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Was wäre ein Vereins-, Gemeinde- und Straßenfest ohne leckere Speisen und Getränke? Wichtig ist, dass bei solchen Festen auf einen hygienischen Umgang mit den Lebensmitteln geachtet wird.

Menschen auf einem Straßenfest
iStock.com / Jacob Wackerhausen

Ob selbstgebackene Kuchen, Salate oder Gegrilltes – auf öffentlich zugänglichen Festen muss die Verpflegung sicher sein. Dies gelingt, indem alle Beteiligten einen angemessenen Hygienestandard einhalten. Schließlich ist mit Lebensmittelinfektionen nicht zu spaßen. Vor allem für empfindliche Personengruppen wie ältere, immungeschwächte Menschen, Schwangere, Kleinkinder und Säuglinge können Lebensmittelinfektionen schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Feste gut und sicher vorbereiten

Wenn Sie Vereins- oder Straßenfesten veranstalten sind Sie dafür verantwortlich, dass alle abgegebenen Speisen und Getränke gesundheitlich unbedenklich sind. Sie wissen nicht genau, wie Sie das leisten können? Keine Sorge, das Bundeszentrum für Ernährung und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Hauswirtschaft unterstützen Sie dabei, und zwar mit der bundesweit geltenden Leitlinie zur Guten Hygiene für Veranstalter und ehrenamtliche Helfer. Sie gibt zum Beispiel Empfehlungen für ein geeignetes Speisen- und Getränkeangebot, beschreibt, wie Sie erforderliche Kontrollen angemessen durchzuführen und wie Sie ihre ehrenamtlichen Helfer*innen zu wichtigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen anleiten. Wenn Sie die Empfehlungen einhalten, sind Sie auf der sicheren Seite. Hier ein paar Beispiele:

Hygiene-Empfehlungen für Veranstalter*innen

Helfer*innen schulen

Planen Sie eine Organisationsbesprechung mit allen Helfern und sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten die wichtigsten Infektionsschutz- und Hygieneregeln kennenlernen und gewissenhaft anwenden. Nutzen Sie für die Unterweisung die Kompaktinformation "Feste sicher feiern – Leitlinie zur Guten Hygiene für ehrenamtliche Helfer“. 

Geeignetes Speisenangebot festlegen

Eine wichtige Voraussetzung für sichere Lebensmittel ist, geeignete Speisen auszuwählen. Der Grund: In manchen Lebensmitteln vermehren sich Krankheitserreger eher als in anderen. Dazu zählen insbesondere Speisen, die zum Beispiel rohe Eier, rohes Fleisch, rohen Fisch oder rohe Krustentiere enthalten. Diese müssen fachgerecht zubereitet sowie lückenlos ausreichend gekühlt bzw. erhitzt werden, damit nichts passiert. Solche Lebensmittel sollten daher gar nicht oder nur durch fachkundige Personen oder professionelle Unternehmen wie Catering-Firmen oder Lieferdienste auf öffentlichen Festen angeboten werden.
Beispiele für geeignete, bedingt geeignete und nicht zu empfehlende Lebensmittel finden Sie hier.

Wareneingang kontrollieren

Halten Sie Ihre Helfer*innen dazu an, einen Qualitätscheck für alle angelieferten Speisen durchzuführen und nur einwandfreie Lebensmittel anzunehmen, die die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Frischecheck: Die Speisen sehen frisch aus. Fragen Sie: Wurden sie am selben Tag oder am Tag zuvor hergestellt? Bei Produkten in Fertigpackungen: Ist das Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum nicht abgelaufen?
  • Verpackungscheck: Die Speisen sind abgedeckt oder gut verpackt. Die Verpackung ist unbeschädigt. Temperaturcheck: Überzeugen Sie sich, dass gekühlte und heiße Lebensmittel tatsächlich ausreichend gekühlt oder heiß genug angeliefert werden (s.u.).

Temperatur kontrollieren

Für die meisten gekühlten Lebensmittel beträgt die Höchsttemperatur maximal +7 °C, Tiefkühl-Produkte maximal -18 °C. Abweichende Höchsttemperaturen gelten z. B. für rohen Fisch (0-2 °C), loses Hackfleisch (Thekenware) und frisches Geflügelfleisch (4 °C) und kühlpflichtige Milchprodukte wie Joghurt (maximal 10 °C).

Für zubereitete Lebensmittel und heiße Speisen, die gekühlt angeliefert und wieder erhitzt werden, muss die Kerntemperatur mindestens 70 °C für 2 Minuten betragen. Die Speisen müssen sichtbar dampfen.
Für heiß gehaltene Lebensmittel beträgt die Solltemperatur 65 °C im Inneren.

Veranstaltung anmelden?

Wenn Sie Alkohol ausschenken wollen oder häufiger als gelegentlich ein frei zugängliches, öffentliches Fest durchführen möchten, müssen Sie Ihre Veranstaltung bei Ihrer Gemeinde schriftlich anmelden. Wenn Sie keinen Alkohol ausschenken, kann es trotzdem erforderlich sein, die Aufnahme einer lebensmittelunternehmerischen Tätigkeit (nach Art. 6 VO (EG) Nr. 852/2004) bei der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde anzuzeigen. Nehmen Sie im Zweifel Kontakt zu Ihrer örtlich zuständigen Lebensmittelbehörde auf.

Nichts vergessen?

Damit Sie bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes nichts Wichtiges vergessen, haben wir eine Checkliste vorbereitet, die Sie hier herunterladen können.

Alle Empfehlungen mit Checklisten, Kopiervorlagen und vielen praktischen Tipps finden Sie in dem Veranstalterheft „Feste sicher feiern – Leitlinie zur Guten Hygiene für Veranstalter“. Und für die Unterweisung Ihrer Helfer*innen haben wir die Inhalte in der Kompaktinformation „Feste sicher feiern – Leitlinie zur Guten Hygiene für Veranstalter“ zusammengefasst. Zudem sehen Sie in dem Bilderslider unten, wie Sie bestimmte Anforderungen einfach in der Praxis umsetzen können.

Sie sind ehrenamtlicher Helfer*in?

Sie sollten von der Person, die das Fest veranstaltet unter anderem darüber informiert werden, welche gesundheitlichen Anforderungen Sie erfüllen müssen und worauf Sie bei der Speisenausgabe achten sollen:

Hygieneanforderungen berücksichtigen

  • Hände waschen am Waschbecken
    Händewaschen gehört zu den wichtigsten Hygienemaßnahmen beim Umgang mit Lebensmitteln
    Bevor Sie Lebensmittel anfassen, waschen Sie ihre Hände gründlich: unter fließendem, möglichst warmem Wasser mit Flüssigseife. Anschließend trocknen Sie diese am besten mit Einwegtüchern gut ab. Waschen Sie immer wieder Ihre Hände. Dies ist immer Pflicht, nachdem Sie mit Schmutz, Abfällen, Putzlappen und Geld in Berührung gekommen sind, nach jedem Toilettenbesuch, nach dem Naseputzen und nach dem Umgang mit Lebensmitteln, die Krankheitserreger enthalten können (insbesondere zum Beispiel Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier), nach dem Griff in die Haare und nach Kontakt mit Haustieren oder einem Windelwechsel.
  • Tragen Sie saubere Kleidung, die nicht fusselt. Zusätzlich kann das Umbinden einer Schürze oder eines Kittels sinnvoll sein, damit keine Kleidungsstücke in Kontakt mit den Speisen kommen können.
  • Frau niest in Armbeuge
    Niesen Sie in die Armbeuge und wenden Sie sich von Lebensmitteln ab
    Legen Sie vor Arbeitsbeginn sämtlichen Schmuck ab und krempeln Sie ihre Ärmel auf, so dass diese nicht mit den Lebensmitteln in Kontakt kommen.
  • Binden Sie Ihre Haare zusammen, falls sie länger sind.
  • Husten oder niesen Sie nicht auf Lebensmittel. Zum Husten und Naseputzen wenden Sie sich von den Lebensmitteln ab, verwenden Sie Papiertaschentücher und werfen diese anschließend weg. Danach waschen Sie sich gründlich die Hände und trocknen sie mit Einweghandtüchern ab.
  • Versorgen Sie frische Wunden und offene Verletzungen an Händen und Armen sofort. Desinfizieren Sie die Wunde und decken Sie diese mit sauberem, wasserundurchlässigem Pflaster ab.
  • Rauchen ist überall dort, wo Lebensmittel aufbewahrt, zubereitet oder angeboten werden, verboten.

Lebensmittel abschirmen

Vermeiden Sie insbesondere, dass Lebensmittel angefasst, angehustet, angeniest oder anderweitig verunreinigt werden, oder dass sich zum Beispiel Insekten darauf niederlassen können. Eine offene Präsentation ist unhygienisch.

Arbeiten Sie in einer Lebensmittelüberwachungsbehörde?

Wenn Veranstalter*innen von öffentlich zugänglichen Festen auf Sie zukommen, können Sie sie mit Hilfe der bundesweit geltenden Leitlinie zur Guten Hygiene kompetent beraten. Nutzen Sie dafür diese Internetseite des BZfE sowie die beiden Publikationen für Veranstalter und ehrenamtliche Helfer, die Sie auch im FIS-VL einsehen können. Damit tragen Sie dazu bei, dass alle Beteiligten einen angemessenen Hygienestandard einhalten.

Hier zeigen wir Ihnen einige Beispiele, wie Sie die Empfehlungen der Leitlinie für eine Gute Hygiene bei Ihrem Fest umsetzen können.

1. Speisen für den Transport verpacken

Alle Lebensmittel müssen gut und rundherum verpackt werden. Das gilt auch für lose Lebensmittel wie trockene Kuchen und frische Brötchen.

 

 

Kühltasche

Kühlboxen benutzen Für den Transport von kühlpflichtigen Speisen eignen sich vor allem Kühlboxen mit Kühlakkus oder Elektro-Kühlboxen.

 

Eine Frau stellt eine Kühlbox in den Kofferraum eines Autos

Sauberes Transportfahrzeug Das Transportfahrzeug muss sauber sein. Während des Transports dürfen sich keine Tiere darin aufhalten. Die Lebensmittel dürfen nicht im Fußraum des Fahrzeugs transportiert werden.

 

Tortenbehälter aus Plastik mit Tragegriff

Kuchenbehälter für den Transport Für den Kuchentransport eignen sich zum Beispiel Kuchenbehälter, bestehend aus einem Boden und einer Haube. Viele Modelle besitzen einen praktischen Tragegriff.

 

2. Kühlgeräte kalt genug einstellen und Lebensmittel ausreichend kühlen

Vor und während der Veranstaltung muss gewährleistet sein, dass kühlpflichtige Lebensmittel ausreichend gekühlt werden. Tipps für die Praxis:

 

 

 

Temperatureinstellrad im Kühlschrank

Kühlschranktemperatur absenken Auf einem Fest werden Kühlgeräte oft geöffnet. Daher sollte die Temperatur niedriger eingestellt werden als eigentlich nötig. Stellen Sie den Kühlschrank deshalb schon vor dem Befüllen zum Beispiel auf 4 °C ein, damit die für viele Lebensmittel erforderlichen 7 °C erreicht werden.

 

Salate in Schüsseln im Kühlschrank

Kühlpflichtige Speisen im Kühlschrank aufbewahren Steht keine Kühlteke oder Kühlbox bereit, werden kühlpflichtige Speisen am besten im Kühlschrank aufbewahrt. Die Verkaufsware lagert dort mit Deckeln oder Folie abgedeckt.

 

Torten in einer Kühlvitrine

Kühlvitrine für kühlpflichtige Backwaren In einer Kühlvitrine werden kühlpflichtige Backwaren ausreichend gekühlt und ansprechend präsentiert. Die Glasscheibe ist ein wirksamer Spuckschutz.

 

Waffelteig in einer Kühltasche, daneben ein Waffeleisen

Waffelteig in Kühltasche kühlen Während des Waffelbackens sollte man den Behälter mit Waffelteig kühlen. Den Teig dazu z. B. in eine mit Kühlakkus ausgelegte Kühltasche stellen. So wird er weiter gekühlt. Denken Sie daran, warme Akkus durch neue kalte zu ersetzen. 

 

3. Grillgut und heiße Speisen heiß halten

Speisen müssen heiß gehalten werden. Das minimiert die Vermehrung von Krankheitserregern.

 

 

 

Candy Thermometer

Die Warmhaltetemperatur für heiße Speise beträgt 65 °C. Mit einem Speisenthermometer lässt sie sich einfach kontrollieren. Vorher die Suppen und Eintöpfe gut umrühren.

 

Temperaturkontrolle mit Fleischthermometer am Grill

Durchgegartes Grillgut heiß halten Auch durchgegartes Grillgut muss bei einer Temperatur von mindestens 65 °C im Inneren heißgehalten werden. Überzeugen Sie sich mit einem Bratenthermometer. Das Beiseitelegen abseits der glühenden Kohlen auf dem Grillrost hat in der Regel zur Folge, dass im Grillgut bei geringeren Temperaturen als 65 °C optimale Bedingungen für eine Keimvermehrung entstehen.

 

4. Speisen geschützt präsentieren

Alle Lebensmittel müssen vor ungewollten Fremdeinflüssen geschützt werden. So kann es gehen:

 

 

 

Kuchen in einer Vitrine

Vitrine schützt vor Fremdeinflüssen Zeigen Sie die Speisen zum Beispiel in einer Theke mit einem Spuckschutz aus Glas oder Kunststoff. In einer Vitrine aus Kunststoff oder Glas sind zum Beispiel Backwaren gut vor Fremdeinflüssen geschützt.

 

Kuchen in einer Kuchenbox

Hauben schützen Kuchen und Kleingebäck Trockene Kuchen und Kleingebäck kann man auch gut auf den Tresen stellen und mit einer Kuchenglocke abdecken. So kommt die Ware trotzdem gut zur Geltung. Ein Kuchentransportbehälter ist ebenfalls gut geeignet.

 

Selbst gebaute Kuchenvitrine

Selbst gebaute Vitrine Selbst gebaut geht’s auch: Die Ware steht unter einem leicht zu reinigen Kunststoffpodest, an dem zur Besucherseite hin eine Plexiglasscheibe oder eine Polystyrolplatte befestigt ist.

 

Salatteller Musterspeise

Unverkäufliche Musterspeisen zur Präsentation Wer keinen geeigneten Spuckschutz hat, kann unverkäufliche Musterspeisen auf Tellern ohne Abdeckung  vor sich ausstellen. Die Musterteller sind nach der Veranstaltung zu verwerfen.

 

5. Hände waschen

Saubere Hände und gründliches Händewaschen sind unerlässlich, damit keine krankmachenden Bakterien und Viren auf Lebensmittel übertragen werden. Deshalb sollte eine Handwaschgelegenheit mit Flüssigseife und Einmalhandtüchern immer in der Nähe sein.

 

 

 

Mobile Handwaschanlage

Eine Handwaschbeckenanlage kann man auch leihen. Fragen Sie zum Beispiel bei der Gemeinde oder Stadtverwaltung nach.

 

6. Speisen vor Umwelteinflüssen schützen

Lebensmittel müssen im Freien unter anderem vor direkter Sonneneinstrahlung, Regen, herabfallendem Laub, Insekten oder überfliegenden Vögeln geschützt werden.

 

 

Partyzelte

Partyzelte, Pavillons oder Sonnenschirme Zelte oder Sonnenschirme können die Speisen vor Umwelteinflüssen wirksam bewahren.

 

Zwei Frauen unter einem Sonnenschirm an einer Kuchentheke

Optimaler Schutz der Speisen Ein Schirm oder ein Pavillion schützt die Speisen von oben, alle Speisen sind mit Folien oder Hauben abgedeckt. Eine Bank vor der Ausgabe sorgt für den nötigen Abstand zwischen Besucher und den Lebensmitteln.

 

7. Wahl des Veranstaltungsortes

 

 

Holzbohlen als befestigter Zugang zum Festzelt

Befestigte Zugänge zum Veranstaltungsort Die Zugänge zum Veranstaltungsort sollten bei jeder Witterung sicher begehbar sein. Man kann beispielsweise Holzbohlen zur Befestigung verwenden.

 

Weitere Informationen über die Leitlinie zur Guten Hygiene

Warum gibt es eine Leitlinie zur Guten Hygiene für Veranstalter und ehrenamtliche Helfer?

Ziel ist es, die Versorgung mit sicheren Speisen auf allen Arten von öffentlich zugänglichen Festen zu gewährleisten. Lokal oder regional werden oft unterschiedliche praktische Anforderungen gestellt, die die Veranstalter*innen von Festen verunsichern. Die Leitlinie zur Guten Hygiene trägt dazu bei, dass ein bundesweit einheitlicher nationaler Standard für die hygienische Umsetzung auf Vereins- und Straßenfesten geschaffen wird.

Was ist das Besondere an dieser Leitlinie?

Die Empfehlung "Feste sicher feiern" wurde mit Behördenvertreter*innen aus der Lebensmittelüberwachung und den Mitgliedsverbänden der Bundesarbeitsgemeinschaft für Hauswirtschaft entwickelt und im Wege eines so genannten Leitlinienverfahrens unter Koordination des Freistaats Bayern inhaltlich abgestimmt. Sie ist von allen Bundesländern anerkannt und kann somit als „Leitlinie“ gelten, die den bundesweit abgestimmten Konsens zwischen Behörden und Praxis bezüglich „Guter Hygiene- beziehungsweise Verfahrenspraxis bei Festen“ beschreibt.

An wen richtet sich die Leitlinie?

Die Leitlinie richtet sich grundsätzlich an Veranstalter*innen und Organisator*innen von gelegentlich stattfindenden, öffentlich zugänglichen Festen, wie Vereins-, Straßen- oder Dorffeste, Feste in kirchlichen Einrichtungen, in Kindertagesstätten, in Schulen oder an ähnlichen Veranstaltungsorten, für die typisch ist, dass insbesondere Privatpersonen die Herstellung von Speisen und Getränken sowie deren Ausgabe übernehmen. Darüber hinaus wendet sie sich auch an Lebensmittelunternehmer*innen, die regelmäßig und gewerblich in festen oder mobilen Betriebsstätten tätig sind und dabei zeitlich befristet auf Festen Lebensmittel abgeben. Für sie ist diese Leitlinie als ergänzende Information zu bereits bestehenden und anerkannten Branchen-Leitlinien zu verstehen.

Wie ist die Leitlinie zur Guten Hygiene aufbereitet?

Diese Leitlinie besteht aus zwei Veröffentlichungen: einem DIN-A4-Heft für Veranstalter*innen und einer Kompaktinformation im DIN lang Format für ehrenamtliche Helfer*innen. Das Veranstalterheft enthält Hilfestellungen, um die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine gute Hygienepraxis bei der Festorganisation sicherzustellen. Sie erfahren z. B. auch, welche Höchstlagertemperaturen für gekühlte und tiefgekühlte Lebensmittel vorgeschrieben sind und wie Stände und Buffets beschaffen sein sollen. Mit Hilfe der Checklisten können Feste Schritt für Schritt organisiert und erforderliche Kontrollen durchführt werden.

Die Kompaktinformation für ehrenamtliche Helfer*innen enthält die wichtigsten Anforderungen, die bei der Speisenherstellung und dem Transport,  bei den Kontrollen auf dem Fest und der Speisenausgabe wichtig sind. Außerdem enthält sie Hygiene- und Infektionsschutzregeln, die alle Beteiligten anwenden sollen. Veranstalter*innen können sie zur Unterweisung von ehrenamtlichen Helfer*innen nutzen. 

Welche Vorteile bietet die Leitlinie für Veranstalter?

Wer Lebensmittel herstellt, behandelt oder in Verkehr bringt, haftet unabhängig von den lebensmittelrechtlichen Vorschriften zivil- und strafrechtlich dafür, wenn es zu Gesundheitsfolgen bei Gästen durch nicht sichere Produkte kommt. Diese Leitlinie bietet einen Orientierungsrahmen, der Hygienerisiken minimiert und dennoch den Aufwand in Sachen Hygienemanagement bei der Festorganisation praktikabel hält. Sie unterstützt Veranstalter*innen dabei, ihre Verantwortung für die Sicherheit der angebotenen Speisen und Getränke pflichtgemäß zu erfüllen.

Autorin: Hedda Thielking, Bergheim

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