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Letzte Woche gab es bei uns endlich mal wieder Backofenkartoffeln mit Kräuterquark. Ein Essen, auf das wir uns alle einigen können. Lecker! Und ziemlich praktisch, denn die Zutaten habe ich meistens im Vorrat: Kartoffeln, Quark und Kräuter.

Quark auf einem Löffel, daneben ein Zweig Rosmarin
Julia Icking, Bonn

Ein oder zwei Becher Quark stehen bei mir oft im Kühlschrank. Schließlich sind sie lange haltbar und ich brauche Quark für viele leckere Sachen. Meistens für Kräuterquark, im Sommer kommen Erdbeeren hinein und im Käsekuchen darf er auch nicht fehlen.

Manchmal passiert es allerdings, dass trotz der langen Haltbarkeit das Mindesthaltbarkeitsdatum, kurz MHD, abgelaufen ist. So auch letzte Woche. Das aufgedruckte Datum lag schon acht Tage zurück. Bei fermentierten Milchprodukten, wie Quark und Joghurt, sollte das aber kein Problem sein. Denn wie das Wort schon sagt, handelt es sich um das Datum, bis zu dem das Lebensmittel mindestens haltbar ist.

Deshalb schmeiße ich den Quark nicht einfach weg, sondern gehe in drei Schritten vor:

  1. Angucken: Die Packung sieht normal aus, der Deckel ist flach und wenn ich ihn öffne, sieht der Quark in der Packung strahlend weiß aus. Alles wie immer.
  2. Riechen: Der Quark riecht leicht säuerlich - alles normal.
  3. Probieren: Quark pur mag ich nicht besonders, aber ich schmecke auch nichts Ungewöhnliches.

Daher: Test bestanden, der Quark kann noch unser Mittagessen werden.

Was hat es mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf sich?

Das MHD gibt auf verpackten Lebensmitteln an, bis zu welchem Datum sie bei richtiger Lagerung alle leckeren Eigenschaften behalten. Zum Beispiel Geruch und Geschmack. Ist das MHD überschritten bedeutet das nicht, dass ein Lebensmittel verdorben ist. Unsere Sinne helfen dabei herauszufinden, ob ein Produkt genießbar ist.

Hinweis: Das Verbrauchsdatum ist etwas anderes. Es zeigt das Datum an, zu dem das Lebensmittel verbraucht sein muss.

Ich habe noch nie gerne Lebensmittel weggeschmissen und vermeide es nach Kräften. Was Joghurt und Quark angeht, werde ich immer mutiger. Ich habe auch schon Päckchen geöffnet, die deutlich länger abgelaufen waren, als eine Woche. Dann habe ich mir etwas mehr Zeit genommen, um zu probieren manchmal auch noch eine zweite Person gefragt, was sie meint. Wenn wir uns einig waren, haben wir alles, was „normal“ aussah, roch und schmeckte, gegessen. Umgekehrt gab es auch schon ein oder zweimal den Fall, dass ein Produkt schon vor dem Ablauf des MHD verdorben war. Das war dann aber auch eindeutig.

Und ihr so?

Wie haltet ihr das mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum? Was ist das „älteste“ Lebensmittel, das ihr noch verwenden konntet? Schreibt mir doch in den Kommentaren!

 

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Kommentare (2)

MHD - Haltbarkeit
Adele / 27.02.2020 / 15:25 Uhr

Solange ich mich noch auf meinen Geruchs- und Geschmacksinn verlassen kann, wird jedes bereits überlagerte Lebensmittel geprüft und wenn für gut befunden auch noch verwendet. Dieses unsinnige Wegwerfen nach Ablauf des MHD hält sich nach wie vor in den Köpfen. Mein "ältestes" Lebensmittel aus dem Kühlschrank war mal ein Joghurt, der sich in eine Ecke verkrümmelt hatte, hat aber den Test bestanden, ich hab es ohne Schäden überlebt und das nach 2 Monaten nach Ablauf des MHD. Bei Couscous waren es schon mehr als 12 Monate, kein äußerliches Manko zu sehen, der Salat hat genauso geschmeckt wie immer, nämlich super. Wo ich keine Kompromisse eingehe sind Schimmelspuren auf Brot, das entsorge ich umgehend. Das ist mir leider in den Sommermonaten 2019 mehrmals passiert, trotz auswischen der Brotdose mit Essig. Bin dann zeitweise zur Lagerung im Kühlschrank übergegangen, was mir nicht so gut gefällt.

Mindesthaltbarkeit und Schimmel
Julia Icking / 28.02.2020 / 07:08 Uhr

Ja, das kann ich nur unterschreiben. Gerade gesäuerte Milchprodukte halten oft sehr lange über das MHD hinaus. Schimmel ist auch hier ein eindeutiger Hinweis auf Verderb, den ich unbedingt beachten würde. Danke für die Ergänzung! Julia

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