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Von Rettich bis Radi

In Deutschland ist der weiße Sommerrettich verbreitet und wird in erster Linie in Bayern und Baden-Württemberg angebaut.

Mehrere Rettichwurzeln
pixabay

(BZfE) – Zur Brotzeit und einem kühlen Bier kommt in Bayern der „Radi“ auf den Tisch. Mit einem speziellen Messer wird er in kunstvolle Spiralen geschnitten. Der weiße Sommerrettich ist bekannt für seine angenehme Schärfe. Für den Salat lässt er sich raspeln, hobeln oder in feine Scheiben schneiden und mit einer Vinaigrette anrichten. Auch für Gegrilltes ist das Wurzelgemüse ein idealer Begleiter. Ein Tipp: Der Rettich wird zarter und besser bekömmlich, wenn man ihn vor dem Verzehr gut salzt, etwas ziehen lässt und anschließend gut abtupft. Zu gebratenem Fleisch und Fisch schmeckt kurz angedünsteter Rettich. Einfach die Wurzel putzen, in dünne Stifte schneiden und wenige Minuten in etwas Salzwasser mit Butter garen. Allerdings geht beim Garen Einiges der typischen Schärfe verloren.

Der Rettich gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Seine Heimat liegt in Vorderasien, aber er wird schon lange in Europa angepflanzt. In Deutschland ist der weiße Sommerrettich verbreitet und wird in erster Linie in Bayern und Baden-Württemberg angebaut. Daneben ist unter anderem der runde, weiße Mairettich und der schwarze Winterrettich auf dem Markt. In asiatischen Ländern zählt der Rettich zu den wichtigsten Gemüsesorten. So erreichen Japan und Korea im Verbrauch Spitzenwerte von 14 beziehungsweise 30 kg pro Kopf im Jahr. Im Vergleich dazu kommen die Deutschen nur auf magere 250 g.

Das Wurzelgemüse enthält aufgrund des hohen Wassergehalts nur wenige Kalorien. Nennenswerte Inhaltsstoffe sind unter anderem Vitamin C, Kalium, Magnesium, Kalzium und Senfölglykoside, die für den scharfen Geschmack verantwortlich sind. Auch als Heilpflanze ist der Rettich bekannt. Der Verzehr soll den Stoffwechsel und die Verdauung anregen. Ein gesüßter Rettichsaft hat eine schleimlösende Wirkung und lindert Husten und Heiserkeit.

Achten Sie beim Einkauf auf Frische und Qualität. Kleinere Rettiche mit einem Durchmesser von höchstens sieben Zentimetern sind die beste Wahl. Das Laub sollte kräftig-grün und die Wurzel fest sein. Weißer Sommerrettich hält sich einige Tage im Kühlschrank. Wenn das Laub entfernt und die Wurzel in ein feuchtes Tuch eingewickelt wird, bleibt sie schön knackig. Vor dem Verzehr wird er lediglich gut geputzt und gewaschen. Schälen ist nicht notwendig.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Broschüre „Gemüse“
Bestell-Nr. 1024, Preis: 4,00 Euro

www.ble-medienservice.de

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