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Vogelfutterspender aus Milchkarton

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Adventliches Upcycling für Eilige: Ein Vogelfutterspender aus leeren Milchkartons ist schnell gemacht. Auch kleine Kinder können prima mithelfen.

Weihnachten steht kurz bevor und ich lese gefühlt zehn Mal pro Woche aus meinem Lieblingsweihnachtsbuch vor: „Wo der Weihnachtsmann wohnt“ von dem finnischen Illustrator Mauri Kunnas.

Ich liebe dieses Buch heiß und innig und zum Glück ist es mir gelungen, unsere Kinder mit meiner Begeisterung anzustecken. Bei den Weihnachtsvorbereitungen der Wichtel – denn die feiern selbstverständlich auch – werden unter anderem auch die Vögel bedacht. Für sie stellen die Wichtel Stecken mit Korngarben auf.

Garbe, solche alten Begriffe lösen in mir immer ein Gefühl der Heimeligkeit auf (klingt kitschig, is' aber so), und es macht Spaß, sie den Kindern zu erklären. Die wollten die Vögel daraufhin am liebsten auch sofort mit einer Garbe beschenken, sahen aber zum Glück ein, dass ganze Korngarben nicht so leicht aufzutreiben sind wie eine Packung Haferflocken.

Vogelfutterspender aus Milchkarton am Zweig eines Pflaumenbaums
Löwenzähnchen

Mit dem Gedanken an die Haferflocken haben wir uns aber zu einer spontanen Bastelaktion entschlossen. (Spontanität ist beim Basteln immer gut, da fehlt mir die Zeit, um Angst vor der eigenen Courage zu kriegen.) Ein Vogelfutterspender aus einer leeren Milchpackung sollte es werden – und wurde es dann auch tatsächlich.

Was ihr braucht:

  • Schere
  • leere Milchpackung
  • ein stabiles Stöckchen oder ein Essstäbchen
  • Vogelfutter

Schneidet mit der Schere jeweils ein Fenster in zwei gegenüberliegenden Seiten der sorgfältig gespülten und vor allem komplett getrockneten Milchpackung. Ich habe die Fenster etwa zwei Zentimeter über dem Packungsboden angesetzt. Bohrt dann mit der Scherenspitze unterhalb der Fenster jeweils ein Loch in die Packungswand. Hierdurch wird
ein Stöckchen geschoben, das stabil genug ist, um den Vögeln als Sitzstange zu dienen – ein Essstäbchen eignet sich ebenfalls.

Je nach Zeit und Laune können die Kinder die Milchpackung noch mit Acrylfarbe oder Aufklebern verzieren. Zum Aufhängen habe ich Bindfaden unter der oberen Klebefalz der Milchtüte hindurchgefädelt (man kann natürlich auch ein Loch für den Bindfaden bohren).

Zum Befüllen eignet sich fertiges Vogelfutter, das es jetzt in jedem Supermarkt gibt. Ich habe die Gelegenheit aber auch genutzt, um den von irgendeiner Kochaktion übriggebliebenen alten Sesam halbwegs sinnvoll zu verwerten sowie unser selbstgewonnenes und noch in rauen Mengen vorhandenes Rucola-Saatgut.

Die Kinder fanden die Aktion großartig: Nachdem wir zwei Milchtüten im Pflaumenbaum aufgehängt und befüllt hatten, drückten sie sich immer wieder am Fenster die Nasen platt, bis sich endlich die erste Meise erbarmte und auf dem Karussell Platz nahm. (Wir haben die Milchtüte nachträglich noch mal an zwei Seiten verzurrt, damit sie etwas weniger ins Trudeln kommt.) Schon am zweiten Tag hatte sich die neue Futterstelle offenbar herumgesprochen: Wann immer wir aus dem Fenster schauten, waren Meisen und Spatzen zugange und sausten anschließend mit frischer Energie durch den Garten.

Alles neu in 2020

Apropos die Flatter machen ;-), das ist mein Stichwort, um mich zum bevorstehenden Jahreswechsel von euch zu verabschieden – mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Weinend, weil es mir großen Spaß gemacht hat, hier für euch zu bloggen und mit meinen einfach riesig netten Blogger-Kolleginnen sowie dem nicht minder herzlichen Redaktionsteam zusammenzuarbeiten *schnief*.

Lachend, weil ich meine Stundenzahl aus dem vielleicht schönsten aller Gründe reduziere, nämlich um mehr Zeit für unsere Kinder zu haben – und ganz nebenbei auch für den Garten ;-).

In diesem Sinne wünsche ich euch ein richtig schönes Weihnachtsfest und ein tolles Jahr 2020 mit vielen genussreichen Ideen!

Alles Liebe

Euer Löwenzähnchen

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