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Magerrasen: blütenreich

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Im Garten einen artenreichen Magerrasen anzulegen, bedeutet Arbeit und Geduld – aber beides wird reich belohnt...

Hallo an alle, die auch nach meinem letzten Post noch fest entschlossen sind, eine echte Blumenwiese anzulegen – und an alle anderen, von denen ich ja vielleicht doch noch jemanden dazu überreden kann ;-). Im Folgenden geht’s ganz konkret um die Anlage eines Magerrasens.

Magerrasen
Schmutzler-Schaub / stock.adobe.com

Bester Zeitpunkt

Der Mai bietet sich zum Anlegen einer Blumenwiese besonders an: Der Boden ist schon deutlich wärmer als im März/April, gleichzeitig aber noch deutlich feuchter als zu einem späteren Zeitpunkt.

Saatgutmischung finden

Der Erfolg des Projekts Blumenwiese steht und fällt mit dem Saatgut. Anbieter mit einem breiten Spektrum findet ihr auf dieser Liste des Bundes für Umwelt und Naturschutz.

Bodenvorbereitung

Um einen Magerrasen anzulegen, muss ein Großteil der im Boden vorhandenen Nährstoffe entfernt werden – der Boden wird „abgemagert“. Das kann allmählich geschehen oder auf einen Schlag.

Variante I: Ihr düngt nicht mehr, mulcht auch nicht und lasst im Herbst auch kein Falllaub oder anderen organischen Materialien auf der Fläche liegen. Parallel entnehmt ihr laufend Pflanzenmaterial – im Gemüsegarten über die Ernte, bei Rasenflächen durchs Mähen, auf anderen Beetflächen, indem ihr die Pflanzen regelmäßig zurückschneidet.

Auf diese Weise verändert ihr den Boden über die Jahre hinweg. Das ist vor allem insofern ein guter Ansatz, als auf zusätzliche Ressourcen verzichtet werden kann.

Variante II: Ihr tragt die obere, da nährstoffreichste Bodenschicht ab – mindestens 15 cm – und arbeitet die entsprechende Menge gewaschenen Sand (bei dem wurden die Feinanteile ausgewaschen) und Splitt ein. (Nur grob einarbeiten, damit der Erdanteil nicht gleich wieder zu hoch wird.)

Boden dann vier Wochen setzen lassen und vor der Aussaat aufgekeimtes Unkraut durch oberflächliche Bodenbearbeitung entfernen (z. B. mit meinem Lieblingsgerät, der Pendelhacke).

Tipp: Den abgetragenen Boden könnt ihr auf dem Gemüsebeet verteilen oder für Pflanzgefäße verwenden – ist garantiert torffrei und funktioniert besser als viele gekaufte Blumenerden.

Wie's mit der Aussaat weitergeht, erfahrt ihr im morgigen Post. Da geht's dann zwar um die Fettwiese, aber die Schritte zur Aussaat sind gleich ;-).

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