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AdobeStock/Gina_Sanders

(BZfE) – Für fast die Hälfte der Deutschen (46 %) ist der Preis ein wichtiges Kriterium beim Einkauf von Lebensmitteln. Das ergab der Ernährungsreport 2020 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Sollen die Produkte gesund und nachhaltig erzeugt sein, stellt sich die Frage, ob das mit kleinem Haushaltsbudget überhaupt möglich ist. Wie häufig bei Konsumentscheidungen ist es schwer möglich, alle Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen. Aber es gibt einige Stellschrauben, an denen Verbraucherinnen und Verbraucher drehen können, um den preiswerten Einkauf gesünder und nachhaltiger zu machen. Der Beitrag „Gesund, nachhaltig und preiswert? - Orientierung für den Einkauf“ des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) zeigt, welche das sind.

Schaut man sich Modelle wie die BZfE-Ernährungspyramide oder die „Planetary Health Diet“ an, stehen pflanzliche Produkte ganz oben auf der Liste der Empfehlungen. Vor allem Gemüse und Obst sollten die Basis der Ernährung sein, um die Gesundheit der Menschen und unseres Planeten gleichermaßen zu sichern. Vor dem Einkauf lohnt es sich, einen Blick in den Saisonkalender oder in die Saisonkalender-App zu werfen. Die meisten Gemüse- und Obstarten sind zwar das ganze Jahr verfügbar, in ihrer Hauptsaison sind sie jedoch meist deutlich günstiger. Stammen die saisonalen Erzeugnisse dann auch noch vom Landwirt um die Ecke, können nicht nur Treibhausgasemissionen eingespart werden, sondern auch bares Geld. Das gilt auch für Bio-Produkte. Und auch Zitrusfrüchte und Exoten, die bei uns gar nicht wachsen, haben in ihren Anbauländern eine Saison. Dann ist das Angebot reichlich und sie sind verhältnismäßig preiswert.

Einige verarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte können von ihrem Nährwertprofil her zwar mit selbstgekochten Mahlzeiten mithalten, viele von ihnen liefern einerseits jedoch viel Fett, Zucker und Salz, auf der anderen Seite weniger Vitamine und Mineralstoffe. Für die schnelle Küche gilt daher die Devise, am besten auf wenig verarbeitete Produkte mit einer überschaubaren Menge an Zutaten zurückgreifen und einen Blick auf die Nährwertkennzeichnung auf der Verpackung werfen. Ein gutes Nährwertprofil und einen guten Preis bietet beispielsweise Gemüse aus der Tiefkühltruhe. Es ist schnell zubereitet und macht es so leicht, den täglichen Speiseplan gesünder und abwechslungsreich zu gestalten. Rasch selbstgemacht und daher leicht zu ersetzen sind einige Fertigprodukte aus der Kühltheke: Bei frisch angerührtem Kräuterquark, Fruchtjoghurt oder Roter Grütze beispielsweise kann jeder selbst entscheiden, was hineinkommt und wie es ihm am besten schmeckt.  

Auch eine gute Planung hilft, gutes Essen zum kleinen Preis einzukaufen. Das wichtigste Hilfsmittel ist dabei der Einkaufszettel. Damit fällt es leichter, nur Lebensmittel zu kaufen, die auch gebraucht werden und das in genau passenden Mengen. So landen am Ende weniger verdorbene Lebensmittel im Müll. Das spart Geld und schont die natürlichen Ressourcen. Außerdem besteht weniger Gefahr, süßen oder herzhaften (ungesunden) Versuchungen zu erliegen. Impulskäufe aller Art werden ebenfalls minimiert, erst recht, wenn durch den Vergleich der Grundpreise vermeintliche Sonderangebote als teuer entlarvt werden.

Melanie Kirk-Mechtel, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/gesund-nachhaltig-und-preiswert/

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/der-saisonkalender/

/www.bzfe.de/ernaehrung/die-ernaehrungspyramide/die-ernaehrungspyramide-eine-fuer-alle/

/www.bzfe.de/lebensmittel/zubereitung/weniger-zucker-fette-und-salz/

www.bzfe.de/lebensmittel/einkauf-und-kennzeichnung/kennzeichnung/modell-zur-naehrwertkennzeichnung/

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/ernaehrung-und-klimaschutz/

www.bzfe.de/inhalt/regionale-lebensmittel-560.html

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