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Zwei Gläser mit einem Holunder-Getränk
AdobeStock/Hetizia

(BZfE) – Je wärmer die Tage, desto gefragter sind Durstlöscher. Variantenreich und geschmacklich interessant ist eine selbst gemachte Kräuterlimonade. Dafür werden je nach Lust und Laune verschiedene Wild- und Küchenpflanzen verwendet.

Eine Wiesenlimonade ist schnell gemacht und kommt auch bei Kindern gut an. Meist werden drei bis vier verschiedene Kräuter kombiniert, die sich im Garten oder auf einem Spaziergang durch Wald und Wiese sammeln lassen. Giersch ist in vielen Gärten zu finden und hat ein petersilienartiges Aroma. Der Gundermann schmeckt intensiv erdig bis minzartig und sollte daher nur sparsam verwendet werden. Das gilt auch für den süßlich-würzigen Waldmeister. Beim Welken und Trocknen der Pflanze entsteht Cumarin, das in größeren Mengen Kopfschmerzen verursachen kann. Je nach Geschmack können der Limonade noch Blätter beziehungsweise Blüten von Schafgarbe, Holunder, Löwenzahn, Gänseblümchen oder Sauerampfer hinzugefügt werden. Sammeln Sie aber nur Wildkräuter, die Sie zweifelsfrei bestimmen können.

Das frische Grün wird zu einem Sträußchen gebunden, zwischen zwei Lagen Klarsichtfolie gelegt und mit einem Nudelholz oder mit der Hand etwas zerdrückt. So werden die Aromastoffe freigesetzt. Anschließend die Kräuter in einen Liter naturtrüben Apfelsaft hängen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen die Pflanzenreste gut ausdrücken, den aromatisierten Saft durch ein Sieb geben und in eine Karaffe gießen. Mit Mineralwasser und ein wenig Zitronensaft auffüllen – fertig ist eine erfrischende und kalorienarme Limonade. An heißen Tagen kommen noch ein paar Eiswürfel ins Glas. Zucker oder Honig muss nicht zugefügt werden, da der Saft ausreichend süß ist.

Auch mit frischen Küchenkräutern wie Zitronenthymian, Melisse, Basilikum, Minze, Rosmarin und Ananas-Salbei lässt sich ein leckerer Drink zaubern. Dafür die Blätter abzupfen und in einen Topf mit Apfelsaft geben, kurz aufkochen, mindestens 30 Minuten ziehen lassen und abseihen. Ist der Kräutersud abgekühlt, gibt man Mineralwasser und etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone hinzu. Alternativ eignet sich auch Zitronen-, Orangen- oder Traubensaft. Wer mag, kann mit verschiedenen Gewürzen wie zerstoßenen Wachholderbeeren, Muskatnuss und Vanille experimentieren. Asiatisch wird es mit Zitronengras und Koriander. In eine Flasche abgefüllt hält sich die selbst gemachte Kräuterlimonade im Kühlschrank drei bis vier Tage.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/inhalt/kraeuter-650.html

Stand: 06.05.2020

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