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Saisonal und regional: Die Steckrübe

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Wie ihr wisst, kaufe und koche ich gerne regional und damit auch saisonal. Im Sommer hat das prima geklappt, jetzt im November muss man bei Obst und Gemüse schon etwas mehr suchen. Oder besser

Wie ihr wisst, kaufe und koche ich gerne regional und damit auch saisonal. Im Sommer hat das prima geklappt, jetzt im November muss man bei Obst und Gemüse schon etwas mehr suchen. Oder besser gesagt, die Lebensmittel, die man aus der Region kaufen kann, sind weniger alltäglich und ich habe sie teilweise noch nie zubereitet.

Im November werden zum Beispiel noch Rüben geerntet. Weiß-lilafarbene Herbstrübchen, die den weißen Mairübchen ähneln, Rote Bete, für die ich schon letzten Winter ein einfaches aber sehr leckeres Rezept entdeckt habe, aber auch Steckrüben. Ich muss gestehen, bis ich vor ein paar Tagen welche gekauft habe, wusste ich nicht einmal, wie sie aussehen. Ich dachte an lange Stangen, die im Boden stecken - da habe ich die Steckrübe wohl mit der Schwarzwurzel verwechselt. Steckrüben ähneln in der Form der Roten Bete, aber eben in hell. Es gibt weiße und gelbe Sorten, wobei die gelben schmackhafter sein sollen. Steckrüben können richtig groß werden. Das Exemplar, das ich gekauft habe, wog etwa 600 Gramm.

Steckrübeneintopf
Julia Icking, Bonn

Ein echtes Winteressen

Heute kommt die Steckrübe in den Topf. Weil ich in den letzten Tagen viel gefroren habe, freue ich mich schon auf einen wärmenden Eintopf aus Steckrüben und Kartoffel mit Thymian und Lorbeer.

Zutaten

  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 500 g Steckrüben
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 400 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zweig Thymian
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen und mundgerecht würfeln, die Steckrübe großzügig schälen, da die Schale holzig und bitter schmecken kann. Die Steckrüben ebenfalls würfeln.

Butter in einem großen Topf schmelzen lassen, das Mehl hinzufügen und bei kleiner Hitze einige Zeit braten. Mit kaltem Wasser und Sahne auffüllen und kräftig rühren. Das Lorbeerblatt hinzufügen und mit Gemüsebrühe würzen. Die Gemüsewürfel hinzufügen und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten garen.

Die Thymianblättchen vom Zweig befreien und fein hacken. Alternativ bis zu einen Teelöffel getrockneten Thymian oder Kräuter der Provence verwenden. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Thymian bestreut servieren.

So schmeckt mein Steckrübeneintopf

Der Eintopf ist lecker geworden. Durch das Kochen im sahnigen Sud bekommen die Gemüsestücke schon einen rahmigen Geschmack. Die Steckrübe erinnert ein bisschen an Kohlrabi.

Jetzt ist mir warm und ich bin satt. Ich finde, es ist höchste Zeit die Steckrübe von ihrem schlechtem Image als Notfallessen im Winter zu befreien, denn die Knollen haben viele Vorteile: Sie sind lange lagerfähig, im kühlen Keller sollen sie mehrere Monate überdauern, sie liefern wenig Kalorien, aber wertvolle Nährstoffe und vor allem sind sie vielseitig einsetzbar und lecker.

Als nächstes koche ich Steckrübenmus! Oder vielleicht doch lieber Steckrübencurry? Oder Steckrübengratin?

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