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Nichts zum Fürchten: Kürbis einmal anders

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Heute Abend wird man überall Kürbisse mit furchterregenden Fratzen und flackernden Augen sehen. So einen Kürbis gibt es bei mir nicht. Aber auch ich werde heute einmal etwas anderes mit ...

Heute abend wird man überall Kürbisse mit furchterregenden Fratzen und flackernden Augen sehen. So einen Kürbis gibt es bei mir nicht. Aber auch ich werde heute einmal etwas anderes mit diesem typischen Herbstgemüse probieren als Kürbiscremesuppe oder Ofengemüse. Heute mache ich Kürbiskompott. Oder besser: Doce de Abóbora!

Hokkaido-Kürbis neben einer Tasse Zucker mit Zimtstange und Nelken – den Zutaten für Doce de Abóbora.
Judith Pulg | Fotografie

Doce de Abóbora, so lehrte mich einst eine Freundin in Rio de Janeiro, während sie mich zur Desserttheke eines kleinen Lokals im Künstlerviertel Santa Teresa führte, ist DER Nachtisch in Brasilien.

Mit einem Kochmesser wird der Hokkaido-Kürbis in kleine Würfel geteilt.

Schon bei der Rezeptrecherche werden Erinnerungen lebendig. Man muss nur der sympathischen Köchin des brasilianischen Koch-Blogs Cozinha Rapida zuhören, wie sie ihre Doce zubereitet. Nun stehe ich selbst am Herd und versuche mich mit ihrem Rezept. Kaum habe ich meinen Kürbis zerteilt, schütte ich Unmengen an Zucker in meinen Topf. Dabei bin ich froh, dass ich beschlossen habe: Heute ignoriere ich mein Ernährungsgewissen. Heute wird gesündigt!

Das Rezept: Doce de Abóbora nach Cozinha Rapida

Zutaten (angepasst an einen kleinen Hokkaido-Kürbis):

  • Kürbisstücke und Gewürze köcheln im Topf.
    450 g Kürbis in Stücken
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1 Stangen Zimt
  • 5 Nelken

Alle Zutaten in einem großen Topf zum Kochen bringen und dann auf niedriger Flamme so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist und ein feines Mus zurückbleibt. Die Kürbisstückchen zwischendurch mit einer Gabel zerdrücken.

Doce de Abóbora in einer Glasschale, dekoriert mit einer Stange Zimt.

Leider ist bei mir das Kompott nicht so schön glänzend geworden. Man sollte während des Kochens einfach nicht in ein anderes Zimmer gehen und malen – auch nicht, wenn der Sohn noch so süß darum bittet... Jedenfalls habe ich den richtigen Zeitpunkt verpasst, das Kompott vom Herd zu nehmen, so dass es etwas trocken geworden ist. Aber ich werde es sicher noch einmal probieren – der Herbst hält ja noch ein wenig an. Und zumindest an unserem Straßenstand stapeln sich noch so einige Kürbisse unterschiedlicher Farbe und Größe...

Hast du das Dessert probiert? Was hältst du von süßem Kürbis? Hast du andere leckere Herbstrezepte, die wir unbedingt ausprobieren sollten? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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