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Zukunftsversion 2022 BZfE-Headergrafik
BLE

(BZfE) – In Zukunft essen wir bewusster und besser. Das Menü der Zukunft ist eine Vision für die Ernährung in Deutschland. Sie beschreibt einen erstrebenswerten Zustand, wie wir Zuhause essen, wie Lebensmittel hergestellt werden und wie Ernährung in Städten und Gemeinden aussehen wird. Für diese Zukunftsvision haben sich das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und NUTRITION HUB, Deutschlands größtes Netzwerk für Ernährung zusammengeschlossen. „Erstmals haben wir über 100 namhafte Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen für eine gemeinsame Vision gewinnen können“, sagte Initiatorin Dr. Simone Frey, Gründerin des NUTRITION HUB. Das Menü der Zukunft ist ein Mutmacher in turbulenten Zeiten. „Dieser Blick über den Tellerrand der Ernährung tut gut. Denn in dieser Zukunft essen wir uns ganz bewusst das Leben und das Klima besser“, so Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des BZfE.

Essen Zuhause ist regional und saisonal: Laut der Experten und Expertinnen wird essen zu Hause ein bewusster Akt, mit reichlich pflanzlichen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Digitale Tools schlagen personalisierte klimafreundliche Rezepte vor. Mehr Pflanzen, weniger Fleisch- und Milchprodukte auf unseren Tellern halten uns gesund. Kinder lernen in KITAs und Schulen Kochen; zu Hause essen ist Entschleunigung und Genuss – und das gemeinsam oder gerne auch alleine.

Die Lebensmittelproduktion zeigt sich nachhaltig, transparent und tierfreundlich. Unternehmen und Handel wirtschaften nachhaltig: Verbraucher und Verbraucherinnen wenden sich bewusst gegen pure Gewinnmaximierung auf Kosten der Gesundheit und Umwelt. Wertschöpfungsketten sind digital nachvollziehbar – Nährwerte, Verarbeitungsgrad oder ökologischer Fußabdruck ebenso. „Unverpackt“- und wiederverwendbare Lösungen haben im Handel Plastikverpackungen abgelöst. An Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt gehört der Vergangenheit an.

Essen für Städter aus Städten: Auf den Dächern und an den Wänden unserer Häuser wachsen Gemüse und Obst. Deren Pflege ist durch digitale Tools so gut wie automatisiert. Fast-Healthy statt Fast-Food: Raststätten, Bahnhöfe und Flughäfen bieten gesundes und schnelles Essen, für alle, die es eilig haben. Fast-Food-Ketten mit fettreichen, hoch- verarbeiteten Gerichten gibt es kaum noch. KITA- und Schulessen ist frisch und kostenfrei.

Die vollständige Zukunftsvision „Menü der Zukunft“ finden Sie hier: www.nutrition-hub.de/post/menue-der-zukunft .

„An Zahlen und fundierten Ergebnissen fehlt es uns nicht. Was uns fehlt, ist eine Vorstellung, wohin uns das führen kann. So entstand die Idee für das Menü der Zukunft“, erläutert Dr. Simone Frey. Es gibt ganz bewusst keine Jahreszahlen oder konkrete Vorgaben. Ziel ist es, eine Orientierung für Deutschland zu geben, die positiv stimmt und viele inspirieren kann. „Wann diese Zukunft Realität wird, das bestimmt auch jeder und jede Einzelne von uns. Oft macht uns Zukunft Angst. Doch letztendlich haben wir es in der Hand in kleinen Schritten und mit bewussten täglichen Entscheidungen, die Zukunft zu gestalten,“ so Dr. Margareta Büning-Fesel vom BZfE.

www.bzfe.de

Tipp: ZDF-Sendung "Volle Kanne"

https://www.zdf.de/gesellschaft/volle-kanne/volle-kanne-mit-raul-krauthausen-vom-27-april-100.html

Weitere Informationen:

Datenerhebung: Im Zeitraum vom 27. Oktober bis 12. November 2021 wurden Ernährungsexpertinnen und -experten aus den Netzwerken des NUTRITION HUB und des BZfE über einen Online-Fragebogen befragt, wie sie sich eine wünschenswerte Zukunft der Ernährung in Deutschland vorstellen. Die Antworten wurden kategorisiert und zusammengefasst. An der Befragung nahmen 107 Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen des Ernährungssektors teil. Im Rahmen dieser Befragung ist auch die dritte Auflage des Trendreports Ernährung 2022 entstanden:

https://www.nutrition-hub.de/post/trendreport-ernaehrung-10-top-ernaehrungstrends-2022

(Bildquelle: BLE)

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