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Tomate

Die Tomate zählt heute zu den wichtigsten Nutzpflanzen mit weltweiter Bedeutung. Über die Jahrhunderte sind durch intensive Züchtung unzählige Tomatensorten entwickelt worden.

kleine rote Cherrytomaten
iStock.com / Tokarsky

Geschichte

Die zu den Nachtschattengewächsen gehörende Tomate stammt ursprünglich aus Südamerika und kam mit den Spaniern nach Europa. Anfangs wurde die Pflanze nur zu Zierzwecken gehalten, denn man glaubte, dass sie giftig sei und der Genuss der Früchte Liebeswahn erwecken könnte.

Besonderheiten

Die verschiedenen Tomatensorten unterscheiden sich nicht nur in Farbe (z. B. rot, schwarz, gelb, grün), Form (z. B. rund, oval, länglich, mit Furchen), Größe (von kirschgroß bis zu 500 g schwer) und Geschmack, sondern auch in ihrer Resistenz gegenüber Krankheiten.

Standortbedingungen

Tomaten bevorzugen einen sonnigen, windgeschützten Platz, etwa vor Südmauern oder an der Sonnenseite von Hecken und Zäunen. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, empfiehlt es sich, das Laub vor Nässe zu schützen, beispielsweise mithilfe eines Vordaches oder einer selbst gebauten Überdachung. Als Starkzehrer brauchen Tomaten einen durchlässigen, nährstoffreichen und humosen Boden.

Fruchtfolge und Mischkultur

Die Tomate gilt als selbstverträglich. Es bietet sich dennoch an, hin und wieder das Beet zu wechseln – vor allem nach Krankheiten. Für die Mischkultur mit Tomaten eignen sich zum Beispiel Basilikum, Dill, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Paprika oder Petersilie. Ungeeignet sind hingegen Fenchel, Gurken oder Kartoffeln.

Aussaat / Pflanzung

Pflanzung

Ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen)

Abstand 

60 cm x 60 cm

Pflanztiefe 

So tief pflanzen, dass ein Teil des Stängels unter der Bodenoberfläche verschwindet (daran bilden sich weitere Wurzeln)

Anzucht 

Aussaat: Ende Februar/Anfang März (hell, 18-22 °C) in Saatschalen; nach ca. 3 Wochen in 10-cm-Töpfe pikieren.

Düngung

Tomaten sind Starkzehrer. Daher sollte der Boden schon einige Wochen vor der Pflanzung reichlich mit gut verrottetem Kompost versorgt werden. Zur Pflanzung empfiehlt es sich, noch einmal etwas reifen Kompost, Hornmehl oder Guano in das Pflanzloch zu geben. Wenn nötig, sollte zur Fruchtbildung zusätzlich mit Pflanzenjauchen oder Mineraldüngern gedüngt werden.

Pflege

Stabtomaten werden nach der Pflanzung an Pfählen, Metallspiralen oder Kordel aufgeleitet, das heißt angebunden. Wenn die Pflanze im Freiland 4-6 oder im Gewächshaus 6-8 Fruchtstände (Blütentrauben) entwickelt hat, kann der Haupttrieb entspitzt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist sie etwa 1-1,5 m hoch. Da eintriebige Pflanzen in der Regel größere Früchte bilden und früher beerntet werden können, werden alle Seitentriebe ausgegeizt, das heißt ausgebrochen. Zur Verbesserung der Ventilation im Bestand können die untersten Blätter nach und nach entfernt werden.

Um ein Platzen der Früchte zu vermeiden, müssen die Pflanzen gleichmäßig feucht gehalten werden. Dabei stets von unten bewässern, ohne das Laub zu benetzen. Eine Mulchschicht aus Stroh, angerottetem Kompost oder schwarzer Folie hilft, das Austrocknen des Bodens zu vermeiden. Durch Schütteln der Pflanze kann - vor allem in Gewächshäusern - die Bestäubung der Blüten unterstützt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Blattläuse, Nematoden, Spinnmilben, Weiße Fliege, Tomatenwelke, Blattfleckenkrankheit (Alternaria solani), Blütenendfäule, Echter Mehltau, Fruchtlederfäule, Fusarium-Welke, Grauschimmel, Kraut- oder Braunfäule (Phytophthora infestans), Samtfleckenkrankheit, Schwarzfäule, Sclerotiniafäule, Septoria-Blattfleckenkrankheit.

Ernte und Lagerung

Die Ernte sollte kontinuierlich erfolgen. Vor den ersten Frösten können die noch grünen Früchte gepflückt werden und an einem warmen Ort nachreifen.

 

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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