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Mein Sauerteig

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Ich bin auf Entzug. Back-Entzug. Seit Wochen, vielleicht Monaten habe ich weder Kuchen noch Brot gebacken. Nur Weihnachtsplätzchen – ein Lichtblick im November. Aber jetzt ist damit Schluss!

Ich bin auf Entzug. Back-Entzug. Seit Wochen, vielleicht Monaten habe ich kein Brot mehr gebacken. Aber jetzt ist damit Schluss! Es soll endlich wieder dieser wunderbare Duft in der Küche hängen, den nur frischgebackenes Brot verströmen kann...

Doch bevor es losgehen kann, muss ich mir noch etwas Zeit nehmen. Denn diesmal möchte ich es richtig anpacken und endlich (wieder) ein leckeres, bodenständiges Sauerteig-Brot herstellen. Dazu fehlt mir allerdings der richtige Ansatz. Denn die letzten (sicherlich nicht mehr brauchbaren) Sauerteig-Kulturen habe ich ebenfalls schon vor Monaten aus dem Kühlschrank verbannt.

Ein Schälchen Mehl, ein Glas Wasser, ein Wecker und ein Glas mit Sauerteig.
Judith Pulg | Fotografie

Natürlich könnte ich es wie Julia mit Trockensauerteig versuchen. Allerdings liebe ich die Vorstellung, dass alle Brote, die ich von nun an backe, einen gemeinsamen Ursprung haben – und ich den Ansatz immer und immer weiter nutzen kann.

Also mache ich mich daran, Mehl und Wasser zu mischen für das so genannte Anstellgut. Allerdings waren meine letzten Versuche nicht gerade von Erfolg gekrönt: Das eine Gemisch roch seltsam, das andere war rötlich verfärbt und richtig Trieb hatten sie auch nicht. (Wobei ich jetzt gelernt habe, dass das bei frischen Sauerteigen wohl sogar normal ist.)

Das soll diesmal anders werden. Deshalb liegt nun unter anderem das Rezept vor mir, von dem die Küchenchaotin in ihrem Blog schreibt, es sei Sauerteig für Dummies: Der Ansatz dauert nur vier Tage und braucht relativ wenig Pflege. Aber ist er wirklich...

Ja, der "Sauerteig für Dummies" hat tatsächlich funktioniert! Aber woran es lag? Ich kann es nicht sagen. Vielleicht gehört ja auch einfach eine Portion Glück dazu...

Nicht aufgeben!

Eines der Rezepte, die ich dieses Mal erfolglos ausprobiert habe, hat mir vor Jahren meinen ersten eigenen Sauerteig beschert. Damals stand ich nach fünf Tagen vor einem fröhlich blubbernden Teig und dachte noch: „Was soll der Hype? Ist doch ganz einfach.“ Das funktioniert sicher auch andersrum: Nur weil der Ansatz einmal nicht gelingt, heißt es nicht, dass es nie etwas wird. Es lohnt sich dran zu bleiben. Denn mit jedem Versuch und jedem Rezept lernt man ein bisschen dazu. Und es ist wirklich erstaunlich, auf wie viele Dinge man achten kann, wenn man einen Teil Wasser mit einem Teil Mehl vermischt – in der Hoffnung, daraus irgendwann ein leckeres Brot zu zaubern...

Und nun? Ausruhen und genießen? Nein, jetzt fängt die eigentliche Arbeit ja erst an. Regelmäßig pflegen und backen. Sonst ist es schnell wieder vorbei mit dem leckeren Brot. Und für einen Laib hat sich der Aufwand sicher nicht gelohnt...

Habt ihr noch Tipps für den narrensicheren Sauerteig? Oder tolle Rezepte, für die ich meinen gelungenen Ansatz benutzen kann? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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