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Lustig, lustig, trallalalala... Ja, übermorgen früh werden wieder allerorts Kinder freudig gespannt aus den Zimmern stürmen und mit großen Augen nachschauen, ob der Nikolaus da war. Ob die Stiefel gefüllt sind. Und was der gute Mann ihnen da hineingesteckt hat.

Aber was soll er denn in den Stiefel stecken? Das fragen sich spätestens am Abend vorher die Eltern, die den Nikolaus bei seinem nahezu unmöglichen Job (alle Kinder zu beschenken) unterstützen. Vor allem die, die der Überzeugung sind, dass ihre Kinder in diesen Tagen ohnehin schon mit Süßem überhäuft werden...

Bunter Turnschuh zu Nikolaus, umrahmt von Jutesack, Süßigkeiten und kleinem Gebäck und einem roten Geschenk. In dem Schuh stecken Möhren und ein aufgerolltes Papier.
iStock.com / Merinka

Muss es unbedingt ein Schokoladen-Nikolaus sein? Spontan würde ich sagen: "ja". Wenigstens die Nikolausstiefel mal nicht mit dem erhobenen Zeigefinger befüllen. Und das scheinen auch andere so zu sehen – zumindest in meinem Bekanntenkreis, in dem ich eine kleine Umfrage zum Inhalt der Nikolausstiefel gestartet habe.

Wenn sie sagen "Wir befüllen unsere Stiefel ganz klassisch, so wie früher", dann meinen sie damit: Mandarinen, Nüsse und ein Schoko-Nikolaus. Manche legen noch ein paar mehr Süßigkeiten dazu und auch das ein oder andere kleinere Geschenk: Sticker, Bücher, etwas zum Basteln, kleine Spielfiguren, Gummi-Tiere oder einen lustigen Baddezusatz für die Wanne.

Eine Familie verzichtet aber auch ganz auf Schokolade. Statt Spielzeug gibt es etwas Nützliches: eine Trinkflasche oder eine Brotdose. Und am Abend vorher putzen alle gemeinsam die Schuhe.

Das mit dem Schuheputzen haben wir im vergangenen Jahr auch probiert. Allerdings nicht gemeinsam, wie sich aus den Beweisfotos schließen lässt: Sohnemann hat geputzt und Mama hat das Ganze mit dem Handy dokumentiert. Nach gut einer Minute war alles vorbei. 

Hm. Da kommt mir die Frage in den Sinn: Ist der Inhalt überhaupt so wichtig? Vielleicht sollten wir das morgen auch etwas bedachter angehen und uns bewusst Zeit nehmen für die Vorbereitung. Ein gemeinsames Ritual daraus machen...

Das hieße, tatsächlich gemeinsam die Schuhe zu putzen und draußen aufzustellen. Dabei nicht nur davon zu träumen, was der Nikolaus wohl für uns im Sack hat, sondern auch an ihn und seine Begleiter zu denken. Manche Familien stellen einen Plätzchen-Teller neben den Stiefeln bereit. Das könnten wir dieses Jahr auch tun. Und vielleicht hinterlässt der Nikolaus als Beweis seines Besuchs dann ja sogar eine Keks-Krümel-Spur im Garten...

All diese Kleinigkeiten sind wahrscheinlich prägender für die Nikolauserinnerung als die Frage, was die kleinen und großen Kinder in ihren Stiefeln finden. Schokolade und Nikoläuse gibt es rund um den Nikolaustag ja fast überall: auf Adventsmärkten, im Einkaufszentrum, im Kindergarten. Aber die Rituale, die mit dem nächtlichen Besuch des "echten" Nikolauses in der Nacht auf den 6. Dezember einhergehen, die gibt es nur zuhause.

Was steckt bei euch im Nikolausstiefel? Und welche Rituale pflegt ihr dazu? Was ist euch wichtig? Ich freue mich auf euren Kommentar!

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