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Weinseliger September

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Nicht nur die Trauben munden uns gar köstlich, auch Weinblätter fanden dieses Jahr erstmals den Weg in unsere Küche.

Dieses Jahr ist ein gar prächtiges Weinjahr, das trifft auch auf unsere beiden Rebstöcke mit Tafeltrauben zu. Sowohl die Sorte 'Pölöskei Muskataly' als auch die kernarme Sorte 'Evita' (beide hell und sehr robust) tragen überreich und die Verpackungsaktion mit Gazebeuteln hat Vögel und Wespen bis zuletzt erfolgreich ferngehalten.

Helle Weintrauben
Löwenzähnchen

Von den verpackten Exemplaren zumindest, der Unterschied auf den letzten Metern der Reife ist schon deutlich sichtbar. An den ungeschützten Trauben feierten die Wespen fröhliche Feste, weshalb wir sie als Erstes ernteten. Das Superwespenjahr hätte uns sonst den Spätsommer vermiest – wir hatten schon im Juli ein permanentes schwarz-gelbes Streifenmuster vor Augen...

Aber zurück zu den geschützt herangereiften Trauben. Sie sind zwar überwiegend schon noch kleiner als viele im Handel erhältliche, aber sie sehen größtenteils nicht nur ebenso appetitlich aus, sondern schmecken selbstverständlich auch viel, viel besser ;-). Das waren aber noch nicht alle Gründe für meine diesjährige Weinseligkeit.

Resteverwertung beim Rebschnitt

Dieses Jahr habe ich erstmals Weinblätter eingekocht. Im Hinterkopf hatte ich das schon länger, schließlich fällt bei den diversen Schnitt- und Entblätterungsarbeiten fortlaufend einiges an frischem saftigen Laub an. Es hatte aber schon in den Vorjahren zeitlich nie so gepasst, dass ich die Weinblätter direkt hätte verwerten können, da ich die Rebarbeiten immer irgendwann spontan und meist kurz vorm Abendbrot eingeschoben hatte.

Das war dieses Jahr erst mal nicht anders. Aber obwohl ich mich noch erinnerte, dass mir gefüllte Weinblätter als Jugendliche viel zu bitter waren, beschloss ich kurzerhand, nun eben einige Blätter auf Verdacht haltbar zu machen. Feststellen, ob sie auch schmecken, konnte ich später schließlich immer noch.

Heute Abend soll nun der große Test folgen und zeigen, ob sich der Aufwand gelohnt hat und ich im kommenden Jahr ganz groß in die Weinblattkonservierung einsteigen werde. Ein Blick ins Glas hat zumindest eines schon mal gezeigt: Das mit dem Einlegen funktioniert 1A, Anfang Juli in Salzlake gepackt, sehen die Blätter immer noch top aus.

Ob sie es tatsächlich sind, erfahrt ihr morgen – solltet ihr nichts von mir lesen, waren sie es vermutlich nicht ;-).

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