Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Lebensmittelkennzeichnung

Bild: Ein älteres Paar liest ein Etikett.
Auskunft über Inhalt und Eigenschaften von Lebensmitteln ist wichtig.
hedgehog94 / stock.adobe.com
Möchten Sie diesen Text anhören? Dann klicken Sie hier.

Jeder möchte über die Lebensmittel auf seinem Teller gut Bescheid wissen. Wo und von wem wurden sie hergestellt? Was steckt drin? In diesem Artikel lesen Sie, was das Etikett alles verrät.

Welche Angaben stehen auf der Verpackung?

Auf jeder Lebensmittelverpackung müssen bestimmte Pflichtangaben stehen. Diese müssen leicht verständlich und gut lesbar sein. Es gibt zum Beispiel Vorgaben über die Mindestgröße der Schrift.

Über diese Fragen geben die Pflichtangaben Auskunft:

Was ist das für ein Lebensmittel?

Die Bezeichnung des Lebensmittels muss deutlich machen, was für ein Produkt das ist. Die Bezeichnung darf nicht irreführend sein.

Ein Beispiel: Wenn auf einer Flasche „Orangensaft“ steht, muss das Getränk zu 100 Prozent aus Fruchtsaft bestehen. Ein mit Wasser verdünntes Getränk darf nicht „Saft“ heißen. Die richtige Bezeichnung ist dann „Orangennektar“.

Bild: Orangensaft-Packung.
Was drauf steht, muss auch drin sein: Für die Bezeichnung von Lebensmitteln gibt es Regeln.

 

Die Zutatenliste muss alle Zutaten in dem Produkt auflisten. Die Zutat, von der am meisten drin ist, steht an erster Stelle. Dann folgen alle anderen Zutaten in der Reihenfolge der Menge, die enthalten ist. Dabei müssen Zutaten besonders hervorgehoben sein, die allergische Reaktionen auslösen können. Sie erkennen diese Zutaten zum Beispiel an einer dickeren Schrift.

Mehr wissen?

Wie erkenne ich, ob Lebensmittel eine Allergie auslösen können? Im Artikel über Allergenkennzeichnung finden Sie mehr Informationen.

Die Nährwert-Tabelle gibt Auskunft über den Gehalt an Zucker, Fett und Salz. Außerdem gibt die Nährwert-Tabelle auch an, wie viel Energie (gemessen in Kilokalorien oder Joule) in dem Lebensmittel steckt. Diese Angaben beziehen sich auf bestimmte Mengenangaben, nämlich 100 Gramm bei festen und 100 Milliliter bei flüssigen Lebensmitteln.

Bild: Lebensmittel-Etikett.
Jede Menge Information gibt es in der Zutatenliste und der Nährwert-Tabelle.

 

Wie viel ist in der Packung?

Auf jeder Packung muss genau draufstehen, wie viel drin ist. Die Füllmenge benennt den Inhalt ohne die Verpackung. Dabei misst man feste Lebensmittel in Gramm oder Kilogramm, flüssige Lebensmittel in Milliliter oder Liter. Manchmal steht auch die Stückzahl auf der Packung, zum Beispiel bei Vanilleschoten.

Wie lange ist das Produkt haltbar?

Für die Haltbarkeit von Lebensmitteln gibt es zwei unterschiedliche Angaben.

Die meisten Lebensmittel tragen ein Mindest-Haltbarkeitsdatum (MHD). Dieses Datum gibt an, wie lange das Lebensmittel seinen typischen Geschmack und Geruch und den Nährstoffgehalt behält. Danach kann man das Lebensmittel immer noch verzehren. Prüfen Sie anhand von Geruch, Geschmack und Farbe, ob das Lebensmittel noch gut ist. Im Zweifel gilt: lieber entsorgen.

Lebensmittel, die leicht verderben, haben ein Verbrauchsdatum. Das sind zum Beispiel Hackfleisch oder vorgeschnittene Salate. Das Verbrauchsdatum gibt an, ab wann das Lebensmittel nicht mehr verkauft werden darf. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums sollten Sie das Lebensmittel auch nicht mehr verzehren, sondern entsorgen.

Mehr wissen?

Zur Haltbarkeit von Lebensmitteln lesen Sie auch den Artikel: "Haltbarkeit - Wie weiß ich, ob Lebensmittel noch haltbar sind?"

 

Bild: Mindest-Haltbarkeitsdatum.
Ist das noch essbar? MHD und Verbrauchsdatum geben Auskunft.

 

Wer kann mir mehr zu diesem Produkt sagen?

Auf der Packung müssen ein Name und eine Anschrift angegeben sein. Das kann der Hersteller von dem Lebensmittel sein. Oder der Händler, der das Produkt in Deutschland verkauft. Sie können dort Fragen zum Produkt stellen oder sich beschweren, wenn das Produkt nicht in Ordnung ist.

Und was ist mit unverpackten Lebensmitteln?

Obst und Gemüse, Brot oder Fleisch und Wurst kaufen wir oft unverpackt. Am Marktstand, in der Bäckerei oder Metzgerei geben die Verkäufer mündlich Auskunft über die Waren. Einige Angaben müssen aber auch bei unverpackten Lebensmitteln schriftlich vorliegen.

Diese Pflichtangaben sind:

  • der Preis,

  • die Zugabe von bestimmten Zusatzstoffen,

  • bestimmte Allergene, also Inhaltsstoffe, die allergische Reaktionen hervorrufen können.

Für einige Lebensmittel gibt es noch ein paar Extra-Regeln. Zum Beispiel:

  • Bei Obst und Gemüse kommt die Angabe über dasUrsprungsland dazu.

  • Auf Eiern ist eine Nummer aufgestempelt. Diese gibt Auskunft über die Herkunft.

  • Lebensmitteln, die als „bio“ angeboten werden, tragen die Nummer der Kontrollstelle.

Bild: Beratung.
Im persönlichen Gespräch können Sie auch viel über die Lebensmittel erfahren.

 

 

 

Autorin: Frauke Diebold-Napierala, Klar & Deutlich - Agentur für Einfache Sprache |

als hilfreich bewerten 0 Versenden