Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Mittagessen in der Schule

(BZfE) – Die ersten Wochen in der Schule sind für Erstklässler eine Herausforderung und für die Lehrkräfte und das Ganztagspersonal mehr als eine kleine Aufgabe. Auch an das gemeinsame Mittagessen mit engem Zeitrahmen und kleinerem Betreuungsschlüssel als in der Kita müssen sich die Kinder zunächst gewöhnen. Ein Patentrezept gibt es nicht, aber viele gute Beispiele, wie es gelingen kann. Tamara Lück unterstützt als Erzieherin unter anderem ein Lehrertandem in einer gebundenen Ganztagsklasse. Sie hat bereits einige Klassen erfolgreich durch das erste Schuljahr begleitet und berichtet von ihren Erfahrungen im vergangenen Jahr an einer Bielefelder Grundschule:

„In den ersten Wochen nach der Einschulung haben wir das Essen aus der Mensa geholt und gemeinsam im Klassenraum gegessen. Das ist ein geschützter Rahmen, in dem sich die Kleinen auskennen und wohl fühlen. Damit keine Schlange am Servierwagen entsteht, habe ich die Kinder in Vierergruppen eingeteilt. Innerhalb dieser Kleingruppen gilt auch die wichtigste Essensregel: „Wir fangen gemeinsam an und aufgestanden wird erst, wenn alle Kinder aus meiner Gruppe fertig mit Essen sind.“
Auch für Tischkultur wurde gesorgt. Hierfür hat das Klassenteam Tischsets angeschafft, die von den Eltern reihum gewaschen werden. Den Kindern symbolisieren sie: jetzt ist keine Lernzeit mehr, sondern Mittagspause!

Um die Kinder an die neuen Speisen zu gewöhnen, gab es für jede Gruppe zunächst eine Probierportion. Wenn die Kinder wussten, was ihnen schmeckt, konnten sie sich einen vollen Teller am Speisewagen abholen. Nach einer Weile sind die Kinder mit der Speisekarte vertraut und wissen, was ihnen schmeckt und was nicht. Nur in Ausnahmefällen darf stattdessen in das Schulbrot gebissen werden.

Vorbildlich ist auch das Engagement der Erzieherin in Bezug auf den Verzehr von Obst und Gemüse. Werden vom Caterer Äpfel oder Birnen zum Nachtisch geliefert, schneidet Tamara Lück das Obst für die Kinder klein und stellt es auf einen großen Teller für alle in die Mitte. Auch die Eltern dürfen Obst und Rohkost für die Klasse „spenden“. Das erhöht die Akzeptanz der Kinder für Frisches und selbst das ein oder andere Zwischentief am Tag kann hiermit überbrückt werden.

Silke Hoffmann, www.bzfe.de

Weitere Informationen

https://www.bzfe.de/inhalt/gesunder-schulalltag-1938.html

Heft „Wegweiser Schulverpflegung“
Bestell-Nr. 1587, 4,50 Euro
www.ble-medienservice.de

Ringordner „Essen und Trinken in Schulen“
Bestell-Nr. 3839, 25,00 Euro
www.ble-medienservice.de

Ringordner „Clever essen und trinken mit der Ernährungspyramide“
Bestell-Nr. 3463, 25 Euro
www.ble-medienservice

als hilfreich bewerten 0 Versenden