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Ich liebe Pide! Gerne mit Feta, Kartoffeln und Spinat. Die türkischen Teigschiffchen eignen sich aber auch ganz hervorragend zur Resteverwertung, wenn man Lust auf ein wenig Improvisation hat. Für die Füllung nehme ich einfach alles aus dem Gemüsefach, was nicht mehr so ganz fit aussieht: zum Beispiel runzelige Paprika, schlappe Möhren oder welke Petersilie. Das alles wird – meist mit einer Zwiebel – schön klein geschnitten und mit einem gerne auch älterem Käse bestreut.

 

Basis-Rezept: Teig für Reste-Pide
Dauer: 30 Minuten + 45 Minuten Ruhezeit

500 g Weizenmehl (gerne auch die Hälfte davon Vollkornmehl
1 TL Salz
150 ml Milch
1 TL Zucker
1 Würfel Hefe
5 EL Olivenöl

Ofen auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben und mischen. Milch mit 150 ml Wasser und Zucker in einen kleinen Topf schütten, erwärmen und die Hefe einrühren. Wenn sich Zucker und Hefe aufgelöst haben, beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.

Olivenöl zum Mehl in die Schüssel gießen und die Milch-Hefe-Mischung dazugeben. Am besten mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten und ca. 45 Minuten ruhen lassen. Dazu den Teig in der Schüssel mit einem Küchentuch bedecken und an einem warmen Ort stellen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Aus einem Viertel des Teiges einen Fladen von ca. 1 cm Dicke formen (ca. 30 x 15 cm). Und mit euren vorhandenen Resten belegen, dabei jedoch 2 cm Rand lassen, denn der wird später je rechts und links umgeklappt, so dass die Füllung teilweise bedeckt ist. Die Teigenden werden einfach zusammengedrückt und/oder eingerollt, so dass die Form eines Schiffchens entsteht.

Die fertig gefüllten Pide kommen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und für 15-17 Minuten in den heißen Ofen.

Geht auch: Bolognese-Schiffchen

Es funktioniert übrigens auch prima mit bereits fertigen (nicht zu flüssigen!) Gerichten wie etwa Ratatouille oder einer sämigen Bolognese. Selbst Fleisch- und Fischreste lassen sich hervorragend dazu kombinieren. Vor dem Einklappen der langen Teigseiten noch salzen, pfeffern, nach Wunsch würzen und etwas Olivenöl darüber träufeln. Wer möchte kann auf sein noch nicht ganz volles Teigschiffchen ein verquirltes Ei geben. Aber ganz vorsichtig, sonst läuft es über. Passt nur das halbe Ei rein, auch gut, dann streicht ihr mit dem Rest einfach die Teigränder ein, dann werden die Pide schön goldgelb.

Kinder-Pide ohne Grün!

Meine Töchter essen übrigens ausschließlich Kartoffel-Pide. Heißt da darf wirklich nur Frischkäse, Käse und Kartoffel rein. Nix Grünes! Auf meine ofenfrischen Pide hingegen kommt noch was extra Grünes – meist etwas selbstgemachtes Pesto. Und auch hier setze ich gerne auf Reste. Zum Beispiel ein Pesto aus Radieschengrün: Dafür nehme ich ein klassisches Pesto-Rezept und tausche einfach das Basilikum durch Radieschenblätter aus. Auch sehr lecker ist dieses vegane Karottengrün-Pesto vom Blog „eat this“. Probiert’s mal aus!

Oder einfach Nudeln...

Und wer jetzt keine Zeit hat in aller Ruhe Teigschiffe zu formen und neue Pesto-Arten auszuprobieren, der kocht einfach ne große Portion Nudeln. Und macht aus der übrig gebliebenen Pasta am nächsten Tag diese Nudel-Muffins vom Blog „German Abendbrot“. Auch lecker! Und nachhaltig.

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