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Unsere Foodblogger-Interview-Reihe geht in die zweite Runde! Diesmal stelle ich euch Lisa und ihren Blog "Dinkel & Beeren" vor. Die 27-Jährige lebt nahe Frankfurt und hat gerade ihren Bachelor in Ernährungswissenschaften gemacht, ein Baby bekommen und dreijährigen Blog-Geburtstag gefeiert. Wie sie das alles wuppt und was dabei ihr Antrieb ist, erzählt sie im Interview.

 

Du hast gerade dein Studium abgeschlossen und bist nun Ernährungswissenschaftlerin. Was hast du denn davor gemacht?
Genau, das ist quasi mein zweiter Bildungsweg. Ich habe nämlich vorher BWL studiert und danach im Controlling gearbeitet. Ich mochte den Job, allerdings war er extrem fordernd. Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich dachte, wenn ich das in dem Tempo so weitermache, gehe ich hier kaputt. Und dann war da ja noch mein immenses Interesse am Thema Ernährung…

Was hat dich daran so interessiert?                                           
Ich habe früher häufig mit meinem Gewicht gehadert, immer mal wieder Diäten gemacht und die Frage, wie ich mich gesund ernähren soll, hat mich schon immer umgetrieben. Allerdings findet man darauf heute so viele Antworten, dass man irgendwann gar nicht mehr weiß, was man glauben soll. Ich wollte es aber genau wissen und da ich mich ohnehin beruflich neu orientieren wollte, habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Woran liegt es deiner Meinung nach, dass gesunde Ernährung heute scheinbar so ein verwirrendes Thema ist?
Es wird einfach zu viel in fixen Kategorien gedacht. Viele Ernährungsweisen haben einen eher dogmatischen Ansatz und kommen mit erhobenem Zeigefinger daher. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, dass man irre viel falsch machen kann, wenn man gewisse Grundsätze nicht befolgt. Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass es eigentlich darum geht einen Ernährungsstil zu finden, der alltagstauglich ist   – und das auf lange Sicht. Mir persönlich ist es außerdem extrem wichtig, dass Essen mit Freude und Leichtigkeit einhergeht. Schließlich ist Ernährung mehr als nur Nährwerte. Essen ist eine sinnliche Sache, soll Spaß machen und einem einfach gut tun. Ich halte wenig von Verboten und zu vielen Regeln. Man darf sich auch mal was gönnen, solange die Balance stimmt.

Auf deinem Blog feierst du genau diesen achtsamen Ansatz und nennst dich Ernährungswissenschaftlerin „mit Herz & ohne Dogma“. Das kommt gut an. Allein deinem Instagram-Account folgen aktuell fast 19.000 Menschen. Ist dein Blog Teil deines Business?
Mittlerweile ja! Das war so gar nicht geplant, aber ich möchte den Erfolg gerne ausbauen und sehe da noch viele Möglichkeiten. Ich finde es super wichtig, dass wir Ernährungsexperten mit unserem Wissen und guten Inhalten sichtbarer werden.

Was kommt bei dir auf den Tisch, wenn du keine Zeit fürs Kochen hast?
Brot mit leckerem Aufstrich und Rohkost dazu. Brot habe ich immer eingefroren. Wenn es warm sein soll, greife ich auch schon mal zu einer tiefgekühlten Gemüsemischung, das geht wirklich ruckzuck und ist noch relativ gesund. Auch Bio-Lachsfilet aus dem Tiefkühler essen wir häufig, wenn es schnell gehen muss.

Hast du einen Tipp, um keinen Stress am Herd aufkommen zu lassen?
Einfach nicht zu viel vornehmen. Wenn es geht am besten gleich die doppelte Menge kochen und dann am nächsten Tag eine andere Beilage dazu essen.

Was magst du so gar nicht?
Marzipan und Honig.

Was hast du immer zuhause?
Haferflocken.

Hat die Corona-Krise Auswirkungen auf dein Koch- oder Einkaufsverhalten?
Jein. Da ich vor der Pandemie in der Uni war, habe ich viel gekocht, das ich gut ungekühlt mitnehmen konnte. Ich war immer die mit dem Rucksack voller Futter und dem Laptop unterm Arm. Jetzt in der Elternzeit ist dieses „To-Go“-Thema natürlich komplett weggefallen und ich koche öfter warm.

Wo holst du dir Inspiration?
Ich überlege mir oft einfach ein bestimmtes Gericht mal in einer gesünderen Version zu kochen. Lasse mich aber auch sehr gerne bei Pinterest inspirieren. Die Rezeptsuche ist dort einfach so viel charmanter als in der Suchmaschine.

Vielen Dank, Lisa, für das tolle Interview!

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