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In Deutschland wächst die Zahl der Craftbeer-Brauer. Auch wenn sie erst einen kleinen Anteil zur Bierproduktion beitragen, leisten sie mit neuen Kreationen einen Beitrag zur Biervielfalt.

Viele verschiedene Biersorten stehen in Reihen in einem großen Regal.
pixabay

(BZfE) – Craftbeer heißt übersetzt so viel wie handwerklich gebrautes Bier. Der Begriff ist kein Ersatz für die gesetzlich vorgeschriebene Bezeichnung von Bier. Er steht für die Idee, traditionelle Brauverfahren zu pflegen und Biere mit individueller Note zu kreieren. Oft sind das hopfen- oder malzbetonte Biere, häufig auch mit regionalen Bezügen.

In ihrem Ursprung ist die Craftbeer-Bewegung aus deutscher Perspektive alles andere als regional: Sie entwickelte sich in den USA in den 1970er Jahren, als dort nach Jahrzehnten der Prohibition das heimische Brauen wieder erlaubt wurde. Das war die Chance für ein Bierangebot jenseits des industriellen Mainstreams. Dieses Konzept hat aber in Deutschland, mit seinen rund 6.000 unterschiedlichen Biermarken und überwiegend familiengeführten Brauereien ohnehin eine lange Tradition.

Trotzdem wächst auch in Deutschland die Zahl der Craftbeer-Brauer. Auch wenn sie mengenmäßig erst einen kleinen Anteil zur Bierproduktion beitragen, leisten sie mit neuen Kreationen einen Beitrag zur Biervielfalt. Diese Biere müssen, wie alle inländisch ansässigen Brauereien, auch das deutsche Reinheitsgebot beachten. Grundsätzlich darf also nur Malz, Hopfen, Hefe und Wasser ins Gärfass. Zum Craftbeer wird ein klassisches Bier zum Beispiel durch Einsatz von speziellen Hopfensorten und deren Kombination oder spezieller Gärverfahren. Das kann eine Kalthopfung sein. Bei dieser Methode wird das Bier nach der Hauptgärung noch einmal mit Hopfen versetzt, um einen besonders aromatischen Geschmack zu erzielen.

Wenn Sie mehr über Bier und das deutsche Reinheitsgebot wissen wollen: http://www.bzfe.de/inhalt/bier-31642.html

Dr. Christina Rempe, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Warenkundliche Informationen zu über 50 Lebensmittelgruppen finden Sie beim BZfE unter:
http://www.bzfe.de/inhalt/lebensmittelkunde-465.html

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