Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Pollenallergie: Rasen – ja oder nein?

Häufiges Mähen mindert die Pollenlast durch Rasengräser. Alternativ bieten sich robuste Bodendecker als Rasenersatz an.

Kleines Immergrün
emer / Fotolia.com

Für viele Menschen ist ein Garten das Paradies auf Erden – für Pollenallergiker hingegen kann die blühende Oase zur grünen Hölle werden. Vielen Pollen kann man nur bedingt ausweichen, da beispielsweise Bäume und Sträucher ihre allergene Fracht oft kilometerweit transportieren. Insbesondere beim klassischen „Heuschnupfen“, also einer Allergie gegen Gräserpollen, können Betroffene jedoch einiges tun, um die Pollenbelastung auf dem eigenen Grundstück zumindest niedrig zu halten und somit vielleicht doch noch in den Genuss entspannter Stunden im Garten zu kommen.

Häufiges Mähen mindert die Pollenlast im Garten

Für Pflanzenfans mit Gräserallergie sind die Monate Mai, Juni und Juli meist besonders belastend, denn nun blühen viele Allergien auslösende Arten wie Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) und Wiesen-Knäuelgras (Dactylis glomerata) nahezu ununterbrochen – wenn man sie lässt. Denn wer auf Rasen im Garten trotz Heuschnupfen nicht verzichten möchte, hat gegen Niesattacken und tränende Augen ein wirksames Mittel zur Hand: den Rasenmäher. Je häufiger Sie nämlich mähen – zwei bis drei Durchgänge die Woche sollten es in der Hauptwachstumszeit schon sein – desto zuverlässiger hindern Sie die Rasengräser daran, überhaupt zur Blüte zu kommen. Keine Blüten – kein Pollen – kein Heuschnupfen. Ein weiterer Vorteil: Häufiges Mähen bedeutet, dass nur die Rasenspitzen gekappt werden und entsprechend feines Schnittgut anfällt. Dadurch können Sie sich das Auffangen oder Zusammenrechen sparen, denn das feine Häckselgut wird rasch zersetzt und dient dem Rasen als Dünger. Tipp: Häufiges Schneiden tut dem Rasen gut, dieses Argument animiert vielleicht auch die Nachbarn zu häufigerem Mähen. Und wenn Sie ein gutes Verhältnis haben, können Sie sich beim Rasenmähen auch zeitlich abstimmen, damit Ihnen die Pollenbelastung aus den angrenzenden Gärten keinen Strich durch die Rechnung macht.

Rasenalternativen können sehr attraktiv sein

Wer keine Lust auf oder keine Zeit für häufiges Rasenmähen hat, sollte sich überlegen, ganz auf das klassische Grün zu verzichten. Dafür spricht auch, dass beim Mähen abgelagerte Pollen aufgewirbelt werden können, weshalb im Zweifelsfall eine andere Person den Mäher schieben muss. Dieser Punkt erledigt sich von alleine, wenn anstelle eines Rasens beispielsweise großzügige Staudenbeete (natürlich mit entsprechend nicht-allergenen Arten) und Kieswege treten. Auch Bodendecker wie das Kleine Immergrün (Vinca minor, Foto) können eine ebenso attraktive wie pflegeleichte Alternative sein. Einige Arten sind sogar verhältnismäßig trittfest und duften zudem sehr angenehm, zum Beispiel Römische Kamille (Chamaemelum nobile 'Treneague') und zahlreiche Thymianarten (Thymus ssp.). Begeisterten Fußballspielern halten sie zwar nicht stand, aber gelegentliches Betreten vertragen sie in der Regel sehr gut.

Autorin: Mascha Schacht, Frankfurt am Main |

als hilfreich bewerten 0 Versenden VG Wort
Gärten für Allergiker - Freude am Gärtnern trotz Pollenallergie

Medienshop-Tipp

Heft Gärten für Allergiker - Freude am Gärtnern trotz Pollenallergie

Allerlei Tricks helfen dabei, das Allergiepotenzial eines Gartens zu reduzieren und eine Reihe simpler Verhaltenstipps ermöglicht Pollenallergikern einen deutlich entspannteren Aufenthalt in der Natur. mehr...

Urbaner Gemüsegarten in Berlin Tempelhof
Maschkowski, BLE

Urban Gardening

Essbares gärtnern inmitten der Stadt

Viele Stadtbewohner wünschen sich mehr Gemeinschaft, sinnvolle Freizeitaktivitäten und Naturerlebnisse. Warum also nicht die Natur in die Stadt holen und Obst und Gemüse gemeinsam anbauen? 

mehr...
Grüner Rasen Nahaufnahme
iStock.com / Michael Krinke

Rasen-Renovierung

Alles neu macht der Mai

Auf so manchem Rasen kann es nach einem langen Winter schon mal ganz schön übel aussehen. Da hilft nur noch eine Rasen-Renovierung. Der Mai und der September sind dafür die besten Monate.

mehr...