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Nahrungsergänzung

Fast ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland schluckt regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel.

bunte Pillen
pixabay

(BZfE) – Vitamin C gegen Erkältung, Magnesium bei Wadenkrämpfen und Fischöl-Kapseln fürs Herz – fast ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland schluckt regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel. Wahrscheinlich fast immer im Glauben, damit der Gesundheit Gutes zu tun. Das hat unter anderem das Max Rubner-Institut ermittelt. Oft unnötig, unter bestimmten Bedingungen sogar gefährlich, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung immer wieder betont. „Üblicherweise reicht eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, um den Bedarf an Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen zu decken“, erklärt Ernährungswissenschaftler Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung.

Wer also viel Gemüse und wenig Fleisch isst, dazu statt Limo lieber Mineralwasser trinkt und dabei auch noch auf ausreichend Bewegung achtet, braucht sich kaum Sorgen zu machen. Zwar ist bei den kritischen Nährstoffen Jod, Vitamin D und Folsäure (bei jungen Frauen zusätzlich Calcium und Eisen) die durchschnittliche Versorgung in Deutschland nicht optimal, aber auch hier kann durch die gezielte Lebensmittelauswahl Abhilfe geschaffen werden.

Zu den Gruppen, die über ihre Nahrung nicht ausreichend versorgt sind, zählen ältere Menschen, Schwangere, Stillende und Säuglinge. Selbst bei ihnen geht es dabei nur um einzelne Nährstoffe, die gezielt und nur nach ärztlicher Empfehlung ergänzt werden müssen. „Betroffene lassen sich am besten bei einer Ernährungsfachkraft oder einem Ernährungsmediziner beraten“, rät Seitz.

Also kein Grund, unkontrolliert zu teils hoch dosierten Pillen oder angereicherten Lebensmitteln zu greifen. Und dennoch sind es gerade gesundheitsbewusste Erwachsene, die sich von der Werbung für hoch dosierte Aminosäuren, Fettsäuren und Pflanzenextrakte zum Kauf verleiten lassen.

Informationen zu den vom Bundesinstitut für Risikobewertung aktualisierten Empfehlungen für Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln gibt Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung IN FORM unter: https://www.in-form.de/wissen/nahrungsergaenzung-oft-zuviel-des-guten

Für wen es sinnvoll sein kann, die tägliche Nahrung anzureichern, erfahren Sie hier: https://www.in-form.de/wissen/nahrungsergaenzung

Redaktion IN Form, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Tipps und Informationen rund um Nahrungsergänzungsmittel finden Verbraucher auch auf der Internetplattform „Klartext-Nahrungsergänzung“. Das Portal wird von den Verbraucherzentralen betrieben. Es wurde unter Federführung der Verbraucherzentralen Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt erstellt und ist ein Projekt aller 16 Verbraucherzentralen.
http://www.klartext-nahrungsergaenzung.de

In einem Frage- und Beschwerdeforum können Nutzer ihre Meinung zu konkreten Produkten äußern. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass sie über problematische Produkte informieren und notfalls rechtliche Schritte einleiten.

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