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Marktschwärmer bringen Bauern in die Stadt

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Ich habe was Neues entdeckt: In meiner Nachbarschaft gibt es eine Marktschwärmerei! Eine was? Ja, das fragen die meisten, denen ich davon erzähle. Aber eigentlich ist es ganz einfach.

Ich habe was Neues entdeckt: In meiner Nachbarschaft gibt es eine Marktschwärmerei! Eine was? Ja, das fragen die meisten, denen ich davon erzähle. Aber eigentlich ist es ganz einfach. Eine Marktschwärmerei bringt die Bauern aus der Region in die Stadt. Oder etwas ausführlicher erklärt: An einem bestimmten Ort in der Stadt treffen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt Erzeuger aus der Region mit ihren Kunden. Sie bringen ihre Waren mit und so können die Städter ganz einfach Lebensmittel aus der Region beziehen.

Paprika wird von Hand zu Hand gereicht
WavebreakMediaMicro / Fotolia.com

Wie geht das genau? Das Prinzip ist einfach: In einem Webshop präsentieren die beteiligten Bauern aus der Region ihre Waren und jeder kann dort bestellen. Bis zu einem bestimmten Termin müssen die Bestellungen eingegangen sein. Abgerechnet wird gleich im Shop. Einige Tage später kommen die Produzenten und Erzeuger mit ihren Waren in die Stadt. Treffpunkt ist ein Café, ein Büro oder ein anderer geeigneter Ort. Dort gibt es ein Zeitfenster von meist etwa zwei Stunden, in dem die Waren abgeholt werden können. Den Ort bestimmt die Gastgeberin oder der Gastgeber der Martschwärmerei. Soweit die Theorie.

Lebensmittel in einer Marktschwärmerei bestellen

In der Praxis suche ich auf der Website der Marktschwärmer die nächstgelegene Abholstelle. In Bonn gibt es schon drei. Ich wähle „meine“ Schwärmerei aus, melde mich unverbindlich mit Namen und Mailadresse an und kann schon im Sortiment stöbern. Noch vor dem Anmelden sehe ich, welche Erzeuger mit wie vielen Produkten beim nächsten Termin dabei sind und – das finde ich besonders toll – wie weit der Weg der Erzeugnisse durchschnittlich bis zur Schwärmerei ist.

Ich bin skeptisch, ob ein fester Abholtermin wirklich in meinen Alltag passt, aber das Angebot ist verlockend: Neben Brot, Fleisch, Obst und Gemüse gibt es verarbeitete Produkte wie Marmelade, Gewürzmischungen und sogar Feinkost. Ich klicke und scrolle mich durch den Shop und kann mich kaum entscheiden. Die Auswahl vertage ich dann auch, denn nächste Woche schaffe ich es sicher nicht, die Waren im vorgesehenen Zeitfenster abzuholen.

Marktschwärmer: Eine gute Idee

Trotzdem finde ich die Idee der Marktschwärmereien super, denn sie ermöglicht die Versorgung mit Lebensmitteln aus der Region in der Stadt. Bei manchen Produkten ist es auch praktisch, die Erzeuger direkt fragen zu können. Mir gefällt der Gedanke zu wissen, wer das Gemüse angebaut hat, das ich morgen esse.

Etwas unpraktisch ist das Abholen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Vor allem mit Kindern, die man noch hier oder dort abholen und hinbringen muss. Dann ist man ja ohnehin schon viel unterwegs. Wenn die Schwärmerei nicht auf dem Weg liegt, ist der Einkauf aufwendig.

Für frische und leckere Produkte betreibe ich aber gerne ein bisschen Aufwand und schaffe es bestimmt demnächst einmal dort zu bestellen. Dass die Produkte frisch und lecker sind und alles reibungslos abläuft, kann ich jetzt schon bestätigen, denn ich kenne mehrere Leute, die regelmäßig Kunden in „meiner“ Marktschwärmerei sind.

Was meint ihr?

Interessiert ihr euch für regionale Lebensmittel? Wo bekommt ihr sie her? Und legt ihr auch Wert darauf, dass es sich um Bio-Produkte handelt? Schreibt mir doch gerne eure Meinung in einen Kommentar.

Weitere Informationen finde ihr im Artikel "Marktschwärmer" beim BZfE und auf der Website der Marktschwärmer.

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