zu sich nehmen. Aber gelegentlich dürfen auch sie sich ein Gläschen gönnen.

Sanbitter statt Campari

Das erste besondere alkoholfreie Getränk hat mir eine Freundin während meiner ersten Schwangerschaft in die Hand gedrückt: Sanbitter, ein alkoholfreier Aperitiv, der geschmacklich in die Richtung von Campari geht. Mir selbst ist er pur etwas zu süß. Aber aufgegossen mit Mineralwasser oder alkoholfreiem Sekt und garniert mit einer Scheibe Zitrone ist das eine schöne Alternative zu Campari Soda oder Apérol Spritz. Oder, wer gerne Campari Orange trinkt, kann ihn auch einfach mit Orangensaft auffüllen. Mein Favorit ist die folgende Mischung:

  • Ingwer, gerieben oder in Scheiben, darauf
  • 1 Flasche Sanbitter,
  • Eiswürfel und
  • 1 Schuss Zitronensaft, dann auffüllen mit
  • Mineralwasser

Garnieren lässt sich dieses Getränk ganz wunderbar mit einem Zweig Rosmarin, auf den drei bis fünf Scheiben Ingwer aufgespießt sind.

Was Edles zum Anstoßen...

Diese Getränke begleiten mich also abends auf der Couch, bei Gartenpartys oder gemütlichen Abenden unter Freunden. Zu besonderen Anlässen soll es aber ja doch gerne etwas Prickelndes sein. Leider überzeugt mich alkoholfreier Sekt nur selten. In einem Restaurant haben wir an unserem Hochzeitstag dann jedoch einmal etwas entdeckt, das wir seitdem gerne auch mal als Geschenk mitbringen, zum Beispiel zur Geburt eines neuen Menschleins: PriSecco aus unreifem Apfel und Eichenlaub. Da darf dann auch die frisch gebackene Mama ohne Skrupel mit anstoßen. Schon die Flasche macht einen edlen Eindruck und die Kräuter und Säure verleihen dem alkoholfreien Secco diesen etwas anderen Geschmack.

Natürlich wird nicht jeder mit diesen Alternativen glücklich. Wer den reinen Alkoholgeschmack vermisst, wird an lauen Sommerabenden einfach leiden. Aber für viele andere lohnt sich der Blick über den Glas- und Flaschenrand. Und für mich sind sie eine echte Alternative geworden – auch außerhalb von Schwangerschaft, Still- und Fastenzeit.

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