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Viel oder wenig?

Wer den Fettgehalt verschiedener Käsesorten vergleichen will, hat es nicht immer leicht.

Schön angerichteter Camembert
pixabay

(BZfE) – Wer den Fettgehalt verschiedener Käsesorten vergleichen will, hat es nicht leicht: Während einige Produkte mit „nur X Prozent absolut“ werben, sind andere Sorten beispielsweise lediglich mit „Doppelrahmstufe“ oder „60 Prozent Fett i. Tr.“ gekennzeichnet. Letzteres steht für den Fettgehalt in der Trockenmasse. Diese Angabe ist genauer als der Hinweis auf den absoluten Fettgehalt, da Käse im Verlauf der Lagerung an Wasser und damit an Gesamtgewicht verliert. Die Trockenmasse bleibt hingegen konstant.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher, die eher auf den Gesamtfettgehalt achten wollen, ist die Angabe des Fettgehalts in der Trockenmasse nicht sonderlich aussagekräftig. Denn ein Hartkäse enthält wesentlich mehr Trockenmasse als ein Frischkäse. Grob geschätzt beträgt der absolute Fettgehalt im Allgemeinen etwa die Hälfte des Fettanteils in der Trockenmasse („Fett i. Tr.“). Etwas genauer ist die Berechnung nach den folgenden Formeln:

  • Frischkäse: „Fett i. Tr.“ multipliziert mit 0,3
  • Weichkäse: „Fett i. Tr.“ multipliziert mit 0,5
  • Schnittkäse: „Fett i. Tr.“ multipliziert mit 0,6
  • Hartkäse: „Fett i. Tr.“ multipliziert mit 0,7

Ein Gouda mit 45 Prozent Fett i. Tr. beispielsweise enthält 45 x 0,7, also etwa 32 Prozent Fett absolut. Bei einem Camembert mit 60 Prozent Fett i. Tr. Sind es insgesamt etwa 30 Prozent Fett.

Harald Seitz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/inhalt/kaese-31679.html

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