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Vladyslav Siaber / Fotolia.com

(BZfE) – Die ersten Boten des Frühlings sind die blühenden Haselsträucher. Die männlichen Blütenstände (Haselnusskätzchen) und die zarten Blätter sind nicht nur eine Augenweide, sie sind auch essbar.

Die jungen Blätter des Haselstrauchs haben ein herbes, leicht nussiges Aroma. Das frische Grün schmeckt im Salat oder mit anderen Wildkräutern als Gemüse. Haselblätter lassen sich auch ähnlich wie Weinblätter verwenden. Dafür kurz in heißem Wasser blanchieren und mit Reis, frischen Kräutern und gedünstetem Gemüse füllen. Sammelzeit ist vor allem von März bis April. Ältere Blätter sind meist ledrig und nicht mehr für den Verzehr geeignet. Sie können aber getrocknet für einen Tee verwendet werden.

Auch aus den Haselkätzchen lässt sich ein aromatischer Tee zubereiten, der in der Naturheilkunde bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt wird. Er soll unter anderem den Kreislauf in Schwung bringen, das Immunsystem stärken und bei Erkältungen helfen. Ein bis zwei Esslöffel der getrockneten Blüten mit einem halben Liter kochendem Wasser übergießen, wenige Minuten ziehen lassen und abseihen. Außerdem kann man die Kätzchen zum Strecken von Getreidemehlen verwenden. Dafür werden sie zunächst getrocknet und dann vermahlen.

Im Herbst ist Erntezeit für die Haselnüsse, die eine bekannte Zutat für Müsli, Gebäck, Pralinen und Desserts sind. Sie verfeinern aber auch herzhafte Gerichte wie Salate und Soßen. Haselnüsse versorgen den Körper mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren, B-Vitaminen, Vitamin E, Kalzium, Kalium, Magnesium, Kupfer, Zink und sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoide. Gut gekaut haben sie einen positiven Einfluss auf Magen und Darm.

Die Gemeine Hasel (Corylus avellana) ist als Strauch oder kleiner Baum in Mitteleuropa weit verbreitet und kann rund 100 Jahre alt werden. Häufig findet man die Hasel in Hecken, am Waldrand, in Gärten und Parks, wobei die Nussernte an einem sonnigen Standort besonders reichlich ist. Die Blätter sind rundlich bis herzförmig, haben einen gesägten Rand und einen kurzen Stiel. Die gelben hängenden Kätzchen sind die männlichen Blüten und von Februar bis April, in milden Wintern schon im Januar zu finden. Für Bienen sind sie meist die erste Nahrung. Die weiblichen Blüten sind knospenförmig und eher unscheinbar.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen zu Nüssen:

www.bzfe.de/lebensmittel/vom-acker-bis-zum-teller/nuesse/

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