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Skyr – zwischen Joghurt und Quark

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Mein alltäglicher Einkauf geht schnell: Obst, Gemüse, Brot - dann zum Kühlregal: Milch, Joghurt und Käse kaufen. Aber wenn ich Zeit habe, gucke ich mir in Ruhe die riesige Auswahl an Produkten

Mein alltäglicher Einkauf geht schnell: Obst, Gemüse, Brot - dann zum Kühlregal: Milch, Joghurt und Käse kaufen. Aber wenn ich Zeit habe, gucke ich mir in Ruhe die riesige Auswahl an Produkten an und suche Neues. So fiel mein Blick neulich auf eine kleine Flasche, die aussah wie ein Trinkjoghurt. Darauf stand „Skyr – nach isländischer Tradition“. Aus verschiedenen Gründen kaufe und trinke ich nur selten Trinkjoghurt, denn mich stört der Verpackungsmüll, der viele Zucker und der oft geringe Fruchtgehalt. Aber in dem Moment passte der Snack perfekt: Das Nachmittagstief ließ grüßen und bis zum Abendessen gab es noch einiges zu erledigen.

Skyr-Schriftzug auf Holzbrett
Julia Icking, Bonn

Schnell durch die Kasse, aufschrauben und – mhmm, lecker. Leicht säuerlich, fruchtig und cremig. Der Blick auf die Zutatenliste verrät mir, dass tatsächlich weniger Zucker enthalten ist, als ich es von Joghurtdrinks kenne. Warum das Produkt so cremig ist, finde ich nicht heraus, denn der Fettgehalt ist gering.

Woher kommt Skyr

Jetzt bin ich neugierig und mache mich auf die Suche nach Infos über Skyr. Die Rezeptur des Milchprodukts kommt aus Island. Hier ist es ein traditionelles Produkt. In Deutschland erobert es seit 2015 die Kühlregale, so erfolgreich, dass eine isländische Firma in den Verkauf einsteigen will. Der meiste Skyr in deutschen Kühlregalen wird aber hier vor Ort produziert. Eine große dänische Firma stellt ihn in ihrem Werk in Mecklenburg-Vorpommern her.

Was ist Skyr?

Skyr wird häufig als Mischung aus Joghurt und Magerquark beschrieben. Da ist sowohl im Geschmack, als auch in der Herstellungsweise etwas dran. Denn wie Joghurt enthält er Bakterienkulturen, wie Quark wird er dickgelegt. Bei Skyr geschieht das mit Lab. Es handelt sich also um eine Art Frischkäse.

Skyr als Naturprodukt ohne Frucht- und Zuckerzusatz liegt auch bei den Nährwerten irgendwo zwischen Magerjoghurt und Magerquark. Die Stiftung Warentest hat die Nährwerte verglichen. Nur beim Kalzium hat Skyr die Nase vorn.

Fazit

Skyr ist ein leckeres Milchprodukt, das Abwechslung auf den Tisch bringen kann. Im Sinne der Nachhaltigkeit würde ich es gerne im großen Gebinde und in Bioqualität kaufen. Große Becher (450 g) gibt es, aber in Bioqualität finde ich es nur online. Mit seinem hohen Eiweißgehalt sättigt das Produkt gut. Allerdings brauche ich kein zusätzliches tierisches Eiweiß, denn durch Joghurt, Milch und Käse bin ich gut versorgt. Ich bleibe im Alltag also erstmal bei meinem gewohnten Naturjoghurt. Magerquark schmeckt mir am besten in Käsekuchen, aber den esse ich natürlich nicht jeden Tag.

Welches Milchprodukt mögt ihr am liebsten? Habt ihr Skyr schon probiert? Ich freue mich auf eure Meinung und wenn ihr mögt ein Rezept in den Kommentaren.

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