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Ungarn setzt auf Premiumprodukte

Zwar exportiert Ungarn noch immer überwiegend Rohware wie Getreide, Sonnenblumen und Mais, doch seit Jahren fokussiert sich der Staat auf die Erzeugung von Premiumprodukten.

(aid) – Zwar exportiert Ungarn noch immer überwiegend Rohware wie Getreide, Sonnenblumen und Mais, doch seit Jahren fokussiert sich der Staat über das Agrar Marketing Center (AMC) auf die Erzeugung von Premiumprodukten unter dem Motto: „Einen Forint mehr für gute Qualität“. Haupthandelspartner ist Deutschland, das rund ein Fünftel der Agrarexporte im Volumen von acht Milliarden Euro aufnimmt. So ist Ungarn ein regelmäßiger Gast auf der Internationalen Grünen Woche und wird den rund 400.000 erwarteten Besuchern auch 2017 wieder Bewährtes und Neues unter dem Berliner Funkturm präsentieren. Zum zweiten Mal hat Ungarn die Partnerschaft für die Internationale Grüne Woche übernommen.

Während die Agrarpreise seit Jahren im Dauertief sind, haben sich die Preise für Premiumprodukte stabil gezeigt, begründet Ungarns Landwirtschaftsminister Fazekas den Fokus auf die Premiumprodukte. Das Land hat bei vielen Produkten ein hohes Alleinstellungsmerkmal und kann im Konzert des Welthandels mitspielen. Neben Deutschland und der EU sind Chinesen und Japaner Abnehmer hochqualitativer Salami und Weine. Auch bei künftigen Abkommen, wie dem TTIP zwischen der USA und der EU, will Ungarn mit Qualitätsprodukten seinen Mehrwert generieren.

Die Ungarn besinnen sich auf ihre handwerklichen Fähigkeiten, fokussieren sich auf eigene kleine Erzeuger und wollen die Verarbeitungsschritte zunehmend im Land behalten, sagte Fazekas zu Agrarjournalisten im Vorfeld der Grünen Woche. Die im Land festgeschriebene Freiheit von gentechnisch veränderten Produkten und hohe Lebensmittelstandards sind dabei das Fundament für handwerkliche Verarbeitung in der Fleischindustrie, der Wiederkehr der einst weltweit berühmten Weißweine aus der Region Tokai oder auch für die Produktion von Bio-Milchpulver für den chinesischen Markt.

Roland Krieg, www.aid.de

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