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Lieber Laden statt online

Deutsche kaufen ihre Lebensmittel nach wie vor am liebsten in örtlichen Geschäften ein.

Ein Gemüsehändler reicht einer Käuferin zwei Paprika
WavebreakMediaMicro / Fotolia.com

(BZfE) – Auch wenn der Online-Handel an Bedeutung gewinnt, kaufen die Deutschen ihre Lebensmittel nach wie vor am liebsten in örtlichen Geschäften ein. Hier können Sie Apfel, Tomate und das Steak an der Fleischtheke mit allen Sinnen aussuchen. Das sind Ergebnisse der Studie „Shopper Trends“, für die 1.500 Teilnehmer online wurden. Die Untersuchung findet jährlich in mehr als 50 Ländern statt.

Beim Einkauf von Lebensmitteln spielt das Shoppingerlebnis eine große Rolle. Daher bevorzugen die Konsumenten ein Geschäft mit einer angenehmen Atmosphäre, freundlichem Kundenservice und einer guten Warenpräsentation. Die Mehrheit genießt den Einkauf (58 %). Meist handelt es sich um den regelmäßigen Großeinkauf, der in gewohnter Routine geplant wird und in der Regel im gleichen Supermarkt oder Discounter stattfindet. Nur 28 Prozent der Befragten haben in den vergangenen Monaten ein neues Geschäft ausprobiert – meist aufgrund einer Neueröffnung in unmittelbarer Nähe (34 %).

Mehr als jeder Zweite ist bereit, für Qualitätsprodukte mehr zu zahlen (60 %). Andererseits achten die Deutschen weiterhin sehr auf den Preis. 65 Prozent der befragten Konsumenten kennen die Preise der Produkte und sind sensibel für Veränderungen. Vielen Menschen ist aufgefallen, dass die Nahrungsmittelpreise im Jahr 2016 gestiegen sind. Das hat dazu geführt, dass 53 Prozent der Verbraucher mehr auf Sonderangebote und reduzierte Ware achten. Etwa 38 Prozent kaufen nur noch das Nötigste und keine Luxusartikel mehr, während 35 Prozent auf günstigere Marken ausweichen. Das muss keine Qualitätseinbußen bedeuten. Ein Großteil ist der Meinung, dass Handelsmarken mit Markenprodukten mithalten können (62 %) und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt (58 %).

Trotz Schnäppchenjagd lieben es die Deutschen aber auch bequem und schätzen es, wenn alle benötigten Waren in einem Geschäft verfügbar und einfach zu finden sind. Nur 16 Prozent der Befragten sind bereit, für ein Sonderangebot den Laden zu wechseln.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

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