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Flexitarier: Als ich den Begriff das erste Mal gehört habe, dachte ich "Was ist das für ein Quatsch. Können die Leute nicht einfach essen und gut? Muss alles einen Namen haben?" Grundsätzlich sehe ich das heute noch genauso, aber mittlerweile kann ich dem Begriff Flexitarier etwas abgewinnen. Warum? Das erkläre ich euch gern.

Tomaten, Käse, Speck, Nudeln, Öl, Avocado, Gewürze, Salz, Pfeffer, Kräuter, Lebensmittelvielfalt
vloff / adobe.stock.com

Hauptsache bewusst

Was ist eigentlich ein Flexitarier? Ganz grob steht ein Flexitarier zwischen einem Fleischesser und einem Vegetarier. Er isst also gelegentlich Fleisch. Deshalb wird er auch gerne Teilzeitvegetarier oder flexibler Vegetarier genannt. Was ich dabei wichtig finde ist, dass etwas, das man nur gelegentlich tut, meist bewusst geschieht. Brot esse ich jeden Tag mehrfach. An das Brot von gestern Abend erinnere ich mich kaum. Raclette dagegen mache ich vielleicht einmal im Jahr. Ich kann mich noch gut an den geschmolzenen Käse und die leckeren Kartoffeln erinnern. Dabei ist das Monate her.

Warum also nicht bewusst Fleisch essen, an ein paar Tagen in der Woche und an den anderen bewusst darauf verzichten. Wenn Fleisch vom alltäglichen „Normalessen“ zum Genussessen wird, finde ich das gut. Wer seltener Fleisch isst, kann dafür mehr Geld ausgeben. Mehr Geld bedeutet in aller Regel besseres Fleisch. Gutes Fleisch heißt für mich: Die Tiere werden artgerecht gehalten und gefüttert. Sie wachsen langsam, haben genug Platz und dürfen nach draußen - sofern sie dort gerne sind. Auch der Schlachthof sollte nah sein. Aber zurück zum Flexitarier. Das Gute an diesem Esskonzept ist, dass es eigentlich gar keins ist. Für mich bedeutet der Begriff Flexitarier, die Vielfalt des Lebensmittelangebots zu nutzen. Es gibt keine strengen Regeln, sondern die Freiheit Neues auszuprobieren. Und das ist es ja, was ich in der Küche so liebe.

Wann habt ihr zum letzten Mal ein neues Lebensmittel getestet? Ich berichte ja regelmäßig hier im Blog von Lebensmitteln und Rezepten, die ich ausprobiert habe, aber ich erzähle natürlich längst nicht alles. Denn es gibt so viel Leckeres und Neues im Laden, im Netz und in Kochbüchern. So viel kann ich gar nicht schreiben!

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Kommentare (2)

Vom Veggie zum Flexitarier
Bettina Halbach / 31.08.2018 / 12:12 Uhr

Ein schöner Beitrag. Ich war lange als Veggie unterwegs, hab dann umgestellt auf Flexi, ich bin sehr schlank, mein Eisenbedarf und B12 ist bei den Minimengen die ich esse sonst schwer zu decken, ein schwerer Eisenmangel hat mich bewogen, wieder etwas Fleisch zu essen, ich hole es beim Bio Bauern, das kann ich mit meinem Gewissen vereinbaren und die Qualität stimmt , liebe Grüße Bettina

Veggie oder Flexi
Julia Icking / 03.09.2018 / 06:39 Uhr

Danke! Das ist für mich genau der Punkt: flexitarisch ist bunt und gesund. Weiterhin alles Gute und viel Gesundheit! Julia

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