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Pfannkuchenteig fix und fertig

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Manchmal laufe ich durch den Supermarkt und gucke mir die vielen Fertigprodukte an, die da in den Regalen stehen. Vielleicht ist ja etwas dabei, das ich nützlich finde, das Zeit spart und

Manchmal laufe ich durch den Supermarkt und gucke mir die vielen Fertigprodukte an, die da in den Regalen stehen. Vielleicht ist etwas dabei, das ich nützlich finde, das Zeit spart und gesund ist. Aber eher das Gegenteil ist der Fall. Ein besonders heftiges Beispiel ist für mich fertiger Pfannkuchenteig. Den gibt es in einer großen Plastikflasche, in der man den Teig mit zusätzlicher Milch fertig schüttelt. Bisher habe ich bloß den Kopf geschüttelt und mich gewundert, wer so etwas kauft. Nun habe ich beschlossen, genauer hinzuschauen und das Fertigprodukt mit meinem eigenen Pfannkuchenteig zu vergleichen.

Mehl, Eier und Schneebesen für Pfannkuchen
Julia Icking, Bonn

Der Vergleich:

Zutaten

Die Flasche mit dem Fertigprodukt enthält sechs Zutaten: Zutat eins ist Mehl, dann kommen Glucosesirup (also Zucker), Eipulver und Eigelb, Fruktose (also nochmal Zucker) und Salz. Ich rühre Pfannkuchenteig aus Eiern, Milch und Mehl. Glukosesirup und Fruktose brauche ich nicht. Wenn ich meinen Teig süßen möchte, nehme ich etwas Zucker. Manchmal mogele ich sogar Mehl mit einer höheren Type in den Teig. Dann liefern die Pfannkuchen ein paar mehr Mineral- und Ballaststoffe.

Preis

Das Fertigprodukt enthält knapp 200 Gramm Pulver, mit 400 Millilitern Milch werden das etwa 600 Milliliter Teig. Das Teigpulver kostet in meinem Supermarkt etwa 1,90 €. Dazu kommen 400 Milliliter Milch, für die ich bei konventioneller Frischmilch einmal 35 Cent rechne. Das macht 2,35 € für 600 Milliliter Teig aus konventionellen Zutaten.

Für meinen Teig rechne ich mit Biozutaten, denn Mehl, Milch und Eier kaufe meist in Bioqualität: Aus etwa 200 Gramm Mehl, zwei Eiern und 300 Millilitern Milch erhalte ich etwa die gleiche Menge Teig. Das Biomehl kostet im Supermarkt etwa 30 Cent für 200 Gramm, zwei Bioeier bekomme ich für rund einen Euro. Dazu 300 ml Biomilch für circa 40 Cent. Das macht 1,70 € - alles in Bioqualität.

Material

Für die Zubereitung des Fertigprodukts muss man das Pulver vom Boden der Flasche lösen, die Milch bis zur Markierung zugeben und alles eine Minute kräftig schütteln. Eine Minute kann lang sein, denke ich. Die Plastikflasche kommt später in den Müll.

Für meinen Teig brauche ich eine Schüssel und meinen Mixer mit Rührstäben. Ein Schneebesen geht natürlich auch. Alle Zutaten werden gründlich verquirlt. Schüssel und Mixstäbe packe ich in die Spülmaschine, das macht genauso wenig Arbeit wie Müll raustragen.

Zeit

Der fertige Teig muss in der Flasche eine Minute geschüttelt werden. Dann soll er zwei bis drei Minuten ruhen. Das klingt einfach.

Mein Pfannkuchenteig braucht einige Handgriffe mehr: Mehl abwiegen, Milch abmessen und alles in der Schüssel verquirlen. Wenn ich Zeit habe, lasse ich den Teig 20-30 Minuten ruhen, damit die Zutaten sich gut verbinden. Man kann den Teig aber auch sofort verwenden.

Mein Fazit

Der Pfannkuchenteig aus der Flasche enthält Zutaten, die ich in der Küche nie verwenden würde. Wenn ich einkaufe, wähle ich sogar ein anderes Mehl und natürlich auch kein Eipulver. Außerdem ist das Fertigprodukt deutlich teurer - sogar verglichen mit Bio-Zutaten. Es kostet nach meiner groben Berechnung gut ein Drittel mehr.

Eine Flasche reicht für etwa vier bis sechs Pfannkuchen. Für meine Familie bräuchte ich daher mindestens zwei Flaschen, was dann zweimal schütteln und vor allem zweimal Müll bedeutet. Die Zubereitung des Teigs klingt einfach und dauert bei zwei Flaschen gut zwei Minuten. Das ist wenig. Mein eigener Pfannkuchenteig dauert etwas länger, aber nicht viel. Ich brauche auch für eine größere Teigmenge, die dann alle satt macht, nur eine Schüssel und einmal Rührstäbe. Die kommen in die Spülmaschine und dann wieder in den Schrank. Ich erkenne auch nach näherer Betrachtung keine Vorteile beim Fertigprodukt und bleibe in Zukunft dabei, meinen Pfannkuchenteig selber zu rühren.

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