Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Was Verbraucher wissen wollen

Sie haben noch Fragen zu einem Thema? Vielleicht finden Sie hier eine passende Antwort aus dem Forenarchiv von unserem Experteam. Schauen Sie einfach mal rein, was Verbraucher wissen wollten.

Junge Laute auf Sofa mit Schildern in der Hand
Rawpixel.com / adobe.stock.com

als hilfreich bewerten 0 Versenden

Was Verbraucher zu Essen und Psyche wissen wollen

Frau hält Gabel mit Tomate und schaut angewidert auf Salat
STUDIO GRAND OUEST / Fotolia.com

In den letzten Jahren habe ich nur noch Lebensmittel gegessen, auf die ich Lust hatte und habe stark abgenommen (17 Jahre, 160 cm groß, knapp 43 kg). Ich würde gerne zunehmen, aber ich "ekel" mich vor Gerichten. Habe ich eine Essstörung?

Frage von zczc17 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Mit Ihrem Gewicht liegen Sie deutlich im Bereich des Untergewichts. Das kann zu gesundheitlichen Problemen führen, unter anderem auch zu einer ausbleibenden Periode, Haarausfall, Leistungsabfall, Müdigkeit und anderen Symptomen. Dies hängt damit zusammen, dass der Körper nicht die entsprechenden Nährstoffe und die nötige Menge an Energie bekommt. Ihre Ernährung scheint keinesfalls bedarfsdeckend zu sein. Vermutlich sollten Sie erst wieder lernen, sich vernünftig zu ernähren. Generell sind drei Hauptmahlzeiten – Frühstück, Mittagessen, Abendessen - sowie zwei Zwischenmahlzeiten (eine vormittags, eine nachmittags) optimal. Orientieren können Sie sich an der Ernährungspyramide. Sie enthält alles, was Sie jeden Tag zu sich nehmen sollten. Wenn Sie diese Lebensmittel auf fünf Mahlzeiten am Tag verteilen, ist Ihr Speiseplan perfekt.

Wenn Sie sich ständig gedanklich mit dem Thema Essen beschäftigen, ist dies ein deutlicher Hinweis auf eine sich entwickelnde oder schon vorhandene Essstörung. Sie sollten nicht versuchen, die Krankheit allein zu besiegen, sondern dies parallel zu einer psychologischen Unterstützung tun. Es alleine versuchen und es nicht zu schaffen, könnte den Frust erhöhen und Sie in Zukunft noch zusätzlich belasten. Bei einem derart niedrigen Gewicht benötigen Sie dringend Unterstützung. Ihre Familie oder Ihre Freunde helfen Ihnen sicher. Zudem sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln bietet in ihrem Internetportal umfangreiche Informationen zu Essstörungen an. Hier gibt es auch die Möglichkeit einer persönlichen oder telefonischen Beratung sowie Adressen von Therapeuten und Kliniken sowie für Selbsthilfegruppen.

Informationen zur Ernährungspyramide

Internetseite der BZgA zum Thema Essstörungen

Wenn man jeden Tag zwischen 5-10 km Rad fährt und ansonsten keinen Sport betreibt, baut man dann (Bein-)Muskulatur auf? Macht sich der Muskelaufbau in einer Gewichtszunahme bemerkbar, obwohl man wenig isst (ca. 1400-1600 kcal am Tag)?

Frage von incognito (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Prinzipiell kann jede regelmäßige Bewegung zum Aufbau von Muskeln führen. Da die Belastung durch das Fahrradfahren nicht sehr hoch ist, ist der Muskelaufbau sehr wahrscheinlich nur in eingeschränktem Maße möglich. Er würde sich in einer Gewichtszunahme auf der Waage bemerkbar machen. Auch bei einer relativ geringen Kalorienaufnahme kann man an Gewicht zulegen. Entscheidend ist, wie viel Kalorien Sie verbrauchen und wie Ihr Stoffwechsel arbeitet. Wenn Sie den Körper zum Beispiel nicht ausreichend mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen, arbeitet der Stoffwechsel auf Sparflamme. Auch wenn Sie sich neben dem Fahrrad fahren nur sehr wenig bewegen, kann dies zu einem niedrigen Energieverbrauch führen. Manchmal führt auch eine Stoffwechselerkrankung (z. B. eine Schilddrüsenunterfunktion) zu einer Gewichtszunahme, obwohl nur sehr wenig gegessen wird.

Wenn Sie Ihrer Gewichtszunahme genau auf den Grund gehen möchten, können Sie auch eine anerkannte und produktunabhängige Ernährungsberatungsfachkraft zu Rate ziehen. Zusammen mit dieser können Sie die Ursachen erforschen und eine Strategie zur Vermeidung einer weiteren Gewichtszunahme entwickeln. Die meisten Krankenkassen bezuschussen eine solche Beratung. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort.

Ich habe viel abgenommen und wiege ca. 43 kg bei 1,70 m Größe. Dabei habe ich kaum Hunger oder Appetit, es wird jeden Tag weniger. Ich esse nur noch aus Vernunft, aber recht wenig. Was kann ich tun, um wieder mit Genuss normale Mengen essen zu können?

Frage von Rosie (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Es ist gut, dass Sie sich Rat bezüglich Ihres Essverhaltens einholen und es ist wichtig, dass Sie versuchen, auf gesundem Weg wieder Gewicht zuzunehmen, denn Ihr Gewicht ist im Verhältnis zu Ihrer Größe sehr gering. Obwohl Ihr starkes Untergewicht auch auf eine hohe psychische Belastung zurückzuführen sein kann, sollten Sie zunächst körperliche Ursachen (z. B. eine Schilddrüsenüberfunktion) von einem Arzt ausschließen lassen.

Wenn organische Erkrankungen ausgeschlossen sind, empfehle ich Ihnen eine energiereiche Ernährung. Damit Sie gesund zunehmen können, ist es wichtig, dass Sie sich wenigsten einmal am Tag Zeit nehmen, um ungestört essen können. Sie sollten möglichst häufig etwas essen, mindestens 5-6 mal am Tag, also neben den 3 Hauptmahlzeiten, die Sie ja schon einnehmen, auch noch 2 bis 3 Zwischenmahlzeiten. Bestreichen Sie Brote immer mit Butter oder Margarine und belegen Sie diese auch doppelt, z. B. mit Käse und Wurst. Wählen Sie bei Milchprodukten die fettreicheren Varianten, also Vollmilch, Sahnejoghurt und Käse mit hohem Fettgehalt. Reichern Sie Süßspeisen, Soßen und Suppen mit Sahne bzw. hochwertigem Pflanzenöl an. Naschen Sie möglichst häufig zwischendurch, z. B. Nüsse, Studentenfutter oder Fruchtschnitten. Am besten haben Sie solche gesunden Snacks überall griffbereit, auch wenn Sie unterwegs sind. Ergänzen Sie belegte Brote oder Salate durch Avocados, Oliven und in Öl eingelegte getrocknete Tomaten.

Auch über Getränke können Sie dem Körper rasch Energie zuführen. Trinken Sie 2-3 Gläser Milch oder Kakao sowie ein paar Gläser Fruchtsaft am Tag und gelegentlich ein Glas Malzbier. Bei manchen Menschen hat auch Ingwerwasser vor dem Essen getrunken eine Appetit anregende Wirkung. Übergießen Sie hierfür ein paar Scheiben einer Ingwerknolle mit abgekochtem heißem Wasser. Auch abends vor dem Schlafengehen hilft noch eine kleine Mahlzeit, z. B. einen Sahnejoghurt, eine Quarkspeise oder trinken Sie eine Tasse Kakao oder heiße Milch mit Honig.

Beim Gewichtsaufbau kann Ihnen außerdem eine anerkannte und produktunabhängige Ernährungsberatungsfachkraft helfen, die mit Ihnen zusammen ggf. passende energiereiche Zusatznahrung aussucht. Die meisten Krankenkassen bezuschussen eine solche Ernährungsberatung. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort. Aufgrund Ihrer psychischen Belastung ist auch zu überlegen, ob eine persönliche Beratung durch einen Psychotherapeuten sinnvoll ist. Adressen finden Sie auf der Internetseite www.psychotherapiesuche.de.

Die Psyche spielt sicherlich eine wichtige Rolle beim Essen, gerade was den Appetit betriff. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, dass Sie sich nicht zu stark unter Druck setzen. Schaffen Sie sich regelmäßig etwas Luft und tun Sie etwas zur Entspannung: regelmäßige sportliche Betätigung, Spaziergänge an der frischen Luft, autogenes Training oder Yoga.

Wirkt sich Stress auf das Gewicht aus, auch wenn sich die Ernährung nicht geändert hat? Stichpunkt Stress Cortisol? Was kann man tun?

Frage von incognito (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Bei Stress schüttet der Körper vermehrt das Hormon Cortisol aus. Es fördert abbauende Stoffwechselprozesse und sorgt dafür, dass im Körper vermehrt Eiweiß zu Glukose umgebaut wird. Dadurch erhöht sich der Blutzuckerspiegel und es wird Insulin gebildet, was die Glukose in die Muskel- und Fettzellen transportiert. Bei chronischem Stress oder krankheitsbedingt erhöhtem Cortisolspiegel kann dies unter anderem zu mehr Bauchfett führen.

Gerade in sehr stressigen Phasen ist es wichtig, auf einen Ausgleich zu achten. Da hilft es, wenn Sie regelmäßig Pausen und Entspannungsphasen einplanen. Viel Bewegung an der frischen Luft sorgt ebenfalls für einen Ausgleich. Auch wenn es schwer fällt, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst achten. Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag. Auch wenn Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen, wirkt sich das positiv auf Ihre Lernleistung aus.

Wie Sie sich ausgewogen ernähren können, zeigt Ihnen die Ernährungspyramide.

Kann man auch alleine aus einer Essstörung wieder herausfinden? Oder muss man sich Hilfe suchen bei einer Ernährungsstelle?

Frage von BrigetK (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Eine Essstörung ist eine ernstzunehmende Erkrankung mit einem erheblichen körperlichen und psychischen Risiko und deshalb – wie andere Krankheiten auch – behandelt werden muss. Es ist für Betroffene kaum möglich, alleine wieder aus der Essstörung herauszufinden. In der Regel ist an erster Stelle psychotherapeutische Hilfe notwendig. Da bei vielen Menschen mit Essstörungen ein enormes Untergewicht besteht und das Essverhalten stark gestört ist, kann die zusätzliche Beratung durch eine fachlich qualifizierte Ernährungsfachkraft sinnvoll sein.

Wenn Sie an einer Essstörung erkrankt sind, gibt es verschiedene Anlaufstellen, die Sie bei der Suche nach geeigneten Hilfen unterstützen können. Sie können sich zunächst an eine Person Ihres Vertrauens, z. B. einen Arzt, wenden oder per Telefon, online oder auch persönlich an eine Beratungsstellen. Dort können Sie über Ihre persönliche Situation detaillierter sprechen und bekommen weitere Hilfestellungen.

Informationen zum Thema Essstörung und Adressen von Ansprechpartnern und Beratungsstellen finden Sie auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Durch Stress habe ich stark abgenommen, dann wieder zugenommen und wiege nun dauerhaft 51 kg bei 1,70 m. Seit der Zeit habe ich alle 1-2 Wochen Essanfälle. An diesen Tagen bin ich meist fit, sonst fühle ich mich oft schlapp. Was steckt dahinter?

Frage von Amelie (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Es gibt verschiedene Gründe für Essanfälle. Eine Ursache kann tatsächlich eine Unterversorgung mit Energie und möglicherweise auch Nährstoffen sein. Dafür spricht, dass Sie sich oft schlapp fühlen und nach den Essanfällen viel fitter sind. Dann wäre es ratsam, wenn Sie jeden Tag etwas mehr und öfter essen. Um einem Energie- und Nährstoffdefizit auf die Spur zu kommen, können Sie ein Ernährungsprotokoll führen. Dieses können Sie zum Beispiel von einer anerkannten und produktunabhängigen Ernährungsberatungsfachkraft auswerten lassen. Anhand dieser Auswertung kann Ihnen der Ernährungsberater sagen, welche Nährstoffe Ihnen möglicherweise fehlen und wovon Sie mehr essen sollten.

Ist Ihre Energie- und Nährstoffversorgung ausreichend, können auch psychische Gründe hinter den Essanfällen stecken. In diesem Fall können Sie sich zum Beispiel an eine Ernährungsberatungsfachkraft wenden, die auf Essstörungen spezialisiert ist. Die meisten Krankenkassen bezuschussen eine solche Ernährungsberatung. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort.

Rat und Hilfe bei Esstörungen finden Sie auf den Internetseiten der BZgA.

Was Verbraucher zu Übergewicht wissen wollen

Hände greifen nach Donut
iStock.com / Michał Ludwiczak

Durch meine Arbeit kann ich nicht regelmäßig essen und habe oft Heißhunger auf Süßes. Wie kann ich am besten abnehmen?

Frage von TS94 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Für eine langfristig erfolgreiche und gesunde Gewichtsreduktion ist eine Kombination aus Ernährungsumstellung und Sport sinnvoll. Ausschlaggebend für das Körpergewicht ist die über den ganzen Tag aufgenommene bzw. die verbrauchte Energie, also was und wie viel Sie essen.

Damit es nicht zu Heißhungeranfällen und ständigem Naschen kommt, versuchen Sie regelmäßig zu essen. Vier bis fünf Mahlzeiten können es am Tag sein. Essen Sie möglichst ausgewogene Mahlzeiten: Jede Mahlzeit sollte Protein (z. B. Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Fisch), wenig Fett (pflanzliches Öl) und eine Kohlenhydratquelle mit niedriger Blutzuckerwirksamkeit (z. B. Vollkornbrot, Naturreis, Vollkornnudeln), am besten in Kombination mit fett- oder proteinreichen Lebensmitteln, enthalten. So ist am besten gewährleistet, dass Sie sich lange angenehm satt fühlen. Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf viel Gemüse und Obst. Das können Sie sich auch sehr gut vorbereiten und mitnehmen. Empfohlen werden mindestens 400 g Gemüse und etwa 250 g Obst pro Tag. Das sind beim Gemüse zum Beispiel eine Tomate (etwa 80 g), eine Paprika (150 g) und ein bis zwei Möhren (rund 200 g). Beim Obst sind es z. B. ein Apfel und ein Schälchen Beerenobst.

Welche Lebensmittel täglich am besten auf Ihrem Speiseplan stehen, zeigt anschaulich die Ernährungspyramide. Vergleichen Sie Ihren täglichen Speiseplan mit den Empfehlungen, mit Sicherheit können Sie hier schon so etwas verändern. Hilfreich ist, den Konsum von fettreichen Lebensmitteln, Süßigkeiten und Knabbereien zu reduzieren. Zum Trinken eignen sich kalorienfreie Getränke wie Wasser, Mineralwasser und Kräuter- oder Früchtetees.

Bewegung und Sport sind beim Abnehmen und zum Halten des Gewichts sehr hilfreich. Beim Sport werden Kalorien verbraucht sowie Körperfett ab- und Muskeln aufgebaut. Muskelmasse verbraucht auch in Ruhephasen mehr Energie als das Fettgewebe, erhöht also den Gesamtenergieverbrauch. Außerdem regt Sport den Stoffwechsel an und verbessert das Körpergefühl. Versuchen Sie, Sport in Ihren Alltag einzubauen. Einfach mehr zu Fuß gehen, Treppen nehmen anstatt den Lift oder mal mit dem Fahrrad Wege zurücklegen – das hilft auch bei der Gewichtsabnahme.

Falls Ihnen diese Tipps beim Abnehmen nicht helfen, empfehle ich Ihnen, vor Ort eine Ernährungsberatungspraxis aufzusuchen. In einem persönlichen Gespräch ist es besser möglich, auf Ihre individuelle Situation einzugehen. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite "Ernährungsberatung vor Ort".

Beim Body Mass Index gibt es die Unterscheidung zwischen Männern und Frauen und nach dem Alter. Soll ich mich am Geschlecht oder Alter orientieren?

Frage von birgit-ute (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

Der Body Mass Index, kurz BMI, berechnet sich nach einer einfachen Formel aus Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Meter (BMI-Rechner). Der ermittelte Wert kann jedoch nur ein grober Orientierungswert sein. Für die tatsächliche Beurteilung des Gewichts spielen auch das Alter sowie das Geschlecht eine Rolle. Männer haben beispielsweise einen höheren Muskelanteil als Frauen.

Studien haben ergeben, dass die BMI-Werte, die mit der geringsten Sterberate einhergehen, mit zunehmendem Alter steigen. So sind Personen über 65 Jahre noch normalgewichtig, wenn ihr BMI zwischen 24 und 29 liegt – ein Bereich, den die WHO (World Health Organization) als Übergewicht einstuft. Auch für Kinder und Jugendliche gelten die BMI-Werte der Erwachsenen nicht.

Bei Übergewicht im Alter spielt auch der Gesundheitszustand eine Rolle. Bei einem BMI von 25–29,9 ist im höheren Alter nicht zwingend eine Gewichtsabnahme notwendig. Es besteht aber ein höheres Risiko, dass das Körpergewicht weiter steigt. Zudem ist das Risiko für Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Bluthochdruck bereits gering erhöht. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) rät daher, bei einem BMI zwischen 25 und 29,9 das Gewicht zu stabilisieren oder es geringfügig zu senken, um Begleiterkrankungen und Adipositas (Fettleibigkeit) zu verhindern.

Ich empfehle Ihnen allerdings nicht nur den BMI, sondern auch den Bauchumfang zu messen und durch einen Check beim Arzt Ihre Gesundheit überprüfen zu lassen. Denn der BMI berücksichtigt nicht die Verteilung des Körperfetts. Viele Experten sind inzwischen der Meinung, dass nicht der BMI, sondern der Bauchumfang das entscheidende Kriterium für die gesundheitliche Bewertung des Körpergewichts sein sollte.

Ich möchte ca. 10 Kilo verlieren, nehme aber durch Wassereinlagerung stetig zu, manchmal 2 kg an 2 Tagen. Die Ärzte können mir nicht weiterhelfen. Haben Sie eine Idee?

Frage von KarlsKarotte (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Zunächst einmal sollten Sie bei Ihrem Hausarzt überprüfen lassen, ob es möglicherweise eine organische Ursache dafür gibt, dass Sie nicht abnehmen. Dies könnte beispielsweise eine Unterfunktion der Schilddrüse sein. Auch Medikamente, welche Sie einnehmen, können Einfluss auf Ihr Gewicht haben.

Um langfristig gesund abzunehmen, empfiehlt sich eine Kombination aus Ernährungsumstellung und Bewegung. Eine langsame Gewichtsabnahme von 1-2 kg pro Monat ist dabei langfristig erfolgsversprechender als eine zu schnelle. Überprüfen Sie doch ganz einfach Ihre Ernährung anhand der Empfehlungen der Ernährungspyramide. Diese bietet eine gute Orientierung für einen Speiseplan, der Sie mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt und überflüssige – oft fett- und kalorienreiche Speisen – reduziert.

Neben der Ernährung sind auch Bewegung und Sport beim Abnehmen sehr wichtig. Dabei werden Kalorien verbraucht sowie Körperfett ab- und Muskeln aufgebaut. Außerdem regt Sport den Stoffwechsel an und verbessert das Körpergefühl. Am besten geeignet zum Abnehmen ist die Kombination von Muskelaufbautraining und Ausdauersport. Geeignete Ausdauersportarten sind z. B. Walking, Rad fahren oder Schwimmen.

Wassereinlagerungen im Körper können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Je nach Ursache sind verschiedene Ernährungsempfehlungen hilfreich. Deshalb wäre es zunächst wichtig zu wissen, woher die Wassereinlagerungen kommen, um eine entsprechende Empfehlung geben zu können. Ganz allgemein kann Wassereinlagerungen durch eine abwechslungsreiche Ernährung und ausreichendes Trinken vorgebeugt werden. Letzteres aber auch nur, wenn die Nierenfunktion in Ordnung ist. Grundsätzlich ist es hilfreich, viel Gemüse und Obst zu essen, denn sie enthalten viel Kalium, was die Entwässerung fördert. Gute Quellen für Kalium sind vor allem Spinat, Feldsalat, Petersilie, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, Birnen, Melone, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreideprodukte und Nüsse. Kaliumreich sind auch Fruchtsäfte (vor allem Apfel- und Birnensaft), Gemüsesäfte und kaliumreiches Mineralwasser (s. Etikett).

Gegen Wassereinlagerungen hilft außerdem alles, was die Durchblutung fördert, also Bewegung (Spazieren gehen, Treppensteigen), Sport (Gymnastik), Massagen und Wechselduschen und natürlich auch Saunagänge.

Falls Ihnen diese Tipps beim Abnehmen nicht helfen, empfehle ich Ihnen, vor Ort eine Ernährungsberatungspraxis aufzusuchen. In einem persönlichen Gespräch ist es besser möglich, auf Ihre individuelle Situation einzugehen. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite "Ernährungsberatung vor Ort".

Meiner Tochter (3 Jahre) ist überdurchschnittlich schwer (ca. 19 kg). Ich achte darauf, was sie isst. Ab wann muss man sich Gedanken über das Gewicht machen? Ist eine Diät möglich?

Frage von Katring80 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

Zu einer gesunden Entwicklung von Kindern gehört auch, dass sich das Gewicht im Normalbereich entwickelt. Denn Übergewicht schadet der körperlichen und seelischen Gesundheit. Aus übergewichtigen Kindern werden oft auch übergewichtige Erwachsene. Deshalb ist es gut, rechtzeitig aufzupassen.

Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle, aber die häufigste Ursache von Übergewicht ist eine ungünstige, zu kalorienreiche Ernährung, meistens kombiniert mit wenig Bewegung. Deshalb ist es gut, wenn Sie sich anschauen, was Ihre Tochter den Tag über isst. Eine Diät muss Ihre Tochter nicht machen. Aber es wäre gut, wenn Sie in den nächsten Monaten etwas langsamer oder gar nicht zunimmt. Durch das natürliche Längenwachstum wird sich Ihr Gewicht dann wieder im Normalbereich bewegen.

Eine gute Orientierungshilfe fürs Essen ist die Ernährungspyramide. Sie enthält alles, was täglich gegessen und getrunken werden sollte. Das Maß für die angegebenen Portionen ist die eigene Hand. Die Hand ist individuell, wächst mit und berücksichtigt somit den je nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Bedarf eines Menschen.

Am besten bereiten Sie für Ihre Tochter bzw. für die ganze Familie jeden Tag eine abwechslungsreiche, ausgewogene Kost zu, für die Sie reichlich frische Lebensmittel verwenden. Viele Fertigmahlzeiten und Fastfood-Gerichte liefern reichlich Kalorien und haben eher eine ungünstige Nährstoffzusammensetzung. Am besten finden Sie einen für sich praktikablen Weg der Umsetzung, der zu ihrem Alltag passt.

Kinder schauen sich sehr viel von ihren Eltern ab, so auch beim Essen und Trinken. Eltern übernehmen daher eine Vorbildfunktion. Sie können daher die Chance nutzen, Ihre Tochter in einem gesunden Lebensstil zu unterstützen.

Dazu gehört auch ausreichend Bewegung – zum Beispiel auf dem Spielplatz, im Wald, Schwimmbad oder beim Kinderturnen oder einfach das Toben zuhause! Bewegung kurbelt den Energieverbrauch an.

Sie kennen Ihr Kind am besten und können daher abschätzen, wie offen Ihre Tochter für das Thema Ernährung ist, ohne sie damit zu sehr zu belasten. Wenn die ganze Familie mitmacht, wird es die ein oder andere Essensumstellung nicht nur auf sich beziehen und unbeschwert das Essen weiter genießen können.

Wenn Ihnen diese Hinweise in Ihrem Essalltag nicht weiterhelfen und Sie das Gefühl haben, Sie benötigen weitere Unterstützung bei der Umsetzung, kann Ihnen vielleicht  eine Ernährungsfachkraft in einem persönlichen Gespräch weitere Tipps geben. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite "Ernährungsberatung vor Ort".

Alles Gute für Sie und Ihre Tochter!

Gelten die Maße für den Bauchumfang, egal wie groß man ist?

Frage von Urlaub (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Es ist nicht unmittelbar einsichtig, dass bei kleinen und großen Menschen die gleichen Grenzwerte hinsichtlich des Taillenumfanges (Bauchumfanges) gelten. Die bisherige Studienlage spricht jedoch dafür, dass die Grenzwerte je nach Geschlecht für alle Körpergrößen gelten. Neuere Studien beschäftigen sich allerdings auch damit, ob das Verhältnis von Körpergröße zu Taille ein noch besserer Indikator für Übergewicht sein könnte.

Es ist bekannt, dass das Risiko für Stoffwechselstörungen, vor allem Diabetes, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, nicht nur vom Körpergewicht abhängt. Studien zufolge spielt das Fettverteilungsmuster sogar eine größere Rolle, also ob das Fett sich eher am Bauch oder an Hüften befindet oder an den Oberschenkeln und Gesäß. Die Fettverteilung wird durch den Taillenumfang gemessen. Laut Adipositas-Leitlinie ist bei Männern ein Taillenumfang ab 94 cm und bei Frauen ab 80 cm mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko verbunden. Bei einem Taillenumfang ab 102 cm bei Männern und ab 88 cm bei Frauen spricht man von einem deutlich erhöhten Risiko.

Was Verbraucher zur Ernährung in der Schwangerschaft wissen wollen

Schwangere auf Bank mit Kaffeebecher auf dem Bauch
Tomsickova / Fotolia.com

Wie viel Kaffee kann ich in der Schwangerschaft trinken? Und wie ist das mit koffeinhaltigen (Erfrischungs-)Getränken?

 Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Frage von Jasmin (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Schwangeren wird empfohlen, nicht mehr als zwei Tassen Kaffee am Tag (á 150 ml) zu trinken. Auch andere koffeinhaltige Getränke wie grüner und schwarzer Tee und Colagetränke sollten entsprechend ihres Koffeingehaltes berücksichtigt werden. Etwa 3–4 Tassen (á 150 ml) schwarzer oder grüner Tee am Tag gelten als unbedenklich. Colagetränke enthalten pro Glas etwa so viel Koffein wie eine Tasse Tee. Daneben ist noch der hohe Energiegehalt von Nachteil. Wichtig ist, dass Sie die tägliche Gesamtaufnahme koffeinhaltiger Getränke im Blick haben. Auf Energydrinks verzichten Sie am besten, da sie enthalten oft sehr hohe Mengen an Koffein.

Größere Mengen an Koffein sind nicht empfehlenswert, da Koffein die Plazenta frei passieren kann. Das führt dazu, dass die Koffeinkonzentration im Blut des Fetus gleich hoch ist wie bei der werdenden Mutter. Auch die Wirkungen sind vergleichbar: Erhöhung des Herzschlages und Aktivierung des Nervensystems. Da der Organismus des Babys das Koffein langsamer abbaut, bleibt der Koffeinspiegel beim Baby sogar länger erhöht.

Weitere Informationen finden Sie in der BZfE-Broschüre

Das beste Essen in der Schwangerschaft

Die Erfahrungen unserer Bloggering Judith Pulg mit Kaffee in der Stillzeit, erfahren Sie in ihrem Beitrag "Darf es ein Espresso sein?".

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!

Soll ich während der Schwangerschaft Vitamintabletten einnehmen? Ich mache mir Gedanken darüber, ob mein Kind allein durch die normale Nahrung alle Nährstoffe bekommt, die es braucht.

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Frage von MausXL (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Bei den meisten Nährstoffen können Sie die für die Schwangerschaft empfohlene Zufuhr durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung problemlos decken. Es gibt aber zwei oder drei Ausnahmen: Das sind in erster Linie die Folsäure, das Jod und in manchen Fällen Eisen.

Folsäure wird im Körper für die Zellteilung und Wachstumsprozesse benötigt. Deshalb ist der Bedarf in der Schwangerschaft besonders hoch, ein Mangel kann zu ernsthaften Komplikationen führen. Die empfohlene tägliche Zufuhr kann allein mit der Nahrung nicht erreicht werden. Deswegen empfehlen alle Fachgesellschaften, dass Schwangere in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft 400 Mikrogramm am Tag in Form eines Nahrungsergänzungsmittels aufnehmen sollten. Wenn Sie weniger als 4 Wochen vor der Schwangerschaft begonnen haben, Folsäure einzunehmen, dann wählen Sie ein Präparat mit 800 Mikrogramm. Da das Vitamin schon sehr früh in der Schwangerschaft benötigt wird, sollten Frauen bereits mit der Einnahme beginnen, wenn sie schwanger werden wollen. Zusätzlich ist eine folsäurereiche Ernährung wichtig. Reich an Folsäure sind grünen Erbsen, Blattgemüse (wie Spinat), Orangen und Haferflocken. Außerdem kann Jodsalz, das mit Folsäure angereichert wurde, verwendet werden.

Jod ist für die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes wichtig. Die wichtigsten Quellen sind Fisch und Michprodukte. Generell wird auch Schwangeren geraten, 3 Portionen Milch und Milchprodukte pro Tag und 2 Portionen Meeresfisch pro Woche zu essen und zusätzlich jodiertes Speisesalz zu verwenden. Trotzdem ist auch beim Jod eine ausreichende Zufuhr durch die Ernährung nicht immer gewährleistet. Schwangeren wird deshalb empfohlen, täglich 100-150 µg Jod in Tablettenform einzunehmen. Wenn Sie eine Erkrankung der Schilddrüse haben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt über Jod-Tabletten.

Eisen ist ein Spurenelement, das der Körper unter anderem für die Blutbildung braucht. Grundsätzlich ist es möglich, mit der Nahrung genügend Eisen aufzunehmen. Gute Quellen sind zum Beispiel rotes Fleisch, grünes Blattgemüse (z. B. Spinat, Feldsalat, Kohlgemüse), Hülsenfrüchte (z. B. Erbsen, Bohnen, Linsen), Vollkorngetreideprodukte (z. B. Vollkornbrot, Hirse, Haferflocken), Nüsse (z. B. Mandeln, Haselnüsse), Samen (z. B. Sesam) und Trockenfrüchte (z. B. getrocknete Pflaumen und Aprikosen). Viele Schwangere nehmen mit der Nahrung genügend Eisen auf und benötigen daher keine Eisenpräparate. Da sie auch nachteilige Wirkungen haben können, sollten sie nur bei bestehendem Mangel und nicht ohne Anweisung des Arztes eingenommen werden.

Weitere Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel für Schwangere nicht nötig. Wenn Sie ein Multivitaminpräparat einnehmen, sollte es mindestens 400 bzw. 800 Mikrogramm Folsäure enthalten. Nehmen Sie auf keinen Fall gleichzeitig verschiedene Nahrungsergänzungsmittel mit ähnlicher Zusammensetzung. Am besten besprechend Sie dies grundsätzlich mit Ihrem Arzt.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre

Das beste Essen in der Schwangerschaft

oder beim Netzwerk Gesund ins Leben

Kann ich in der Schwangerschaft gelegentlich ein Gläschen Sekt trinken?

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Frage von loekchen (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

In der Schwangerschaft wird empfohlen, komplett auf alkoholische Getränke zu verzichten, denn auch bereits geringe Mengen Alkohol können schädlich sein. Eine sichere Alkoholmenge, die Schwangere ohne Bedenken trinken können, gibt es nicht. Daher birgt auch das gelegentliche Glas Sekt schon ein Risiko. Während die Alkoholkonzentration im Blut des Babys genauso schnell steigt wie die der Mutter, wird der Alkohol in der noch nicht voll entwickelten Leber des ungeborenen Kindes sehr viel langsamer abgebaut. Gesundheitliche Schäden durch den Alkohol sind also nicht auszuschließen und können je nach Alkoholmenge und Schwangerschaftsphase zu Entwicklungsstörungen und Fehlbildungen führen. Es ist sicherlich nicht leicht bei gut gemeinten Angeboten standhaft zu bleiben. Aber es gibt einige alkoholfreie Alternativen und ein fester Vorsatz hilft Ihnen dabei.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Internetseiten des
Netzwerks Gesund ins Leben
und in der Broschüre
Das beste Essen in der Schwangerschaft

Kann ich in der Schwangerschaft Thunfisch essen? Er soll ja so gesund sein, aber ich habe auch gelesen, dass er besonders mit Schadstoffen belastet ist.

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Frage von Lillifee3 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Sie haben Recht: Thunfisch zählt einerseits zu den Fischen, die reich an den gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren sind. Andererseits zählt er aber auch zu den sogenannten Raubfischen, die im Laufe ihres Lebens in ihrem Gewebe größere Mengen an Quecksilber anreichern können. Langlebige Raubfische wie Thunfisch, Hai und Schwertfisch stehen am Ende der Nahrungskette und enthalten daher besonders viele Schadstoffe, unter anderem auch Quecksilber. Da Quecksilber die Plazenta und die Bluthirnschranke passiert, kann es - in höheren Mengen aufgenommen - beim Ungeborenen und Säugling der Gehirnentwicklung schaden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt Schwangeren und Stillenden deshalb, vorsichtshalber auf den Verzehr von Thunfisch zu verzichten. Das gilt auch für andere Fischarten, die stärker belastet sein können wie Schwertfisch, Haifisch, Heilbutt, Schwertfisch, Aal, Hecht, Steinbeißer und Seeteufel. Im Allgemeinen ist Fisch aber ein gesundes Lebensmittel und zwei Portionen pro Woche (davon einmal fettreicher Meeresfisch) helfen bei der Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren. Der Verzehr von beliebten Arten wie Seelachs, Hering, Forelle und Karpfen ist unbedenklich. Vorsorglich sollten Sie Fisch in durcherhitzter Form bevorzugen, also gebraten, gedünstet oder als Fischdauerkonserven, wie Hering in Tomatensauce oder Makrele in Öl sowie als pasteurisierte Fischerzeugnisse.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre

Das beste Essen in der Schwangerschaft

oder beim Netzwerk Gesund ins Leben

Kann ich den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren über natürliche Lebensmittel decken oder muss ich ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Frage von Rebecca (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Entwicklung des ungeborenen Babys. Schwangeren wird empfohlen, 200 mg Docosahexaensäure (DHA) pro Tag aufzunehmen. DHA ist eine Omega-3-Fettsäure, die natürlicherweise in Fisch vorkommt. Besonders die fettreichen Fischarten Makrele, atlantischer Lachs und Hering enthalten größere Mengen davon. Wenn Sie zweimal pro Woche eine Portion Fisch, davon mindestens einmal pro Woche eine Portion (150-200 g) von diesen Omega-3-fettsäurereichen Fischarten essen, decken Sie – nach heutigem Kenntnisstand – die empfohlene Zufuhr an DHA ab.

Schwangere, die keinen Fisch essen, können ihren Bedarf über natürliche Lebensmittel kaum decken. Zwar findet sich auch in bestimmten pflanzlichen Lebensmitteln, wie Raps-, Lein- und Walnussöl eine Vorstufe der DHA, die so genannte Alpha-Linolensäure. Diese kann im Köper jedoch nur in geringem Umfang in DHA umgewandelt werden. Daher sollten Schwangere, die keinen fettreichen Meeresfisch essen, ein Präparat mit DHA einnehmen.

Wichtige Informationen finden Sie in der Broschüre
Das beste Essen in der Schwangerschaft

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!

Was Verbraucher zum Thema Ernährung wissen wollen

Junge Frau isst Pizzastück
Martinan / Fotolia.com

Ich bin 16 Jahre alt, 1,95 m groß, wiege 74 kg und bin mit meiner Ernährung unzufrieden. Ich esse morgens Toast mit Käse, mittags meistens Fastfood und abends Weißbrot oder Tiefkühlpizza. Wie soll ich mich ernähren?

von Jon (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Eine gute Orientierungshilfe bei der Gestaltung eines gesunden Speiseplans ist die Ernährungspyramide. Sie enthält alles, was der Körper braucht, um gesund und leistungsfähig zu bleiben und sollte auch die Grundlage Ihrer Ernährung sein. An den angegebenen Mengen kann man sich gut orientieren. Generell sind drei Hauptmahlzeiten – Frühstück, Mittagessen, Abendessen - plus zwei Zwischenmahlzeiten (eine vormittags, eine nachmittags) optimal. Jede Mahlzeit sollte Protein (z. B. Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Fisch), wenig Fett (pflanzliches Öl) und eine Kohlenhydratquelle mit niedriger Blutzuckerwirksamkeit (z. B. Vollkornbrot, Naturreis, Vollkornnudeln) enthalten.

Im Moment scheint Gemüse und Obst nicht Ihrem Speiseplan vorzukommen. Mindestens 400 g Gemüse und etwa 250 g Obst pro Tag werden empfohlen. Das sind beim Gemüse zum Beispiel eine Tomate (etwa 80 g), eine Paprika (150 g) und ein bis zwei Möhren (rund 200 g). Beim Obst sind es z. B. ein Apfel und ein Schälchen Beerenobst. Wiegen Sie doch probehalber an einigen Tagen mal aus, wie viel Obst und Gemüse Sie essen. Falls Sie noch nicht auf die empfohlenen 650 g kommen, versuchen Sie, die Menge langsam zu steigern.

Neben dem Frühstück zuhause, sollte es zum 2. Frühstück in der Schule noch etwas geben. Nehmen Sie sich dazu Brote mit, Vollkornbrot ist genau richtig, belegt mit Frischkäse, Wurst oder anderem Käse, vegetarischem Brotaufstrich oder Nussmus. In Kombination zum Brot ist frisches Obst und Gemüse der Saison optimal. An den längeren Schultagen können Sie – wenn die Schule kein Mittagessen anbietet – ein zusätzliches Brot mitnehmen oder Joghurt oder Quark mit frischem Obst oder Müsli mit Milch an. Als Snacks für zwischendurch passen auch Nüsse. Fast Food ist zwar ab und an in Ordnung, sollte aber nicht die Dauerernährung sein.

Regelmäßig Sport machen, lohnt sich! Es kurbelt den Stoffwechsel an, formt die Figur, sorgt für mehr Wohlbefinden und hilft, Stress abzubauen. Zu geeigneten Übungen zum Muskelaufbau fragen Sie am besten Ihren Sportlehrer oder einen Diplom-Sportlehrer im Fitnessstudio.

Kann man ein Leben lang ca. 140 g Zucker durch Essen und Trinken ohne Bedenken zu sich nehmen oder bekommt man davon Diabetes? Ansonsten bin ich ganz gesund, eher etwas untergewichtig und Lakto-Vegetarierin.

von J7S (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Ihre Frage lässt sich so nicht beantworten, denn die Entstehung von Erkrankungen hängt von sehr vielen Faktoren ab, nicht nur vom Zuckerverzehr. Grundsätzlich hätte ich aber Bedenken bei einem langfristigen täglichen Zuckerverzehr in der Höhe.

Im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) am Tag maximal 10 % der Energiemenge in Form von zugesetztem Zucker (also nicht der natürliche Zucker in Milch oder Obst) aufzunehmen. Bei einer erwachsenen Frau mit einem Bedarf von durchschnittlich etwa 2000 kcal am Tag sind das 50 g Zucker. Nach Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sollten idealerweise sogar weniger als 5 % der täglichen Energiezufuhr aus freien Zuckern stammen.

Mit einem täglichen Zuckerverzehr von 140 g überschreiten Sie die Empfehlungen der DGE um das Dreifache. Zucker bietet dem Körper zwar Energie, jedoch keine Nährstoffe, weshalb man auch von „leeren“ Kalorien spricht. Wer einen so hohen Anteil seiner Energiezufuhr durch reinen Zucker deckt, riskiert, dass nährstoffreiche Lebensmittel aus dem Speiseplan verdrängt werden, und es ist fraglich, ob der Körper alle Nährstoffe bekommt, die er braucht. Zudem muss der Zucker von der Leber verstoffwechselt werden und gesüßte Lebensmittel können Karies verursachen.

Wenn man über einen langen Zeitraum relativ viel Zucker zu sich nimmt, fällt es erst mal schwer sich umzugewöhnen, weil die Geschmacksnerven an den Süßgeschmack gewöhnt sind. Die Geschmacksnerven erneuern sich aber innerhalb von ca. 10 Tagen und so fällt es nach einer Umgewöhnungsphase immer leichter. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Es geht nicht um den völligen Verzicht auf Zucker, sondern um einen bewussten Genuss. Weniger kann in diesem Fall auch mehr sein, wenn man bewusst genießt.

Ich probiere seit ca. 6 Wochen eine vegane Ernährung aus. Seit dem habe ich abgenommen, und mein Bauch ist deutlich weniger aufgebläht. Birgt eine vegane Lebensweise auch Gefahren?

von mecwi (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

 Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Aus ökologischer Sicht bietet die vegane Ernährung Vorteile, aus gesundheitlicher Sicht ist dies nicht zwangsläufig der Fall. Denn eine vegane Ernährungsweise ist nicht per se gesünder als eine übliche Mischkost. Wie bei jeder Ernährungsweise kommt es darauf an, wie sie praktiziert wird: Je abwechslungsreicher die Ernährung ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper alle lebensnotwendigen Substanzen bekommt, die er braucht. Und desto geringer ist die Gefahr, dass einzelne Inhaltsstoffe, die nachteilige Effekte haben können, im Übermaß aufgenommen werden. Behauptungen, dass durch vegane Ernährung Krankheiten geheilt werden oder dass man ungeahnte Kräfte entwickelt, gehören ins Reich der Mythen.

Dass Sie Ihr Gewicht reduziert haben, ist positiv, wenn Sie übergewichtig sind und eine Gewichtsabnahme tatsächlich gewollt haben. Falls das nicht so ist, deutet dies darauf hin, dass Ihre Nahrungsaufnahme nicht bedarfsdeckend ist. Auch dass Sie selber einen weniger geblähten Bauch feststellen, ist positiv. Es deutet darauf hin, dass Sie Lebensmittel, die Sie vorher gegessen haben, evtl. nicht vertragen haben.

Wenn Sie die vegane Ernährung langfristig praktizieren möchten, ist es sinnvoll, dass Sie sich genau über eine Auswahl der Lebensmittel informieren. Denn durch den Verzicht auf jegliche tierischen Lebensmittel fällt eine wichtige Quelle für Proteine, bestimmte Vitamine, Eisen und Calcium weg. Besonders achten sollten Sie auf Vitamin B12, das ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Es ist wichtig für die Neubildung von Zellen, insbesondere von Nervenzellen. Da der Körper dieses Vitamin speichert, kommt es in der Regel erst nach 1-2 Jahren oder später zu einem messbaren Mangel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einzunehmen.

Falls Sie mit einer Ernährungsanalyse klären möchten, ob Sie alle lebensnotwendigen Nährstoffe in ausreichendem Maß aufnehmen, empfehle ich Ihnen, vor Ort eine Ernährungsberatungspraxis aufzusuchen. In einem persönlichen Gespräch ist es besser möglich, auf Ihre individuelle Situation einzugehen. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite "Ernährungsberatung vor Ort".

Weitere Informationen zu einer veganen Ernährung finden Sie in unseren Beiträgen

Vegane Lebensmittel und Vegane Ernährung bei Kindern

sowie auf den Seiten des Vegetarierbundes (proveg international)

Ich habe in letzter Zeit viel über chinesische Diätetik gelesen. Kann man damit die Gesundheit positiv beeinflussen oder gar Krankheiten heilen?

von bio123 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Grundsätzlich ist die chinesische Diätetik positiv zu bewerten, da die Lebensmittelauswahl pflanzlich betont und nicht vegetarisch ist. Die Ernährung nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) besteht hauptsächlich aus gegartem Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Fleisch und Fisch. Milchprodukte sowie unerhitztes Gemüse und Obst haben einen geringeren Stellenwert. Positiv ist der hohe Anteil an Gemüse und Hülsenfrüchten und die häufige Verwendung von Kräutern und Gewürzen. Negativ ist der geringe Stellenwert von Milch und Milchprodukten. Die Ernährung nach der TCM ist als Dauerkost geeignet, sofern der Speiseplan ausreichend Milchprodukte, Obst und Rohkost enthält.

Die praktische Umsetzung der Ernährung nach TCM ist recht kompliziert und erfordert zunächst viel Einarbeitung. Viele Empfehlungen – z. B. die Einteilung der Lebensmittel nach den 5 Elementen und deren Wirkungen auf einzelne Organe – sind mit naturwissenschaftlichen Maßstäben nicht nachvollziehbar. In vielen Veröffentlichungen wird über die heilende Wirkung der Ernährung nach TCM berichtet. Ob dies jedoch eine spezifische Wirkung der Ernährung nach TCM oder insgesamt eine Folge einer bewussteren Lebensmittelauswahl ist, ist nicht untersucht.

Wieso ergeben bei der Ernährungspyramide ein Glas Milch und ein Becher Joghurt die gleiche Portion?

von a.tanasia (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Es ist richtig, dass in der Ernährungspyramide sowohl 250 ml Milch als auch 150 g Joghurt als eine Portion gelten. Der Grund dafür ist, dass das BZfE übliche Portionsgrößen abbildet. Ein Glas Milch beinhaltet üblicherweise 250 ml und ein Becher Joghurt 150 g.

Die Mengenangaben in den Empfehlungen zur vollwertigen Ernährung bzw. zur Ernährungspyramide dienen der Orientierung. Sie sind nicht so gedacht, dass man sich akribisch daran hält. Es ist kein Problem, wenn das Glas Milch kleiner und der Becher Joghurt größer ausfallen. Alternativ können auch Buttermilch, Kefir oder Dickmilch gewählt werden. Wenn insgesamt 3 Portionen Milchprodukte täglich auf Ihrem Speiseplan stehen, ist das ausreichend.

Weitere Informationen zu einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung finden Sie in der Rubrik Ernährungspyramide für alle.

Was Verbraucher zur Ernährung von Säuglingen wissen wollen

Säugling wird gefüttert
nuzza11 / Fotolia.com

Ist es möglich, einen Säugling von 7-11 Monate vegetarisch zu ernähren? Lässt sich durch Hafer, Hirse und Co. der Eisenbedarf decken oder muss ich Fleisch geben? Wie oft sollte das dann in der Woche sein?

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Frage von gs (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Eine vegetarische Ernährung ist für Kinder grundsätzlich möglich, wenn sie vielseitig und nährstoffreich ist. Um einen Mangel an Eiweiß, wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu verhindern, benötigt Ihr Kind regelmäßig Milchprodukte und Eier, wenn möglich auch Fisch. Besonders wichtig bei der vegetarischen Ernährung ist die Versorgung mit dem Mineralstoff Eisen. Wenn Ihr Kind regelmäßig Hafer und Hirse in Form von Breien, später auch Müsli, Brot oder Getreidespeisen ist, bekommt es pflanzliches Eisen. Zudem sollten mehrmals in der Woche Hülsenfrüchte und viel eisenreiches Gemüse wie Spinat und Fenchel und ab dem ersten Lebensjahr auch Salate auf dem Speiseplan stehen.

Wenn Sie Ihrem Baby kein Fleisch geben möchten, ersetzen Sie es am besten durch andere eisenreiche Lebensmittel. Anstelle vom Fleisch im Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei eignen sich besonders gut Vollkorngetreidesorten, wie Vollkornhaferflocken (mindestens 10 g) und Weizenvollkornflocken, sowie auch Hirse. Das Eisen aus dem Vollkorngetreide und Gemüse kann der Körper noch besser verwerten, wenn Sie Vitamin-C-reichen Fruchtsaft in den Brei geben.

Der fleischfreie alternative Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei sollte milchfrei sein, damit die Milch nicht die Bioverfügbarkeit von Eisen in der Mahlzeit verringert.

Für Ihr Kind ist in der extremen Wachstumsphase im ersten Lebensjahr und auch danach eine ausreichende Versorgung mit biologisch hochwertigem Eiweiß besonders wichtig. Behalten Sie daher die Eiweißversorgung Ihres Kindes im Auge und lassen das Wachstum regelmäßig vom Kinderarzt untersuchen. Tierisches Eiweiß hat die höchste biologische Wertigkeit, kann also besonders gut vom Körper in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden. Die geringe biologische Wertigkeit von pflanzlichem Eiweiß kann durch Kombination bestimmter pflanzlicher Lebensmittel miteinander oder pflanzlicher Lebensmittel mit Milch oder Ei verbessert werden. Beispiele sind hier Kartoffeln mit Ei, Getreide mit Ei (Vollkornpfannkuchen, Getreidebratlinge, Ei mit Mais), Getreide mit Milch bzw. Milchprodukten (z. B. Müsli mit Joghurt, Vollkornbrot mit Käse, Milchreis, Nudelauflauf mit Käse) oder die (rein pflanzlichen) Mischungen aus Getreide mit Hülsenfrüchten (Bohnen-Mais-Eintopf, Linsengemüse mit Reis oder Linsensuppe mit Vollkornbrot). Auch Kartoffeln mit Quark, Kartoffelauflauf, Kartoffeln mit Spiegelei, Reibekuchen, Kartoffeln mit Erbsengemüse sind günstig.

Vitamin B12 kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor und wird nur von Bakterien, Pilzen und einigen Algen gebildet. Neben Fleisch und Fleischwaren stellen Milch und Milchprodukte eine gute Quelle für Vitamin B12 dar. Wenn Ihr Kind regelmäßig Milch und Ei bekommt, brauchen Sie sich über einen Vitamin B12-Mangel keine Gedanken zu machen.

Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung Ihres Kindes finden Sie in der Broschüre

Ernährung von Säuglingen

sowie beim Netzwerk Gesund ins Leben. Beachten Sie auch die App Baby & Essen des Netzwerks Gesund ins Leben.

 

Mein Sohn ist jetzt bald 10 Monate. Wenn wir morgens am Frühstückstisch sitzen, greift er immer wieder nach den Brötchen im Korb. Darf er schon Brot essen?

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

Frage von SM (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Mit zehn Monaten können Sie Ihren Sohn allmählich an die normale Familienkost gewöhnen. Die meisten Kinder haben ihre ersten Zähne, die etwas zum Kauen haben wollen. Ihr Sohn kann daher ohne Bedenken morgens und abends eine Brotmahlzeit essen. Bestreichen Sie Brot oder Brötchen, möglichst oft aus Vollkorn, dünn mit Butter, Margarine oder Frischkäse und schneiden Sie es in mundgerechte Stücke, sodass Ihr Kind es ganz allein essen kann. Oder geben Sie ihm ein nicht zu weiches Brötchen, das er mit den Fingern zerreißen, abbeißen oder lutschen kann. Auch Knäckebrot lieben fast alle Kinder!

Die übrigen Mahlzeiten brauchen Sie jetzt nicht mehr zu pürieren. Die Kinder vertragen durchaus schon Stückiges. Kleine gegarte Fleischbällchen, Kartoffel- oder Möhrenstückchen, Kohlrabistifte, Brokkoli- oder Blumenkohlröschen, grüne Bohnen, feine grüne Erbsen, weiches, zerkleinertes Obst ohne Schale kann Ihr Kind zum Teil auch schon selbständig mit den Fingern oder vom Löffel essen.

Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung Ihres Kindes finden Sie in der Broschüre

Ernährung von Säuglingen

sowie beim Netzwerk Gesund ins Leben. Beachten Sie auch die App Baby & Essen des Netzwerks Gesund ins Leben.

Meine Tochter Nora (6 Monate) weigert sich nach ein paar Löffeln Mittagsbrei mehr zu essen, weint und dreht den Kopf weg. Oft muss ich sie mit Spielzeug und Geschichten erzählen ablenken, damit sie überhaupt was isst.

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Frage von Mama183 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Diese Situation ist sicher nicht einfach für Sie und Nora. Aber ich kann Sie beruhigen, das ist nichts Ungewöhnliches. Gerade bei der Umstellung auf Breimahlzeiten oder feste Kost treten diese Situationen häufig auf. Man nennt dies auch eine leichte Fütterstörung. Sie geht in der Regel von selbst wieder weg.

Wichtig ist nun, dass Sie Ruhe bewahren. Hier einige Tipps dazu:

  • Wenn Sie in der Nacht noch stillen, reduzieren Sie die Stillmahlzeiten in der Nacht.
  • Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen Kindern, sondern versuchen Sie ein Gefühl dafür zu bekommen, wann der richtige Zeitpunkt für das Baby ist neue Konsistenzen und Geschmäcker kennen zu lernen.
  • Es gibt zwar Mengenvorgaben auf Verpackungen und Gläschen, orientieren Sie sich besser daran, was Ihre Tochter essen kann und will. Lernen Sie Signale zu verstehen, zum Beispiel erst Füttern, wenn das Kind den Mund öffnet und sie anschaut.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Tochter hungrig und nicht zu müde ist, wenn Sie den Brei geben.
  • Generell sollten Sie zu Beginn des Zufütterns nur kleinere Mengen insgesamt und auch nur kleine Mengen auf dem Löffel anbieten.
  • Vielleicht hilft es Ihrer Tochter, wenn Sie selbst aktiv beim Essen sein kann. Geben Sie also Ihrem Kind schon mal den Löffel in die Hand, damit es die Lebensmittel durch riechen, probieren, anfassen und matschen erleben kann.
  • Beenden Sie die Mahlzeit freundlich und schnell, wenn Ihr Kind nicht mehr essen will.
  • Haben Sie möglichst viel Spaß zusammen mit Ihrem Kind am Essenstisch.

Muss bei der selbst hergestellten Säuglingskost zwingend auf Demeter-Bio-Produkte zurückgegriffen werden oder können auch Lebensmittel mit EU-Biosiegel oder frische Zutaten ohne Siegel für die selbst hergestellte bedenkenlos genutzt werden?

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

Frage von Suse (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Wenn Sie den Babybrei selbst herstellen, muss das nicht zwingend mit Bio-Lebensmitteln sein und auch nicht mit Demeter Bio-Produkten sein. Sowohl herkömmlich erzeugte als auch biologisch angebaute Produkte sind für die Zubereitung von Säuglingsbrei geeignet. Alle Produkte müssen den bei uns geltenden lebensmittelrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Biologische Lebensmittel müssen speziell nach den Vorschriften der EG-Öko-Verordnung produziert worden sein. Verbände, wie Demeter oder Bioland, orientieren sich bei einigen Aspekten an noch strengeren Auflagen.

Hinsichtlich des Nährstoffgehaltes gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen ökologischen und konventionell erzeugten Lebensmitteln. Dennoch haben Bioprodukte einige Vorteile:

  • sie enthalten keine bzw. weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
  • ökologisch erzeugtes Gemüse weist in der Regel einen geringeren Nitratgehalt als konventionelles Gemüse auf
  • verarbeitete Bioprodukte enthalten meist weniger oder keine Zusatzstoffe
  • durch den Verzicht auf Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel sowie den geringeren Viehbesatz leistet der ökologische Landbau einen Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung
  • der Ökolandbau fördert die Erhaltung von Arten- und Sortenvielfalt und achtet auf gentechnikfreie Produktion und Zutaten

Darüber hinaus betonen viele Anhänger der Biolebensmittel den leckeren Geschmack der Produkte.

Was Verbraucher zur Laktoseintoleranz wissen wollen

Mann rührt genervt in Glas mit Latte Macchiato
iStock.com / FlairImages

Ich bekomme immer Durchfall, wenn ich einen Latte Macchiato trinke, der mit (Milch-)Pulver zubereitet wird. Normale Milch vertrage ich und auch Kaffee trinke ich jeden Morgen. Was ist da drin, wogegen könnte ich allergisch sein?

Frage von Peter (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Es ist nicht möglich, eine eindeutige Diagnose aus der Ferne zu stellen. Eine mögliche Ursache für Ihre Symptome könnte eine Milchzuckerunverträglichkeit bzw. Laktose-Intoleranz sein. Das ist eine mengenabhängige Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose). Anders als bei einer Allergie reagiert nicht das Immunsystem mit einer Abwehrreaktion, sondern der Milchzucker kann von Ihrem Körper nicht optimal verwertet werden.

In Instant-Kaffeepulver ist meist eine größere Menge Milchpulver in Form von Magermilch- oder Vollmilchpulver enthalten. Dieses wiederum hat pro 100 g einen höheren Laktosegehalt (50,5 g je 100 g) als normale Milch (4,7 g je 100 g). Je nachdem wie viel Milchpulver der Instant Kaffee genau enthält, könnte die Laktosemenge im Instant-Latte-Macciato höher sein als bei einem Kaffee mit Vollmilch.

Manche Menschen mit Laktose-Intoleranz vertragen eine gewisse Menge an Laktose und die Verträglichkeit einzelner Milchprodukte ist individuell deshalb auch sehr unterschiedlich. Dies könnte eine Erklärung für Ihre unterschiedliche Reaktion auf Kaffe mit Milch und Kaffee mit Milchpulver sein.

Um eine Laktose-Intoleranz als Ursache für den Durchfall eindeutig zu diagnostizieren, kann ein H2-Atemtest bei einem Gastroenterologen durchgeführt werden.

Ich habe gelesen, dass laktosefreie Produkte nicht immer sinnvoll sind. Stimmt das?

Frage von spesch (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Sonja Lämmel

Es antwortet: Sonja Lämmel, Ernährungsberaterin

Ja, das stimmt. Es gibt viele laktosefreie Produkte, die nicht notwendig sind, so zum Beispiel Butter, Schnittkäse oder auch Joghurt, die von Natur aus wenig Laktose beinhalten. Ebenso gibt es im Handel viele "normale" Produkte wie Wurstwaren oder auch Brote, die auch ohne Laktose auskommen. Am besten achten Sie auf das Zutatenverzeichnis.

Meiden Sie jedoch Laktose auch bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit nicht vollständig, damit die Restaktivität des Enzyms vorhanden bleibt. Deshalb ist es wichtig, die individuelle Toleranzgrenze heraus zu finden. Ich würde Ihnen raten, eine individuelle Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen. Dann können Sie im Einzelnen besprechen, welche Produkte Sie ausprobieren können und bei welchen Sie vorsichtig sein müssen.

Für die individuelle Beratung bietet sich eine Ernährungsberatung an, die mit Ihrem Arzt zusammenarbeitet. Diese Beratung wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Adressen von kompetenten Beratern erhalten Sie beim Arbeitskreis Diätetik in der Allergologie, beim DAAB oder auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort.

Gibt es einen Grenzwert für die Verträglichkeit von Laktose?

Frage von bach (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Sonja Lämmelk

Es antwortet: Sonja Lämmel, Ernährungsberaterin

Leider ist es fast unmöglich, einen allgemeinen Wert für die verträgliche Laktosemenge festzulegen, zumal Ihnen der Wert für eine praktikable Umsetzung bei der Ernährung nicht viel weiterhilft.

In der Regel vertragen Patienten mit einer Laktoseunverträglichkeit sehr gut Butter und Hartkäse sowie kleine Mengen Sauermilchprodukte wie Joghurt, Quark oder Buttermilch. Allerdings ist dies keine allgemeingültige Empfehlung, da die Verträglichkeit individuell ausprobiert werden muss.

Ob und wie viel Milchzucker Sie vertragen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie

  • Art der Unverträglichkeit (Enzymmangel, Verwertungsstörung, angeboren, erworben)
  • individuelle Ausprägung
  • Menge und Zusammensetzung der gleichzeitig konsumierten anderen Nahrungsmittel (Gehalt an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett)
  • Zusammensetzung der Darmflora.

Daher hilft Ihnen ein absoluter Wert nicht unbedingt weiter. Bei der Ernährungsumstellung auf eine laktoseverträgliche Kost gehen Sie am besten in verschiedenen Schritten vor: Um beschwerdefrei zu werden, können Sie vorerst alle Milch- und Milchprodukte (außer Butter und Hartkäse) sowie laktosehaltigen Lebensmittel für 2-4 Wochen meiden. Dann können Sie Ihre Ernährung langsam mit laktosehaltigen Milchprodukten Joghurt, Quark, Sahne etc. wieder ergänzen.

Im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung lässt sich dann Ihre individuelle Toleranzgrenze herausfinden. Für die individuelle Beratung bietet sich eine Ernährungsberatung an, die mit Ihrem Arzt zusammenarbeitet. Diese Beratung wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Adressen von kompetenten Beratern erhalten Sie beim Arbeitskreis Diätetik in der Allergologie, beim DAAB oder auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort.

Ist "Analog-Käse" laktosefrei? Üblicherweise wird er mit diesem Begriff nicht gekennzeichnet, aber beispielsweise in Restaurants oder in Fertigprodukten verwendet.

Frage von LieschenHH (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

 Sonja Lämmel

Es antwortet: Sonja Lämmel, Ernährungsberaterin

Analogkäse, auch Kunstkäse oder Käsesurrogat, darf die unterschiedlichsten Zutaten beinhalten, auch Laktose. Meist wird das Milchfett oder das Milcheiweiß durch andere Zutaten ersetzt. Es können also trotzdem Milchbestandteile enthalten sein.

Um herauszufinden, ob Milchzucker enthalten ist, sollten Sie die Zutatenliste lesen. In verpackter Ware müssen die Inhaltsstoffe auf der Zutatenliste aufgeführt werden, bei loser Ware müssen die Händler schriftlich oder mündlich beispielsweise an der Backwaren- und Fleischwarentheke, im Restaurant und in der Kantine darüber informieren.

Wird dieser „Käse“-Ersatz in der Lebensmittelproduktion eingesetzt, darf nicht der Eindruck entstehen, es handle sich dabei um Käse. Aus der Kennzeichnung auf der Zutatenliste muss eindeutig hervorgehen, was es ist, nämlich eine „Zubereitung aus Pflanzenfett und Milchbestandteilen“ oder ein „Backbelag aus Pflanzenfett“. Bezeichnungen wie "Imitatkäse" oder das häufig verwendete Wort "Analogkäse" sind nicht erlaubt, da der Begriff "Käse" geschützt ist und nur für echten Käse aus Milch verwendet werden darf. Das gilt nicht nur für verpackte, sondern auch für lose Ware.

Leiden Sie unter einer Laktose-Intoleranz, sind normale Käsesorten für Sie gut verträglich, da sie einen Laktosegehalt von meistens 0-2 g/100 g enthalten. Sie müssen nicht auf die Imitate ausweichen.

Ich habe die Vermutung, dass ich Milchzucker nicht vertrage. Wie kann ich das testen lassen und was würde das für meine Ernährung bedeuten?

Frage von chriiisi (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Sonja Lämmel

Es antwortet: Sonja Lämmel, Ernährungsberaterin

Eine Milchzucker-Unverträglichkeit oder Laktose-Intoleranz ist eine mengenabhängige Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose). Anders als bei einer Allergie reagiert nicht das Immunsystem mit einer Abwehrreaktion, sondern der Milchzucker kann von Ihrem Körper nicht optimal verwertet werden. Die Diagnose wird über einen H2-Atemtest gestellt. Bei diesem Test trinken Sie puren Milchzucker und müssen regelmäßig in ein Gerät atmen. Anhand der Werte kann bestimmt werden, ob Ihr Körper den Milchzucker aufspalten kann.

Steht die Diagnose fest, wird die Ernährung auf eine laktosereduzierte Mischkost umgestellt. Milchzucker kommt natürlicherweise in Milch- und Milchprodukten in unterschiedlicher Menge vor. In den meisten Fällen reicht es aus Frischmilch und daraus hergestellte Produkte (z. B. Cremespeisen) zu meiden. Viele fermentierte Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse werden jedoch gut vertragen.

In der Lebensmittelherstellung wird in vielen Produkten aus technologischen Gründen Milchzucker eingesetzt. Achten Sie bei verarbeiteten Lebensmitteln in der Zutatenliste auf die Begriffe Milchzucker oder Laktose. Milchbestandteile in Fertigprodukten, wie Sahne oder Milchpulver in einer Tütensuppe, sollten ebenfalls gemieden werden. Die Verträglichkeit einzelner Milchprodukte ist sehr individuell und lässt keine pauschalen Empfehlungen zu. Deshalb ist eine individuelle Ernährungsberatung sinnvoll. Adressen von kompetenten Beratern erhalten Sie beim Arbeitskreis Diätetik in der Allergologie, beim DAAB oder auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort.

Mein Mann leidet nach dem Genuss von Milch und Sahne unter Darmkrämpfen. Ich denke, er hat eine Laktoseunverträglichkeit. Aber er glaubt es nicht. Was sind die typischen Symptome? Sollte man einen Test mit laktosefreier Milch probieren?

Frage von Schachti (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Sonja Lämmel

Es antwortet: Sonja Lämmel, Ernährungsberaterin

Die typischen Beschwerden bei einer Laktose-Intoleranz sind Blähungen, aufgetriebener Bauch und Durchfall, speziell nach dem Verzehr laktosehaltiger Lebensmittel.

Sie können Ihrem Mann versuchsweise einmal laktosefreie Milch geben und schauen, ob es ihm damit besser ergeht. Aber um die Diagnose zu sichern, sollte er sich untersuchen lassen.

Milch- und Milchprodukte haben einen unterschiedlichen Laktosegehalt. Trinkmilch, Sahne, Creme fraiche, Schmand, Quark enthalten relativ viel Laktose. Butter, Käse, Joghurt hingegen weniger. Milch anderer Tierarten ist bei einer Laktose-Intoleranz nicht geeignet, da der Laktosegehalt von dem der Kuhmilch nicht groß abweicht.

Was Verbraucher über Familienkost wissen wollen

Junge hält Brotscheibe in den Händen und freut sich
cromary / Fotolia.com

Meine Tochter (2 Jahre) isst von Geburt an sehr schlecht. Manchmal ist es besser, nur momentan lehnt sie fast alles ab. Der Kinderarzt sagt, sie ist normal entwickelt und fit. Ich mache mir Sorgen, auch weil sie ja kaum Vitamine zu sich nimmt.

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberateriin

Frage von ts1184 ((Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dass Kinder phasenweise sehr wenig essen und/oder bestimmte Lebensmittelgruppen gänzlich ablehnen, ist normal. Solange der Kinderarzt zufrieden ist und keine organischen oder physiologischen Erkrankungen vorliegen, muss das kein Grund zur Besorgnis sein. Natürlich kann so ein kleiner „Suppenkasper“ für die Familie belastend sein. Da Ihnen jedoch Ihr Kinderarzt bescheinigt hat, dass Ihre Tochter gesund und fit ist, sollten Sie versuchen, dem aktuellen Essverhalten Ihrer Tochter nicht allzu viel Bedeutung beizumessen. Kinder nutzen das Thema Essen tatsächlich gern auch für kleine Machtkämpfe.

Vertrauen Sie darauf, dass Ihre Tochter essen wird, wenn sie hungrig ist. Bieten Sie ihr wie auch dem Rest der Familie eine abwechslungsreiche Mischkost, aus der jeder sich das aussuchen darf, was ihr schmeckt. Ihre Tochter sollte das ganz allein entscheiden dürfen. Sie bestimmt auch, ob und wie viel sie essen möchte. Auf keinen Fall sollten Sie sie zum Essen drängen. Bleiben Sie gelassen, auch wenn sie nur wenig oder nichts essen möchte. Keine Sorge, sie wird nicht gleich unter einem Nährstoffmangel leiden. Decken Sie ihren Teller mit den anderen ab! Loben Sie sie jedes Mal, wenn sie etwas Neues probiert hat, auch wenn es nur eine kleine Portion war.

Natürlich gibt es auch regelmäßig die Lieblingsspeisen Ihrer Tochter, aber nicht jeden Tag, sondern im Wechsel mit denen der anderen Familienmitglieder. Ihr Kind braucht nicht regelmäßig Extrawürste (z. B. Nutella) zu den Mahlzeiten. Ablenkungen sind bei den Mahlzeiten überflüssig. Zeigen Sie ihr, dass Sie konsequent sind, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Sie wird dadurch lernen, ihre Grenzen zu erkennen.

Beteiligen Sie Ihre Tochter bei der Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten. Lassen Sie sie beim Einkaufen, beim Tischdecken zugucken. Lesen Sie ihr Bilderbücher vor, in denen es um Lebensmittel und gesundes Essen und Trinken geht.

Wichtig ist natürlich Ihr Vorbild. Lassen Sie Ihr Kind bei den Mahlzeiten stets mit am Familientisch vor einem eigenen kindgerechten Gedeck und Besteck sitzen. Zeigen Sie ihr immer wieder ganz bewusst, wie viel Spaß Ihnen die Mahlzeiten machen und wie gut es Ihnen schmeckt.

Fast alle Kleinkinder lieben Fingerfood. Manchmal kommt es nur auf die richtige „Verpackung“ bzw. das richtige „Versteck“ an: Gemüse lässt sich z. B. gut in Suppen, Soßen oder auf der Pizza verstecken. Obst lieben die meisten Kinder im Milchshake, als Obstsalat mit Joghurt oder Sahne, als Obstschaschlik oder auf dem Pfannkuchen. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen.

Tipps und Informationen rund um eine gesunde Kinderernährung finden Sie in dieser Broschüre

Das beste Essen für Kleinkinder

sowie auch beim Netzwerk Gesund ins Leben.

Ich selbst kann weder gut kochen, noch tue ich es gerne. Gibt es neben den warmen Mahlzeiten die Möglichkeit, unsere Kinder (1 und 3 Jahre) gesund zu ernähren?

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Frage von spicewittchen (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Die warme Mahlzeit bringt in erster Linie Abwechslung in den Speiseplan und sorgt damit für eine möglichst ausgewogene Ernährung mit allen notwendigen Nährstoffen. Bei unseren Essgewohnheiten bestehen die kalten Mahlzeiten üblicherweise aus belegten Broten. Da bei diesen Mahlzeiten normalerweise kein Gemüse gegessen wird, würde das Gemüse fehlen, wenn man sich ausschließlich davon ernähren würde. Wenn Ihre Kinder aber zu den kalten Mahlzeiten genügend Rohkost essen, ist auch eine längere Phase ohne warme Mahlzeiten nicht bedenklich. Dafür eignen sich gut Gemüse, wie Paprika, Tomaten, Radieschen, Möhren, Kohlrabi, und auch Kresse und Schnittlauch.

Allerdings kann der Körper einige Nährstoffe besser verwerten, wenn die Lebensmittel erhitzt wurden. Hinzu kommt, dass manche Lebensmittel wie Kartoffeln, bestimmte Gemüsesorten, Fleisch und Fisch, insbesondere für Kleinkinder, vor dem Verzehr gegart werden müssen. Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder möglichst alle Komponenten erhalten (und nicht beispielsweise nur Getreidemahlzeiten zu sich nehmen), um eine ausreichende Versorgung mit sämtlichen wichtigen Nährstoffen zu gewährleisten.

Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung Ihres Kindes bietet Ihnen die Broschüre

Das beste Essen für Kleinkinder – Empfehlungen für die Ernährung von 1- bis 3-Jährigen

sowie das Netzwerk Junge Familie.

Wir haben ein Baby. Genügt es, Obst und Gemüse gründlich zu reinigen oder sollte man sich danach auch die Hände mit Seife waschen? Wie ist das bei rohen oder ungewaschenen Lebensmitteln, Kräutern, Nüssen, Banane oder Orangen?

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

Ich möchte Sie beruhigen. Auch wenn ein kleines Baby im Haus ist, ist eine sorgfältige, aber dennoch normale Hygiene im Haushalt vollkommen ausreichend. Wenn Sie sich regelmäßig gründlich die Hände mit Seife waschen, können Sie sich und Ihre Familie vor vielen Krankheitserregern schützen. Je älter das Baby wird, desto mehr eigene Widerstandskräfte entwickelt es und desto unempfindlicher wird es.

Obst und Gemüse reinigen Sie am besten unter fließendem Wasser, anschließend können Sie es mit einem Tuch trocken reiben und evtl. auch schälen. Wenn Sie direkt danach mit Ihrem Baby Kontakt haben, waschen Sie sich mit normaler Seife die Hände und trocken Sie sie mit einem sauberen Tuch. Diese Empfehlung gilt insbesondere auch nach dem Umgang mit rohen tierischen Lebensmitteln.

Auch frische Kräuter aus dem Supermarkt oder dem Garten sollten vor dem Verzehr gewaschen werden. Bei Nüssen wird ja vor dem Verzehr die Schale entfernt, sodass von Ihnen kein gesundheitliches Risiko ausgeht. Obst wie Bananen oder Orangen schälen Sie vor dem Verzehr. Wenn Sie sich danach die Hände abwaschen oder sie trocken abreiben, sind Sie auf der sicheren Seite.

Meine 6-jährige Tochter bettelt den ganzen Tag nach Süßigkeiten, was mich extrem nervt. Auch bei anderen ist die erste Frage nach Süßigkeiten. Was soll ich machen? Braucht meine Tochter mehr Aufmerksamkeit? Ich habe vor ein paar Wochen ein Baby bekommen.

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

Frage von Bia81 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Die meisten Kinder lieben Süßes und naschen gern. Die Menge an Süßigkeiten sollten Sie begrenzen, da sonst das Risiko besteht, dass Hunger und Appetit auf gesunde Lebensmittel darunter leiden, dass Übergewicht entsteht und die Zähne kariös werden.
Dass Ihre Tochter im Moment besonders großen Appetit auf den süßen Geschmack hat, ist bestimmt nur eine Phase, die vorübergeht. Das ist kein Grund zur Besorgnis, vor allem, wenn sie keine Gewichtsprobleme hat und insgesamt gesund und abwechslungsreich isst und trinkt.

Möglicherweise ist Eifersucht auf das Baby die Ursache. Sie spürt, dass Sie nicht mehr die ganze Aufmerksamkeit von Mama und Papa bekommt, sondern dass sie teilen muss. Daran muss sie sich erst gewöhnen. Sie merkt, dass sie über das Thema Naschen Ihre Zuwendung bekommt. Versuchen Sie so viel Zeit mit ihr wie möglich zu verbringen und zeigen Sie ihr, dass sie genauso wichtig ist für Sie wie das Baby. Machen Sie ihr die Rolle der großen Schwester schmackhaft, lassen Sie sich helfen bei der Babypflege, beim Schieben des Kinderwagens etc. Das wird ihr Interesse an den Süßigkeiten mindern.

Ich empfehle Ihnen, konsequent zu bleiben. Vereinbaren Sie eine feste Naschzeit am Tag und eine bestimmte Portionsgröße (z. B. zwei kleine Riegel Schokolade). Verbringen Sie die tägliche Naschpause am besten mit Ihrer Tochter gemeinsam. Vielleicht nach dem Mittagessen, wenn das Baby schläft und Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit Ihrer Tochter widmen können. Wenn Sie darüber hinaus Hunger auf Süßes bekommt, gibt es Obst, einen Fruchtsaft, ein Milchshake mit Obst, ein paar Trockenfrüchte oder Nüsse. So erkennt sie, dass Sie sie ernst nehmen und auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen.
Sprechen Sie mit der Verwandtschaft und Freunden sowie den Großeltern über Ihre Besorgnis und auch über die Vereinbarung mit Ihrer Tochter, die sie respektieren sollten. Vielleicht kann der „Naschtermin“ an manchen, fest vereinbarten Tagen auch bei anderen stattfinden.

Ausführliche Informationen rund um eine gesunde Kinderernährung finden Sie in dieser Broschüre

Das beste Essen für Kinder

Die Schule beginnt um 7.30 Uhr und endet meist 12.50 oder 15.40 Uhr. Wie viel Essen brauche ich in der Schule, um konzentriert arbeiten zu können. Wie viele belegte Brote und wie viel Gemüse soll ich an einem Schultag essen?

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Frage von Lea (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Toll, dass Sie sich über eine gesunde Ernährung informieren möchten. Hierfür gebe ich Ihnen gerne einige Tipps. Generell sind drei Hauptmahlzeiten – Frühstück, Mittagessen, Abendessen –  sowie zwei Zwischenmahlzeiten (eine vormittags, eine nachmittags) optimal. Orientieren können Sie sich sehr gut an der Ernährungspyramide. Sie enthält alles, was Sie jeden Tag zu sich nehmen sollten. Wenn Sie diese Lebensmittel auf fünf Mahlzeiten am Tag verteilen, ist Ihr Speiseplan perfekt.

Falls Ihr morgendliches Frühstück eher knapp ausfällt, sollte es zum 2. Frühstück in der Schule eine Hauptmahlzeit geben. Nehmen Sie sich dazu gerne bis zu zwei Brote mit, Vollkornbrot ist da genau richtig. Als Belag eignet sich Frischkäse im Wechsel mit Wurst oder anderem Käse, vegetarischem Brotaufstrich oder Nussmus. In Kombination zum Brot ist frisches Obst und Gemüse der Saison optimal. Generell werden drei Portionen Gemüse (inkl. Salate) und zwei Portionen Obst am Tag empfohlen, beim Gemüse zum Beispiel eine Tomate, eine Paprika und ein bis zwei Möhren, beim Obst z. B. ein Apfel und ein Schälchen Beerenobst.

An den kurzen Schultagen bekommen Sie sicher zuhause ein Mittagessen. An den längeren Schultagen können Sie - wenn die Schule kein Mittagessen anbietet – eine weitere Brotmahlzeit mitnehmen. Es bieten sich hier auch Zwischenmahlzeiten in Form von Joghurt oder Quark mit frischem Obst oder Müsli mit Milch an. Als Snacks für zwischendurch sind auch Nüsse eine gute Möglichkeit.

Viele Tipps und praktische Informationen zur gesunden Ernährung bietet Ihnen die folgende Broschüre

Das beste Essen für Kinder

Was Verbraucher zur Seniorenernährung wissen wollen

Alte Frau hält Schale mit Suppe hoch
De Visu / Fotolia.com

Meine Großmutter leidet ständig unter Blähungen und Vollegefühl, obwohl sie sich bewusst ernährt. Kann ihr durch eine geeignete Ernährung geholfen werden?

Frage von Medi (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Wichtig wäre als erstes herauszufinden, welche Lebensmittel Ihrer Großmutter Probleme bereiten. Damit sie diese dann, wenn möglich, weglassen kann. Dafür müsste Ihre Großmutter ausprobieren, bei welchen Lebensmitteln Unverträglichkeitsreaktionen auftreten und welche Lebensmittel sie beschwerdefrei essen kann. Hier hat es sich bewährt, ein Beschwerdeprotokoll über ein bis zwei Wochen zu führen, in dem sie notiert, was sie in welchen Mengen gegessen hat und die Beschwerden. Wenn Unverträglichkeiten bei Obst und Gemüse auftreten, kann es helfen, wenn sie diese vor dem Verzehr leicht dünstet. Das macht die Lebensmittel bekömmlicher.

Grundsätzlich wird bei einer Magenschleimhautentzündung, Blähungen und Völlegefühl eine leichte Vollkost empfohlen. Die leichte Vollkost ist eine vollwertige Ernährung, die den Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen deckt und bei der die Speisen besonders schonend zubereitet werden. Empfehlenswert sind Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie und im Mikrowellengerät. Außerdem werden Speisen, die Unverträglichkeiten wie Blähungen, Völlegefühl auslösen, weggelassen. Da die Verträglichkeit von Lebensmitteln, Speisen und Getränken von Person zu Person unterschiedlich ist, muss jeder selbst ausprobieren, was ihm bekommt. Die Kost sollte reichlich lösliche Ballaststoffe enthalten, da sie sich günstig auf den Darm und die Verdauung auswirken. Sie stecken vor allem in Obst und Gemüse.

Außerdem können probiotische Kulturen in Joghurt, -drinks und Quark die Darmflora unterstützen und die gasbildenden Bakterien verdrängen. Dafür nimmt Ihre Großmutter am besten 14 Tage lang jeden Tag ein probiotisches Produkt, damit sich die probiotischen Kulturen im Darm ansiedeln können. Danach reicht es, ein über den anderen Tag ein solches Produkt zu essen. Damit sich diese Milchsäurebakterien tatsächlich ansiedeln können, ist es hilfreich, dass Ihre Großmutter immer ein Produkt des gleichen Herstellers verwendet, am besten ein Markenprodukt. Hierzu gab es die besten Studienergebnisse. Bakterienstämme von No-Name-Produkten oder Eigenmarken eines Supermarkts sind bislang nicht so intensiv untersucht worden.

Mein Vater (80 Jahre) hat Altersdiabetes und spritzt sich Insulin. Er sollte ca. 5 Kilo abnehmen. Was ist zu beachten, damit die Blutzuckerwerte im grünen Bereich bleiben?

Frage von power (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Bei Altersdiabetes (Zuckerkrankheit) handelt es sich um eine chronische Stoffwechselkrankheit, die auf einem Insulinmangel beruht. Die Hauptkennzeichen sind lang anhaltend hohe Blutzuckerwerte. Sie sind auf eine nachlassende Insulinproduktion oder Insulinwirkung zurückzuführen.

Ernährungsgrundlage ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Kost und regelmäßige körperliche Bewegung (soweit dies bei Ihrem Vater möglich ist).

Einige Punkte sollten Sie jedoch beachten: Wichtig ist, dass Insulingabe und aufgenommene Kohlenhydratmenge aufeinander abgestimmt werden. Kohlenhydrate beeinflussen den Blutzuckerspiegel am stärksten. Mit Zucker gesüßte Getränke führen zu einem raschen, starken Blutzuckeranstieg. Die Verdauung wenig verarbeiteter kohlenhydratreicher Lebensmittel dauert hingegen länger. Dementsprechend erhöht sich der Blutzucker langsamer und nicht so stark, insbesondere in Kombination mit Fett und Eiweiß. Wählen Sie wenig verarbeitete Lebensmittel, Vollkornprodukte mit einem hohen Anteil ganzer Körner und ungezuckerte Lebensmittel. Das hilft, größere Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Zucker durch Süßstoffe ersetzen hilft, zum einen Kalorien einzusparen und zum anderen den süßen Geschmack zu erhalten – ohne dass Süßstoffe den Blutzuckerspiegel erhöhen. Zum Süßen von Getränken eignen sich daher kalorienfreie Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat oder Aspartam.

Außerdem sollte bei Diabetikern die gesamte Fettaufnahme nicht mehr als 30 % der Energieaufnahme ausmachen. Das sind ca. 60 g Fett pro Tag. Wichtiger ist jedoch die Qualität der Fette. Tierische Fette wie Butter, Wurst, Käse, Sahne etc. sind am besten größtenteils durch pflanzliche Fette und Öle zu ersetzen. Besonders positive Wirkungen haben einfach ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in Raps- und Olivenöl enthalten sind.

Die Vitamine A, C und E sowie einige sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe können helfen, typischen diabetischen Folgeschäden, z. B. Durchblutungsstörungen der Beine oder der Augen, vorzubeugen. Diese Inhaltsstoffe sind vor allem auch in frischem Gemüse enthalten. Deshalb sollte Gemüse täglich auf dem Speiseplan stehen.

In den meisten Fällen ist es hilfreich abzunehmen. Das verbessert oder normalisiert die Blutzuckerwerte. Wie Sie Ihr Gewicht am besten beurteilen können, finden Sie in unserem Beitrag zum Bauchumfang.

Informationen und Tipps zur Ernährung finden Sie auch im Beitrag Essen und Trinken bei Typ-2-Diabetes.

Unsere Tipps und Empfehlungen können keine ausführliche Ernährungsberatung oder Diabetikerschulung ersetzen. Dafür wenden Sie sich am besten an den behandelnden Diabetesschwerpunktarzt oder eine speziell geschulte Diabetesberatungsfachkraft.

 

Meine Großmutter (91 Jahre) erbricht fast jede Kost. Durch Magentropfen behält sie morgens und mittags das Essen bei sich. Allerdings ist der Abend problematisch. Was können wir Ihr abends zu essen geben? Was ist mit Astronautenkost?

Frage von ht.reichel (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Zur Entlastung des Verdauungstraktes und zur Vermeidung möglicher Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen wird eine leichte Vollkost empfohlen. Das ist eine vollwertige, ausgewogene Ernährungsweise, die den Körper mit allen notwendigen Stoffen in ausreichendem Maße versorgt, bei der aber Lebensmittel, Getränke und Speisen, die Unverträglichkeiten auslösen, weggelassen werden – also eine leicht verdauliche Kost. Da die Verträglichkeit von Lebensmitteln und Getränken von Person zu Person unterschiedlich ist, muss jeder selbst ausprobieren, was ihm bekommt.

Zudem hilft eine schonende Zubereitung der Speisen wie Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie und im Mikrowellengerät. Generell zu vermeiden sind alle mit stark erhitzten Fetten zubereiteten Gerichte, Fettgebackenes, scharf Gebratenes, Spiegeleier, Bratkartoffeln, fettes Fleisch (Schwein, Hammel, Ente, Gans), fette Wurstsorten, Speck, Fischkonserven in Öl, stark gesalzene und sehr saure Produkte, gezuckerte Limonaden, alkoholische Getränke.

Eine leicht bekömmliche Abendmahlzeit für Ihre Großmutter wäre Hühnerbrühe mit Nudeln, die ggf. entfettet wird. Weitere Möglichkeiten sind Brei aus pürierten Möhren oder Zucchini mit Kartoffeln oder Haferflockenbrei und gedünstetes Obst.

Achten Sie auch auf eine aufrechte Haltung nach den Mahlzeiten und vermeiden Sie, dass sich Ihre Großmutter direkt nach dem Essen hinlegt. Pfefferminztee oder Pfefferminzbonbons helfen im Vorfeld gegen Übelkeit und Erbrechen. Astronautenkost ist ebenfalls geeignet. Allerdings hilft sie bei Erbrechen auch nicht weiter oder müsste über eine Sonde verabreicht werden oder es müssten Ernährungsinfusionen gegeben werden.

Zur Auswahl der geeigneten Astronautenkost berät Sie der Hausarzt, Apotheker oder spezialisierte Ernährungsberater. Achten Sie auf eine hochkalorische Kost und beginnen Sie diese nur langsam.

Der diäetverband.de gibt eine Übersicht über unterschiedliche Produkte unter www.prodiaet.de.

Gibt es bestimmte Ernährungsempfehlungen für Menschen mit chronischen Wunden? Was kann man machen, um die Wundheilung bei einer älteren Person mit der Ernährung zu unterstützen?

Frage von tina1210 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Chronische Wunden können viele Ursachen haben und die Ernährung kann immer nur ein Teilaspekt der Behandlung dieser Erkrankungen darstellen.

Grundsätzlich sollte bei chronischen Wunden immer auf die optimale Versorgung des Körpers mit allen notwendigen Nährstoffen und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Denn nur dann stehen dem Körper alle notwendigen Stoffe zur Wundheilung zur Verfügung.

Studien haben ergeben, dass Menschen mit chronischen Wunden oft mangelernährt sind. Das fördert die Entstehung von chronischen Wunden, verzögert den Heilungsprozess und erhöht das Infektionsrisiko. Daher ist eine Überprüfung der Ernährungssituation unter Berücksichtigung der Primärerkrankung, des Alters und der Gesamtkonstitution bei Menschen mit chronischen Wunden sinnvoll. Anhand dieses Ergebnisses kann ein individueller Ernährungsplan erarbeitet werden, der einer Mangelernährung vorbeugt. Dies sollte im Rahmen einer spezialisierten Ernährungsberatung durchgeführt werden. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort.

Eine grundsätzliche Orientierung für eine ausgewogene Ernährung – bei gesunden Menschen – bietet die Ernährungspyramide.

Meine Großmutter hat einige gesundheitliche Probleme: leichte Osteoporose, erhöhte Cholesterinwerte, Knochenarthritis, leichten Diabetes und leichte Schilddrüsenüberfunktion. Vielleicht können Sie uns Tipps zur Ernährung geben?

Frage von Jessy (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Mit höherem Lebensalter treten häufig mehrere Gesundheitsprobleme und Funktionseinschränkungen gleichzeitig auf. Im Fall Ihrer Großmutter ist die Problematik recht komplex und ich empfehle Ihnen, vor Ort eine persönliche Ernährungsberatung aufzusuchen. Ich kann Ihnen nur einige recht allgemeine Informationen geben.

Grundsätzlich sind auch für Ihre Großmutter täglich Gemüse, Obst, Vollkorngetreideprodukte und Milchprodukte empfehlenswert. Bei Fleisch, Wurst und Fisch reicht es, wenn sie jeweils etwa 2 mal pro Woche auf den Tisch kommen. Ausreichendes Trinken kalorienfreier oder -armer Getränke ist wichtig, besonders im höheren Alter. Bei den einzelnen Erkrankungen gibt es noch verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

Bei Osteoporose ist es wichtig, ausreichend Calcium und Vitamin D aufzunehmen. Das gelingt am besten, wenn Ihre Großmutter möglichst täglich Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Buttermilch und Käse isst. Auch manche Gemüse, etwa Brokkoli, Fenchel oder Grünkohl, sind calciumreich. Als Getränke sind calciumreiche Mineralwässer (> 150 mg Calcium/l) und mit Calcium angereicherte Fruchtsäfte geeignet. Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Es ist jedoch nur in wenigen Lebensmitteln enthalten. Gute Quellen sind Fisch und Champignons. Der Körper ist in der Lage, in der Haut mithilfe von Sonnenlicht selbst Vitamin D zu bilden. Deshalb ist es sinnvoll, dass sich Ihre Großmutter möglichst täglich etwa eine halbe Stunde im Freien aufhält. Und auch viel Bewegung stärkt die Knochen. Es gibt spezielle Gymnastikformen (z. B. Stuhlgymnastik), die auch für ältere Menschen gut durchführbar sind.

Bei einem erhöhten Cholesterinspiegel hilft eine fettbewusste Ernährung, das bedeutet, wenig gesättigte Fette und reichlich ungesättigte Fettsäuren. Fettreiche tierische Lebensmitteln wie Speck, fettes Fleisch oder Schmalz sind aufgrund ihres hohen Gehaltes an gesättigten Fetten zu meiden. Pflanzliche Öle (z. B. Olivenöl, Rapsöl, Sojaöl) und Nüsse enthalten reichlich ungesättigte Fettsäuren und gehören täglich auf den Speiseplan. Außerdem ist eine hohe Zufuhr an Ballaststoffen sinnvoll. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte.

Bei Erkrankungen wie Arthritis empfiehlt es sich, den Verzehr von Fleisch und Wurstwaren sowie Innereien einzuschränken und statt dessen Fisch (z. B. Makrele, Hering) und pflanzliche Ölen (z. B. Rapsöl) sowie reichlich Gemüse und Obst zu essen.

Bei Diabetes ist der Abbau von Übergewicht die wichtigste Maßnahme. Lebensmittel wie Gemüse, Vollkornprodukte und Milchprodukte lassen den Blutzucker nicht so stark ansteigen und sind daher bei einer insgesamt ausgewogenen und abwechslungsreichen Kost sinnvoll.

Eine Schilddrüsenüberfunktion ist nur medikamentös zu behandeln.

Gerade älteren Menschen fällt eine Ernährungsumstellung oft besonders schwer, weil sie an ihren jahrzehntelangen Gewohnheiten festhalten und Neues nur schwer akzeptieren. Außerdem haben sie häufig Beschwerden, die das Essen erschweren, z. B. Kau- und Schluckbeschwerden. Gehen Sie darum sehr behutsam und Schritt für Schritt vor, wenn Sie mit Ihrer Großmutter die Ernährung umstellen. Wählen Sie z. B. bei Gemüse und Obst die Sorten, die sie kennt und mag. Am besten planen Sie so viel Bewegung wie möglich in den Tagesablauf Ihrer Großmutter ein. Generell empfehle ich Ihnen, mit Ihrer Großmutter eine persönliche Ernährungsberatung aufzusuchen. Dort kann auf ihre individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten am besten eingegangen werden. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Großmutter alles Gute!

Weitere Informationen zu den Themen finden Sie in unseren Beiträgen zu Cholesterin und Fetten sowie Essen und Trinken bei Typ-2-Diabetes.

Was Verbraucher zu Gemüse und Obst wissen wollen

Zwei Frauenhände halten verschiedene Obstsorten
Sandor Kacso / Fotolia.com

Als Vegetarier esse ich sehr viel Obst und Gemüse, etwa 1 kg pro Tag. Beim Obst können es auch mal 600-800 g sein. Gibt es eine Obstgrenze, ab der es nicht mehr gesund ist?

von eggo (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Prima, dass Sie auf Ihre Ernährung achten. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung werden zwei Portionen Obst (etwa 250 g) und mindestens drei Portionen Gemüse (etwa 400 g), also insgesamt etwa 650 g am Tag empfohlen. Wenn Sie täglich auf 1.000 g kommen, ist das umso besser. Allerdings sollte der Gemüseanteil immer deutlich höher sein als der Obstanteil. Gemüse enthält ebenso viele gesundheitsfördernde Stoffe wie Obst, liefert aber weniger Energie und weniger Fruchtzucker. Insofern sind 600-800 g Obst am Tag etwas zu viel, auch wenn Sie ansonsten keine Süßigkeiten essen. Ich empfehle Ihnen, die Menge an Obst zu halbieren. Obst enthält viele schnell verfügbare Kohlenhydrate (u. a. Fruchtzucker). Dadurch kommt der Blutzuckerspiegel schnell aus dem Gleichgewicht und es kann zu Heißhungerattacken kommen. Zudem bildet der Körper aus Fruchtzucker vermehrt Fettsäuren, die die Leber und Blutgefäße belasten. Versuchen Sie also, Ihre Obstzufuhr auf zwei Portionen zu reduzieren und stattdessen den Anteil an Gemüse zu erhöhen.

Gehen Vitamine und andere Inhaltsstoffe verloren, wenn Gemüse und Obst auf dem Markt Stunden lang in der Sonne liegen?

von Urlaub (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr.Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr.Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Sie können Ihr Gemüse und Obst auch in Zukunft ohne Bedenken auf dem Markt einkaufen. Solange das Gemüse und Obst noch prall und knackig aussieht, kommt es kaum zu Nährstoffverlusten.

Vitamine reagieren unterschiedlich empfindlich auf Licht und Hitze, nicht alle bauen sich so schnell ab wie das empfindliche Vitamin C. Mineralstoffe und Ballaststoffe sind sogar sehr robust gegenüber Lagerungseinflüssen. Achten Sie beim Einkauf von Gemüse und Obst auf ein frisches Aussehen – also eine typische frische Farbe, knackig, pralles, glänzendes Aussehen, auch von Schale und Blättern sowie ein appetitlicher Duft. Wenn Sie die frischen Lebensmittel dann noch nährstoffschonend zubereiten, können Sie davon ausgehen, auch gut mit Vitaminen und anderen wichtigen Inhaltsstoffen versorgt zu sein. Sichtbar schrumpelige oder welke Ware sollten Sie liegen lassen oder nur zu einem reduzierten Preis einkaufen und direkt verarbeiten.

Wir ernähren uns nur von Bio-Lebensmitteln. Gibt es Lebensmittel – vor allem Gemüse und Obst, die nicht notwendigerweise in Bio-Qualität gekauft werden müssen, da die Erzeugung selbst schon auf hohem Niveau erfolgt?

von ACDC (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Das wichtigste bei der Ernährung ist, viel Abwechslung beim Gemüse und Obst zu haben. Im Allgemeinen weist ökologisch erzeugtes Gemüse und Obst weniger Rückstände auf als konventionell erzeugtes. Aber auch das konventionell erzeugte ist in Deutschland von guter Qualität.

Laut einer Veröffentlichung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit waren 54,1 % der in 2017 untersuchten Proben komplett frei von nachweisbaren Rückständen, 12,1 % der Proben überschritten die gesetzlichen Grenzwerte. In einer Untersuchung der Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg wiesen 82 % der Proben aus konventionellem Anbau aus Deutschland Rückstände auf, eine Überschreitung der gesetzlich festgelegten Höchstmengen wurde bei 14 % festgestellt. Inländisches Gemüse und Obst wies im Allgemeinen weniger Rückstände auf als Ware aus dem Ausland.

Insofern ist es empfehlenswert, nach der Herkunft der Ware zu schauen. Wenn regional erzeugtes Gemüse und Obst angeboten wird, ist es sicherlich eine gute Wahl. Bei Ware aus dem Ausland würde ich – wenn möglich – die ökologisch erzeugte Variante bevorzugen.

Zum Nachlesen:

Informationen zum Bericht der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde

Informationen aus der Lebensmittelüberwachung:

Ergebnisse des LAVES

Ergebnisse des CVUA

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unseren Seiten unter

Schadstoffe

Ich möchte gerne mehr Vitamine aufnehmen, am liebsten mit Smoothies. Kann ich damit alle Vitamine abdecken?

von MrGee (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, wenn Sie Ihre Ernährung durch Smoothies ergänzen möchten. Allerdings kann kein Smoothie alle erforderlichen Vitamine und Mineralstoffe liefern, sondern – wie jedes andere Lebensmittel auch - nur einen kleinen Teil der lebensnotwendigen Nährstoffe.

Bei der Auswahl und Herstellung gilt es jedoch einiges zu beachten. Am besten sind so genannte grüne Smoothies, die hauptsächlich aus Gemüse und Salaten und einem kleinen Anteil Obst bestehen. Smoothies, die ausschließlich auf Obst basieren, liefern zu viele und zu schnell verfügbare Kohlenhydrate und können Blutzuckerschwankungen verursachen. Von den empfohlenen fünf Portionen Gemüse und Obst pro Tag können Smoothies gelegentlich bis zu zwei Portionen ersetzen. Als Portionsgröße gilt hier eine Menge von 200-250 Millilitern.

Weitere Informationen und Tipps für die Herstellung finden Sie in unserem Beitrag

Grüne Smoothies: Gemüse zum Trinken

Als Kindergärtnerin betreue ich Kinder im Alter von 0,5-3 Jahren. Sollen wir weiterhin Obst zu jeder Mahlzeit (Frühstück, Mittag und Nachmittag) reichen oder stattdessen eine Stunde vor dem Mittag eine separate Obstpause einlegen?

von line-baby (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Maren Krüger

Es antwortet: Maren Krüger, Ernährungsberaterin

Auch für Kleinkinder zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr sind am besten fünf Mahlzeiten pro Tag, drei Haupt- und zwei kleinere Zwischenmahlzeiten. Dabei werden fünf Portionen Obst und Gemüse (3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst) am Tag empfohlen. Das sind ungefähr 240-300 g. Davon kann eine Portion durch ein Glas Saft ersetzt werden. Sie können das Obst entweder als Bestandteil einer Zwischenmahlzeit vormittags oder nachmittags oder auch als Nachtisch zum Mittagessen reichen. Auch wenn das Obst möglichst frisch gegessen werden sollte, kann es mal Obstkompott sein, z. B. zu Pfannkuchen oder Milchreis. Bekommen die Kinder schon zum Frühstück Obst oder ein Glas Saft, sind sie mit einer weiteren Portion zum Beispiel am Nachmittag ausreichend versorgt. Die Zwischenmahlzeit am Vormittag erhalten die Kinder am besten nicht kurz vor dem Mittagessen. Gerade der Zuckergehalt im Obst könnte bei den Kindern den Appetit darauf verringern.

Säuglinge brauchen in den ersten zehn Lebensmonaten vier Mahlzeiten am Tag. Sie bekommen Obst in Form des Getreide-Obst-Breis am Nachmittag und in Form von Saft als Bestandteil des Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breis mittags und des Getreide-Vollmilch-Breis abends. Ab dem zehnten Lebensmonat können die Kinder dann langsam an die ganz normale Familienkost gewöhnt werden. Dann gelten die Empfehlungen wie bei den Kleinkindern.

Was Verbraucher zu Vitaminen und Mineralstoffen wissen wollen

Roter, weißer und grüner Smoothie mit jeweils Strohhalm nebeneinander
George Dolgikh / Fotolia.com

Wenn ich mit Smoothies mehr Vitamine aufnehmen möchte, worauf muss ich achten?

Frage von MrGee (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Das ist eine gute Idee! Allerdings kann kein Smoothie alle erforderlichen Vitamine liefern, sondern – wie jedes andere Lebensmittel auch – nur einen Teil der lebensnotwendigen Nährstoffe. Am besten sind grüne Smoothies, die hauptsächlich aus Gemüse und Salaten und einem kleinen Obstanteil bestehen. Smoothies, die ausschließlich auf Obst basieren, liefern zu viele und zu schnell verfügbare Kohlenhydrate und können Blutzuckerschwankungen verursachen. Von den empfohlenen 5 Portionen Gemüse und Obst pro Tag können Smoothies gelegentlich bis zu 2 Portionen ersetzen. Als Portionsgröße gilt hier eine Menge von 200-250 ml.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Grüne Smoothies: Gemüse zum Trinken

Ist Tiefkühlgemüse besser als Konserven?

Frage von Irene123 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Gemüse aus Konserven enthält weniger Nährstoffe als Tiefkühlgemüse und frische Lebensmittel. Denn das Konservengemüse wird beim Herstellungsprozess zweimal erhitzt, um es haltbar zu machen. Dabei wird ein Teil der Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe abgebaut. Gemüse, das als Tiefkühlgemüse eingefroren wird, geht vom Feld direkt in die Fabrik. Dort wird das Gemüse in der Regel nur kurz erhitzt und direkt tief gefroren. Dadurch fallen die Vitaminverluste meist geringer aus. Es kommt jedoch auch darauf an, wie Sie das Gemüse zu Hause verarbeiten. Gemüse sollte immer so kurz wie möglich mit wenig Flüssigkeit zubereitet werden, um Vitaminverluste möglichst gering zu halten.

Außerdem wird in vielen Konserven deutlich mehr Salz eingesetzt, als in ungewürztem Tiefkühlgemüse. Durch die lange Einwirkzeit von Salz auf das Konservengemüse enthält das Konservengemüse deutlich mehr Salz als frisches oder Tiefkühlgemüse.

Mehr Infos zum Thema Tiefkühlgemüse finden Sie im Beitrag Gefrieren

Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel, um meinen Körper optimal mit Nährstoffen zu versorgen?

Frage von Michael (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Ich kann Ihren Wunsch nach einer Optimierung Ihrer Ernährung nachvollziehen. Doch Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel nicht notwendig für jemanden, der gesund ist und sich abwechslungsreich ernährt. Dieser Ansicht sind auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Und der Schein trügt, denn eine einseitige, unausgewogene Ernährungsweise lässt sich nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen. In Lebensmitteln ist eine große Vielfalt an lebensnotwendigen und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen enthalten, die durch Nahrungsergänzungsmittel niemals in der Vielfalt und in den richtigen Mengen – nicht zu viel und nicht zu wenig – abgedeckt werden kann.

Grundsätzlich unterscheiden sich natürliche und synthetische Vitamine in ihrer Wirkungsweise nicht. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden besteht in der Dosierung und der Art, wie sie dem Körper angeboten werden: Bei Vitaminen aus Lebensmitteln gibt es positive und negative Einflüsse auf die Bioverfügbarkeit, also die Aufnahme in den Darm, durch gleichzeitig vorhandene andere Inhaltsstoffe. Bei synthetischen Vitaminen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ist das nicht der Fall, wodurch z. B. nachteilige Effekte durch Überdosierungen begünstigt werden können. Mit Nahrungsergänzungsmitteln können zudem sehr viel höhere Mengen einzelner Nährstoffe aufgenommen werden, was sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken kann. Mit natürlichen Lebensmitteln nehmen wir bei den meisten Vitaminen die Tagesdosis in kleinen Mengen über den Tag verteilt auf. In diesen kleinen Mengen ist die Bioverfügbarkeit in der Regel besser.

Eine Orientierung für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung bietet die Ernährungspyramide des BZfE.

Wie hoch ist der Jodgehalt in Meersalz – auch gegenüber jodiertem bzw. jodfreiem Speisesalz? Gibt es Vorteile gegenüber anderen Salzen?

Frage von lobeliana (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Meersalz enthält relativ wenig Jod, und zwar nur 0,2-2 mg pro kg. Jodiertes Speisesalz liefert mit 15-25 mg Jod pro kg das Vielfache dieser Menge. Unjodiertes Speisesalz enthält im Vergleich dazu 0,1 mg Jod pro kg. Meersalz hat aus ernährungsphysiologischer Sicht keine Vorteile. Feinschmecker begründen die Verwendung mit einem besseren Geschmack. Am besten probieren Sie es aus, ob Sie Geschmacksunterschiede feststellen können.

Der geringe Jodgehalt von Meersalz liegt darin begründet, dass Jodid sich beim Trocknen in den Verdunstungsbecken in elementares Jod umwandelt. Dies verflüchtigt sich und geht dadurch verloren. Bei der Jodanreicherung von Speisesalz wird daher Jodat verwendet, das weniger flüchtig ist. Jodat wird im Magen-Darm-Trakt zu Jodid reduziert, das fast vollständig in den Körper aufgenommen wird.

Mit unjodiertem Meersalz oder Speisesalz ist es schwieriger, die empfohlene Jodzufuhr von 200 µg pro Tag für Erwachsene zu erreichen. Wer täglich mit Jodsalz würzt, kann so schon die Hälfte der empfohlenen Menge aufnehmen. Andere gute Jodquellen sind Seefische und Algen. Der Jodgehalt von Algen schwankt jedoch sehr stark und kann extrem hoch sein. Daher sollten Algen nicht regelmäßig gegessen werden. Auch Milchprodukte sind eine gute Jodquelle, weil Jod in den Futtermitteln enthalten ist.

Weitere Informationen zur Jodmangelvorsorge finden Sie auf den Seiten des Bundesinstitutes für Risikobewertung  unter Fragen und Antworten zur Jodversorgung und zur Jodmangelvorsorge.

Weitere Informationen zu Salz finden Sie im Beitrag Trendlebensmittel Salz und in der Broschüre Speisesalz / 12 Fragen - 12 Antworten.

Kann der Körper bei Bedarf Fett abbauen, um damit fettlösliche Vitamine zu verwenden? Oder benötigt er die gleichzeitige Aufnahme von Fett und fettlöslichen Vitaminen? Braucht es z. B. Öl im Karottensalat?

Frage von SportyFreiburg (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Unser Körper kann die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aus Lebensmitteln nur aufnehmen, wenn in der Nahrung gleichzeitig etwas Fett enthalten ist. Nur dann lösen sich die Nährstoffe aus den Pflanzenzellen heraus. Sie kennen diesen Effekt wahrscheinlich, wenn Sie schon mal einen Karottensalat gemacht haben, bei dem sich nach kurzer Zeit in den Fetttröpfchen das orange-farbene Karotin ansammelt. Wenn die Nährstoffe in Fett bzw. Öl gelöst sind, können sie von den Darmzellen besser aufgenommen werden.

Da das Fett im Darmtrakt benötigt wird, wäre es für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine sinnlos, wenn dafür die Fettdepots abgebaut würden. Denn das Fett gelangt nicht in den Darm, wenn es abgebaut wird.

Die meisten Lebensmittel wie Eier oder Fisch, die fettlösliche Vitamine enthalten, enthalten bereits von Natur aus geringe Mengen an Fett, sodass sie für den Körper verfügbar sind. Bei reiner Rohkost bietet es sich an, etwas Fett dazu zu essen. Dabei reicht eine kleine Fettmenge, sie sollte möglichst in der gleichen Mahlzeit oder etwa eine ½ Stunde davor oder danach aufgenommen werden. Sie können auch mit den Mahlzeiten z. B. ein belegtes Brot oder ein paar Nüsse essen oder ein Glas Milch dazu trinken. Wichtig ist, dass die Lebensmittel gut gekaut werden, damit das Fett aus den Zellen austreten kann und sich die verschiedenen Nahrungsbestandteile gut vermischen. Da in den allermeisten Mahlzeiten immer auch ein wenig Fett vorkommt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, dass Sie die fettlöslichen Vitamine aus den einzelnen Mahlzeiten nicht verwerten können.

Es ist aber auch kein Problem, wenn Sie Karotten oder ähnliches gelegentlich ohne Fett essen. Karotten enthalten neben den fettlöslichen Vitaminen noch viele andere wichtige Inhaltsstoffe, z. B. Ballaststoffe, die auch ganz ohne Fett ihre Funktionen erfüllen.

Man liest immer wieder, dass Calcium und Magnesium im Verhältnis 3:1 aufgenommen werden sollte. Was passiert, wenn ich zu wenig Magnesium oder zuviel Calcium aufnehme oder umgekehrt?

Frage von Saloppi (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Es ist richtig, dass das ideale Calcium-Magnesium-Verhältnis etwa zwischen 2:1 und 3:1. liegt. Das beruht auf den Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die für Erwachsene eine Calciumzufuhr von 1.000 mg pro Tag und eine Magnesiumzufuhr von 350-400 mg pro Tag empfiehlt.

Das Verhältnis ist außerdem dadurch begründet, dass die Wiederaufnahme aus der Harnflüssigkeit in den Nieren gekoppelt ist: Je mehr Magnesium wieder aufgenommen wird, desto weniger kann Calcium aufgenommen werden. Außerdem werden die Konzentrationen beider Mineralstoffe über das gleiche Hormonsystem geregelt.

Eine zu hohe Magnesiumzufuhr über einen längeren Zeitraum kann zu einem Defizit in der Calciumversorgung führen und umgekehrt. Dies kann beispielsweise durch die einseitige Aufnahme dieser Mineralstoffe in Form von Präparaten oder Nahrungsergänzungsmittel geschehen. Deshalb sollten entsprechende Präparate auch nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Was Verbraucher zur Ernährung ab 50 wissen wollen

Therapeutin trainiert Mann und Frau mit Hanteln
Picture-Factory / Fotolia.com

Ist der Nährstoffbedarf bei sportlich aktiven 50-Jährigen höher als bei sportlich aktiven 30-Jährigen?

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Bonn

Frage von Jonny (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Auch in einem etwas höheren Lebensalter ist es gut für die Gesundheit, regelmäßig Sport zu treiben. Das hält fit, schützt vor übermäßigem Muskelabbau und sorgt für stabilere Knochen. Gut geeignet in jedem Alter sind Sportarten wie zügiges Spazierengehen, Schwimmen, Fahrrad fahren, Gymnastik oder leichtes Muskeltraining mit Geräten.

Der übliche, in der Freizeit betriebene Sport führt jedoch nicht zu einer Erhöhung des Nährstoffbedarfs; lediglich Hochleistungssportler haben einen erhöhten Bedarf für einige Nährstoffe. Mit zunehmendem Alter sinkt allerdings der Grundumsatz, der Körper benötigt weniger Energie, aber die gleiche Menge an Nährstoffen wie früher. Bevorzugen Sie daher am besten Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte (d. h. hoher Nährstoffgehalt bei geringem Energiegehalt) wie Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und fettarme Milchprodukte.

Besonders wichtig ist es, ausreichend zu trinken, gerade bei sportlicher Aktivität. Durch den Sport verliert der Körper Flüssigkeit, das Durstempfinden lässt im Alter jedoch nach. Daher sollte während und nach dem Sport besonders viel getrunken werden. Spezielle Sportlergetränke sind allerdings nicht notwendig. (Mineral-)Wasser oder damit gemischte Frucht- oder Gemüsesäfte sowie Kräuter- und Früchtetees reichen für den Flüssigkeitsausgleich nach leichter sportlicher Betätigung und auch im Alltag völlig aus.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in der Broschüre

Rundum fit mit Sport und Ernährung

Bei mir ist der Blutzucker an der Obergrenze mit 102 statt 100. Ich bin 56. Was soll ich nicht mehr essen und was soll ich essen, damit er wieder im Normalbereich liegt?

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Sie haben Recht, Ihr Blutzuckerwert ist grenzwertig. Deshalb sollten Sie zunächst klären lassen, ob es sich um einen einmaligen Wert handelt, der zum Beispiel durch einen Messfehler entstanden ist oder ob Ihr Blutzucker dauerhaft erhöht ist. Sollte Letzteres der Fall sein, könnte eine Insulinresistenz oder ein Diabetes mellitus vorliegen. Dies können Sie mit Hilfe eines oralen Glucose-Toleranztestes zum Beispiel bei Ihrem Hausarzt oder einem Diabetologen klären lassen.

Ihre Blutzuckerwerte können Sie durch eine ausreichende Ballaststoffzufuhr positiv beeinflussen. Daher ist es empfehlenswert regelmäßig Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, -nudeln und Naturreis zu essen. Mindestens 3 Portionen Gemüse am Tag sind ebenfalls sinnvoll.

Sollten Sie auf dem Weg sein, einen Diabetes zu entwickeln, spielt häufig das Gewicht eine Rolle. Eventuell ist daher eine Gewichtsreduktion ratsam, mit der Sie zusammen mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung Ihren Stoffwechsel entlasten und der Entwicklung eines Diabetes mellitus entgegenwirken.

Wie eine gesunde Ernährung aussehen kann, zeigt Ihnen die Ernährungspyramide.

Tipps zur gesunden Gewichtsreduktion finden Sie in der Broschüre Genussvoll Kalorien sparen.

Wenn Sie Unterstützung bei der Ernährungsumstellung benötigen, wenden Sie sich am besten an eine anerkannte und produktunabhängige Ernährungsberatungsfachkraft. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite "Ernährungsberatung vor Ort". Die meisten Krankenkassen bezuschussen eine solche Ernährungsberatung.

Ist die Proteinversorgung im Alter mit den jetzigen Empfehlungen unzureichend?

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Frage von Ferdinand.at (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Die Ernährungsfachgesellschaften für Deutschland, Österreich und der Schweiz (D-A-CH-Referenzwerte) empfehlen für Erwachsenen (von 19 bis 65 Jahre) eine Zufuhr von 0,8 g pro kg Körpergewicht und Tag. Dabei wurden bereits Sicherheitszuschläge einbezogen, sodass die Zufuhr des Einzelnen auch niedriger sein kann. Für Erwachsene im Alter ab 65 Jahren wird ein höherer Wert von 1,0 g pro kg Körpergewicht pro Tag empfohlen, der den Erhalt der Körperfunktionen im Alter zusätzlich berücksichtigt. Da sich der Proteinbedarf für diese Altersgruppe aus den vorliegenden Studien bisher nicht ganz genau ableiten lässt, wird er nur als Schätzwert angegeben.

Die tatsächlich aufgenommene Eiweißmenge in Deutschland liegt im Mittel über den Empfehlungen. Nach den Daten der Nationalen Verzehrsstudie II von 2008 haben insgesamt 11 % der Männer und 15 % der Frauen in Deutschland eine unzureichende Proteinzufuhr. Wird bei der Auswertung der Daten der neue Schätzwert für Erwachsene ab 65 Jahren von 1,0 g pro kg Körpergewicht pro Tag zugrundegelegt, dürfte sich der Anteil an Senioren, die den Schätzwert nicht erreichen, erhöhen.

Ausgewählte Fragen und Antworten zu Protein finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Ich bin 58 Jahre alt, 1,76 m groß und wiege 112 kg. Ich versuche mit Eiweißdrinks abzunehmen und gehe Schwimmen, aber am Gewicht ändert sich nichts. Ich arbeite überwiegend im Sitzen. Was kann ich noch versuchen, um abzunehmen?

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Frage von lotosblüte (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Für eine Gewichtsreduktion bietet das Konzept der Ernährungspyramide eine sehr gute Basis. Sie erklärt, was und wie viel man essen darf, ohne Kalorienzählen zu müssen oder auf bestimmte Lebensmittel verzichten zu müssen. Die Ernährungspyramide bietet den acht Lebensmittelgruppen in sechs Ebenen Platz. So kann sie ganz individuell mit den jeweiligen Lieblingslebensmitteln gefüllt werden. Täglich stehen Ihnen folgende 22 Portionen zur Verfügung. Welche Portionen Sie wann essen, ist Ihnen überlassen. Wir empfehlen täglich 3 bis 5 Mahlzeiten, darauf können Sie die Portionen dann verteilen. Empfehlenswert ist es, zwei Stunden vor dem Schlafen nicht mehr zu essen, da Ihr Energiebedarf nachts sehr gering ist und um den Magen für einen guten Schlaf zu entleeren.

Die Ernährungspyramide ist für ein konstantes Körpergewicht berechnet worden. Zum Abnehmen müssen Sie also einige Portionsgrößen etwas verringern. Dies betrifft in erster Linie die tierischen Lebensmittel wie fettes Fleisch und Wurst, tierische Fette aus Fleisch, Wurstwaren und Milchprodukten sowie die Extras. Getränke, Obst und Gemüse sollten Sie nicht reduzieren.

Bei einer Gewichtsreduktion essen Sie zum Sattwerden weiterhin ausreichend Gemüse, Rohkost und Blattsalat. Ihre Eiweißzufuhr können Sie über Milch und Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier oder Hülsenfrüchte sicherstellen, Eiweißdrinks zur Gewichtsreduktion sind bei den oben angegebenen Portionsgrößen in der Regel nicht notwendig. Außerdem sollten Sie Ihre Versorgung an lebensnotwendigen Fettsäuren am Tag mit 1 Portion Ölen (entspricht 2 EL) in Form von Sonnenblumen-, Raps-, Sesam-, Walnussöl oder Margarine absichern.
Reduzieren können Sie langsam Ihre Portionen an Brot, Müsli, Kartoffeln, Reis oder Nudeln.

Zusätzlich ist sind 2-3x Ausdauer Sport und 1-2x Kräftigungsgymnastik pro Woche sinnvoll.

Wenn das allein nicht zu einer gewünschten Gewichtsreduktion führt, empfehle Ich Ihnen eine individuelle Ernährungsberatung, in der Sie klären, ob alle Nährstoffe ausreichend zugeführt werden und wie sich der Sport gegebenenfalls optimieren lässt. Auch eine Messung der Körperzusammensetzung mit einem medizinischen Messgerät zur Bestimmung der stoffwechselaktiven Zellmasse (BCM) kann hilfreich sein. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort. Viele Krankenkassen bezuschussen diese Beratung.

Sind Milchprodukte bei Osteoporose ratsam ist? Ich habe gelesen, dass z. B. der Körper zu viel Eiweiß ausscheidet und damit auch Calcium. Wird das Calcium aus pflanzlichen Produkten und Mineralwasser besser verwertet als aus Milchprodukten?

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Frage von Peterchen226 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Ich kann die Verwirrung in Bezug auf die besten Calciumquellen nachvollziehen, denn das wird tatsächlich hitzig debattiert. Eine gute Quelle für Calcium ist Mineralwasser. Von einem calciumhaltigen Mineralwasser spricht man ab einem Gehalt von 150 mg/l. Es gibt auch Mineralwässer mit einem Gehalt von über 300 mg/l. Empfohlen werden insgesamt 1000 mg Calcium pro Tag.

Einige Gemüsearten enthalten ebenfalls Calcium, zum Beispiels Fenchel und Broccoli. Mit einer durchschnittlichen Portion Gemüse kann man etwa 150-300 mg Calcium aufnehmen. Da Calcium wasserlöslich ist, sollte das Gemüse nährstoffschonend gegart werden, d. h. vor allem mit wenig Wasser. Auch einige Nüsse und Samen enthalten Calcium wie Mandeln und Sesam, liefern aber auch gleichzeitig relativ viel Fett. Sie sollten deshalb nicht in großen Mengen essen kann, etwa 25 g am Tag werden empfohlen.

Um die empfohlenen 1000 mg Calcium am Tag zu erreichen, müssten Sie ziemlich viel von diesen Gemüsearten essen. Milch und Milchprodukte sind die einzige Quelle, die reichlich Calcium enthalten. Mit drei Portionen Milch und Milchprodukte kann man „locker“ 780 mg, also drei Viertel der empfohlenen Calciummenge, aufnehmen. Mehr als drei Portionen an Milch und Milchprodukten braucht es allerdings nicht zu sein.

Eine zu hohe Proteinzufuhr durch Milchprodukte ist nur möglich, wenn man zu viel von den eiweißreichen Milchprodukten wie Käse und Quark aufnimmt oder von anderen proteinreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Eiern. Milch als Getränk und Sauermilchprodukte enthalten pro Portion relativ wenig Protein. Es werden 3 Portionen Milch und Milchprodukte und eine Portion einer weiteren Proteinquelle empfohlen (Ernährungspyramide). Wer sich daran orientiert und gleichzeitig viel Gemüse isst, braucht eine Übersäuerung und eine damit verbundene erhöhte Calciumausscheidung mit dem Urin nicht zu befürchten.

Die Aussage, das Calcium aus Milch nicht verwertet werden könne, ist schlichtweg falsch. Milch- und Milchprodukte enthalten sogar einige Inhaltsstoffe, wie Eiweißbausteine, Milchzucker, Vitamin D und organische Säuren, die die Aufnahme von Calcium begünstigen. Deshalb ist die Verfügbarkeit des Calciums aus Milch etwa gleich hoch wie die Verfügbarkeit aus Mineralwässern.

Osteoporose wird allerdings auch noch durch einige andere Faktoren wie Untergewicht oder Überfunktion der Schilddrüse beeinflusst. Sehr wichtig ist der Vitamin-D-Spiegel im Blut, denn das Vitamin D sorgt dafür, dass das Calcium in die Knochen eingelagert wird. Wichtig ist auch, sich ausreichend zu bewegen. Starke Muskeln üben einen Reiz auf die Knochen aus, der für eine Kräftigung und den Einbau von Calcium sorgt.

Wenn eine Osteoporose vorliegt, ist eine persönliche Beratung sinnvoll. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir hier nur allgemeine Informationen geben können. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre Milch und Milcherzeugnisse und

Informationen zu Calcium in der Broschüre

Vitamine und Mineralstoffe – eine starke Truppe

Was Verbraucher zur Verdauung wissen wollen

Männerhand an Brust
iStock.com / nebar

Was kann man bei zu viel Magensäure tun? Welche Lebensmittel sollte man meiden?

Frage von Joana (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Zunächst sollten Sie bei einem Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen klären lassen, ob eine organische Ursache oder auch Stress zur Übersäuerung des Magens führen. Falls beides nicht der Fall ist, können Sie durch Ernährungsmaßnahmen versuchen, die Magensäureproduktion zu hemmen. Dafür ist es wichtig, alle Extreme zu meiden. Sie gelten als Säurelocker. Das sind z. B. sehr scharfe Gewürze, sehr saure oder süße Lebensmittel, sehr heißes oder kaltes Essen und Getränke und auch sehr fettreiche Lebensmittel (vor allem stark erhitzte Fette). Versuchen Sie – vielleicht mit Unterstützung durch einen Ernährungsberater – herauszufinden, was Ihnen bekommt.

Hilfreich ist in jedem Fall, wenn man in Ruhe isst, sich viel Zeit lässt und gut kaut. Das Essen und die Getränke sollten wohltemperiert sein. Wenn Sie das Essen nährstoffschonend zubereiten, Fette nicht zu stark erhitzen und auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Speisen mit viel Gemüse achten, wird das Ihrem Magen gut tun. Als Getränk ist Wasser, vor allem Mineralwasser mit viel Hydrogencarbonat, bekömmlich.

Wenn Sie weitere Informationen zur Gestaltung Ihres Speiseplans wünschen, empfehle ich Ihnen, vor Ort eine Ernährungsberatungspraxis aufzusuchen. In einem persönlichen Gespräch ist es besser möglich, auf Ihre individuelle Situation einzugehen. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite "Ernährungsberatung vor Ort".

Ich esse viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, also Ballaststoffe. Sie sollen ja besonders sättigen. Trotzdem habe ich öfters nachmittags Hungerattacken. Was sättigt am besten?

Frage von L.Schmidt (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Wenn Sie häufig zur gleichen Tageszeit Heißhungerattacken haben, könnte dies mit Ihrer Mahlzeitstruktur und Ihrer Mahlzeitenzusammensetzung im Tagesablauf zusammenhängen. Möglicherweise ist der zeitliche Abstand zur letzten Hauptmahlzeit zu lange oder die Mahlzeit war nicht optimal zusammengesetzt. Um Heißhungerattacken vorzubeugen, sind regelmäßige kleine Mahlzeiten alle 2–3 Stunden wichtig. Neben den 3 Hauptmahlzeiten, planen Sie deshalb am besten 1-2 Zwischenmahlzeiten ein. Als Zwischenmahlzeit eignen sich Rohkost, eine kleine Handvoll Nüsse oder ein Sauermilchprodukte (Joghurt, Buttermilch) besonders gut.

Die Sättigung ist ein sehr komplexer Prozess, an dem nicht nur Ballaststoffe beteiligt sind. Ballaststoffe verursachen über ihr Volumen Nervenreize in der Magenwand und machen so vor allem kurzfristig satt. Insofern ist es gut, wenn jede Mahlzeit ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte enthält. Langfristig sättigt eine Mahlzeit, wenn sie auch noch Proteine und Fett enthält. Proteine sorgen für eine lang anhaltende Sättigung und Fett verzögert die Magenentleerung und verlangsamt so den Übertritt in den Dünndarm.

Deshalb sollte jede Hauptmahlzeit neben Ballaststoffen auch Protein und etwas Fett enthalten. So ist am besten gewährleistet, dass man sich nach der Mahlzeit lange satt und zufrieden fühlt. Ergänzen Sie daher Vollkornnudeln, Kartoffeln, Vollkornbrot oder Naturreis mit etwas Fett bzw. Öl und z. B. Eier, Fisch, Fleisch oder Milchprodukte. Auf die ausreichende Ballaststoffzufuhr durch Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte achten Sie ja bereits. Eine gute Orientierung zur Zusammensetzung der täglichen Ernährung liefert die Ernährungspyramide des BZfE.

Weitere Informationen zur Ernährungspyramide finden Sie in der Rubrik Ernährungspyramide: Eine für alle

sowie in der Broschüre Einfach besser essen

Ich bin in der 32. Woche schwanger. Kann ich Trockenpflaumen und Milchzucker gegen meine Verdauungsprobleme unbesorgt essen und wie lange darf ich die geöffneten Verpackungen nutzen? Was kann ich noch gegen Verstopfung tun?

Frage von Sonne80 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

 Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Milchzucker und Trockenpflaumen können Sie ohne Bedenken auch während der Schwangerschaft zu sich nehmen. Das sind Hausmittel bei einer Verstopfung. Milchzucker wirkt abführend. Meist reichen 1-2 Esslöffel am Tag, um den Darm in Schwung zu bringen. Wenn Sie die angebrochene Packung verschlossen und trocken lagern, ist das Pulver bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums haltbar. Da es sich um ein Trockenprodukt handelt, ist das Produkt nicht anfällig für einen Verderb und lange haltbar.

Trockenobst wie Trockenpflaumen enthalten besonders viele Ballaststoffe, die die Verdauung in Trab bringen. Weichen Sie das Trockenobst am besten vorher in Wasser ein. Eine kleine Handvoll Trockenobst am Tag reicht aus. Wenn Sie die Trockenfrüchte trocken aufbewahren, können Sie diese – auch nach dem Öffnen – etwa ein Jahr verwenden. In seltenen Fällen können Trockenfrüchte auch Schimmel ansetzen. Das merken Sie dann aber am schimmeligen Geruch.

Darüber hinaus können Sie viel gegen Verstopfung tun, z. B. wenn Sie ballaststoffreiche Lebensmittel essen. Das sind Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst und Getreideprodukte aus Vollkorn. Gemüsearten wie Möhren, Fenchel, Kohlgemüse, Knollensellerie und Pilze enthalten viel Ballaststoffe. Das gilt ebenso für Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen, Erbsen, Linsen), die am besten mehrmals pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Mit Sauerkraut oder Sauerkrautsaft und Sauermilchprodukten wie Joghurt oder Dickmilch können Sie die Verdauung zusätzlich anregen. Auch bei probiotischen Milchprodukten (z. B. Yakult, Activia von Danone) wurde eine Verbesserung der Verdauungsfunktionen beobachtet.

Einige Teesorten, z. B. Fenchel- oder Kümmeltee, wirken verdauungsfördernd, ebenso wie Flohsamenschalen. Wichtig ist, dass Sie dazu genügend trinken. Ein Glas Wasser morgens auf nüchternem Magen aktiviert zusätzlich bei vielen die Verdauungsfunktionen.

Weitere Informationen zum Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ finden Sie in unserer Rubrik Schwangere

und in der Broschüre Das beste Essen in der Schwangerschaft

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Baby alles Gute!

Warum werden wir mittags von Kohlenhydraten müde? Ist Eiweiß mittags besser, da es nicht so müde macht?

Frage von atw87 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Nach einer Mahlzeit ist der Körper mit der Verdauung beschäftigt. Die Verdauungsorgane werden dann besonders gut durchblutet, andere Organe weniger stark. So wird auch das Gehirn etwas weniger gut mit dem im Blut gelösten Sauerstoff versorgt. Das macht müde. Dieser Effekt tritt vor allem nach üppigen und schwer verdaulichen Mahlzeiten wie sehr fettigen Speisen ein, wenn der Körper stark mit der Verdauung beschäftigt ist.

Nach besonders kohlenhydratreichen Mahlzeiten kommt es zu einem raschen Blutzuckeranstieg. Um den hohen Blutzuckerspiegel schnell auszugleichen, schüttet die Bauchspeicheldrüse verstärkt das Hormon Insulin aus. Ist die Insulinausschüttung so hoch, dass der Blutzucker rapide abfällt, tritt eine relative Unterzuckerung auf. Da unser Gehirn aber auf den Blutzucker als Energiequelle angewiesen ist, kann seine Leistungsfähigkeit für eine gewisse Zeit eingeschränkt sein. Die Folge ist ebenfalls Müdigkeit. Aber auch eiweißhaltige Mahlzeiten können müde machen. Aus eiweißreicher Nahrung gelangt verstärkt der Eiweißbaustein Tryptophan ins Gehirn. Er wird dort zu Serotonin umgewandelt, das uns schläfrig macht.

Wenn Sie das Mittagstief vermeiden möchten, essen Sie am besten fettarme und relativ leicht verdauliche Speisen, die Gemüse und Salat sowie einen fettarmen Eiweißträger (z. B. Hähnchen- oder Putenbrust, Seelachs) enthalten. Bevorzugen Sie als Beilage Vollkornprodukte (z. B. Vollkornbrot, -nudeln oder -reis), da sie langsam ins Blut gehen und den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lassen. Meiden Sie eher fettreiche, panierte und gebratene Speisen, da diese lange im Magen liegen. Und essen Sie nur so viel, wie Sie sich wohl, aber nicht voll fühlen. Der klassische „Verdauungsspaziergang“ nach dem Essen hilft ebenfalls gegen die Müdigkeit.

Milch verschleimt den Darm. Ist Milch auch in geringen Mengen schädlich und daher besser, sie gar nicht zu trinken?

Frage von wuhrle am 29.07.2013 20:07 Uhr

 Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Für gesunde Menschen ist Milch in normalen Mengen nicht schädlich. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung werden 3 Portionen Milch und Milchprodukte am Tag empfohlen. Eine Portion entspricht dabei 1 Glas Milch, 1 Becher Joghurt oder 1 Scheibe Käse.

Die Behauptung, dass Milchkonsum die Schleimbildung fördert, ist zwar immer wieder zu lesen, aber offenbar nicht richtig. Wissenschaftler der Universität Zürich haben diese Fragestellung untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass kein Zusammenhang zwischen der Verschleimung und dem Milchkonsum besteht. Selbst bei Patienten mit einer Erkältung konnte dies nicht festgestellt werden. Es ist aber offenbar so, dass man kurz nach dem Trinken von Milch das Gefühl von Schleim im Rachen hat. Das ist jedoch nur kurzfristig der Fall und trifft auch für andere Getränke zu. Die Wissenschaftler beobachteten lediglich bei Asthma-Patienten, die gleichzeitig auch eine Kuhmilcheiweißallergie hatten, dass diese mehr Schleim produzierten, wenn sie Milch zu sich nahmen. Da Patienten mit Kuhmilcheiweißallergie aber ohnehin auf Milch reagieren und deshalb keine Milch zu sich nehmen sollten, kann man dieses Ergebnis nicht auf gesunde Menschen übertragen.

Aus gesundheitlicher Sicht gibt es keinen Grund, auf Milch zu verzichten. Im Gegenteil Milch und Milchprodukte sind wichtige Lieferanten von Protein, B-Vitaminen und Calcium. Wenn Weitere Informationen zu Milch finden Sie in unserer Rubrik Vom Acker bis zum Teller und in der Broschüre Milch und Milcherzeugnisse