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Während es bei den einen schlicht Kartoffelsalat mit Würstchen gibt, fahren andere am 24. Dezember mit Braten & Co groß auf. Bei uns gibt es auch was Besonderes: einen Salat, den wir tatsächlich nur einmal im Jahr zubereiten.

 

Es ist ein altes Familienrezept, das in einem sehr abgegriffenem, kleinen Büchlein steht. Für mich ist es der 7-Zutaten-Weihnachtssalat meiner Schwiegermutter. In dem Notizbuch läuft er unter „Italienischer Salat“. Das verstehe ich bis heute nicht, denn keine der Zutaten kommt mir besonders italienisch vor: Kartoffeln, Essiggurken, rote Bete, Äpfel, Eier, Sardellen, Essiggurken und Tafelspitz. Klingt doch eher nach Russland, oder?

Vor allem wenn man bedenkt dass die Sauce für den Salat tatsächlich nur aus Mayonnaise besteht. Aus sehr, sehr viel Mayonnaise. Das macht ihn schön mächtig und für uns damit allein schon zu einem Festessen! Unser erster Gang besteht nämlich immer aus Plätzchen. Dann sind eigentlich alle schon gut satt – und es braucht gar nicht so viel mehr. Der „Italienische Salat“ mit seinen sieben erdigen und leicht säuerlichen Zutaten ist der perfekte, kulinarische Gegenspieler zum Plätzchenteller. Und das Beste: Er schmeckt an den kommenden Weihnachtstagen, wenn er schön durchgezogen ist, fast noch leckerer.

Ein mächtiger Wintersalat mit einer spannenden Fisch-Fleisch-Kombi – schmeckt auch ohne Weihnachten!

Und er lässt sich wunderbar vorbereiten: Am Morgen des 24ten teilen wir uns auf – entweder Salat schnibbeln oder Tannenbaum schmücken. Beides sehr meditative Beschäftigungen, um langsam in Weihnachtsstimmung zu kommen. Tafelspitz, Kartoffeln, Eier und rote Bete habe ich meist schon am Abend davor gekocht, so dass es direkt losgehen. Es muss alles wirklich sehr, sehr fein geschnitten werden, sagt mein Mann, der es ja wissen muss, da er den Salat schon besonders oft gegessen hat. Ist dann alles in kleine Würfel geschnibbelt, legen wir von jeder Zutat (außer Sardellen) etwas zurück – das ist für die Deko. Bei der Menge gehen wir nach Gefühl vor, manchmal sind es mehr Äpfel, manchmal mehr Kartoffeln. Dem Salat ist das herrlich egal. Bisher hat er immer geschmeckt. Einzig mit den Sardellen dosieren wir etwas sparsam, sonst wird es zu salzig.

Alles in eine große Schüssel geben, pfeffern, salzen, ordentlich Mayonnaise dran und ein wenig Essiggurken-Wasser, dann alles ordentlich vermengen bis der Salat schön cremig und rosa ist. Dann kommt der Pseudo-Italiener in unsere schönste Salatschüssel und die restlichen Zutaten kommen dekorativ oben drauf. Fertig ist unser Weihnachtssalat, den mein Mann und ich übrigens zubereiten, weil meine Schwiegermutter leider nicht mehr lebt. Mit dieser kleinen Tradition denken wir an Weihnachten aber immer besonders an sie und freuen uns jedes Mal aufs Neue über dieses kulinarische Erbe.

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