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Dem Zucker auf der Spur

Wie viel Zucker ist im Ketchup, im Fruchtjoghurt und im Knuspermüsli? Wie lässt sich Zucker sparen?

Durch eine Lupe sieht man eine Produktkennzeichnung vergrößert
fovito / Fotolia.com

(BZfE) – Wie viel Zucker ist im Ketchup, im Fruchtjoghurt und im Knuspermüsli? Wie lässt sich Zucker sparen? In dem neuen Unterrichtsmodul für die Sekundarstufe I des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) erarbeiten das die Jugendlichen handlungsorientiert in einer Doppelstunde. Sie entlarven die Namen für Zucker, werten die Angaben auf der Verpackung aus und hinterfragen ihren Zuckerkonsum. Die kompakte Einheit enthält alles, was sich Lehrende für eine effektive Unterrichtsvorbereitung wünschen: die relevanten Hintergrundinfos, aktive Links zum Weiterlesen, direkt einsetzbare, veränderbare Arbeitsblätter und Infografiken. Damit eignet sich die kostenfreie Unterrichtseinheit auch für spontane Vertretungsstunden und für die fächerübergreifende Verbraucherbildung entsprechend den Bildungsplänen.

Das Zuckerthema liegt im Trend, weil aktuell das Angebot an zuckerreduzierten Lebensmitteln wächst und der Handel diese intensiv bewirbt. Ursache dafür ist die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die darauf abzielt, die Wahl zuckerärmerer Produkte leichter zu machen. Wissenschaft und Lebensmittelindustrie arbeiten nun daran, den freien Zucker in den gesüßten Milchprodukten, Erfrischungsgetränken und Fertigmüslis um 15 bis 25 Prozent zu senken. Dazu setzen sie beispielsweise neuartige Zucker ein oder verändern die Rezepturen bei möglichst gleichem Süßgeschmack.

Mittlerweile gibt es neben Fruchtjoghurt mit „weniger Zucker“ viele weitere zuckerreduzierte Produkte, die werbewirksam vermarktet werden. Diese Maßnahmen lassen sich handlungsorientiert im Unterricht aufgreifen nach dem Motto: Auch wir machen mit! Dazu hinterfragen die Schülerinnen und Schüler kritisch den „freien Zucker“ im konventionellen und Zucker-reduzierten Fruchtjoghurt, im Ketchup und im Fertigmüsli. Ergänzend dazu entwickeln sie eigene Ideen, wie sie selbst kreativ und innovativ Zucker sparen können: den Fruchtsaft mit viel Wasser verdünnen, Fruchtjoghurt mit Naturjoghurt strecken oder noch besser: nicht alles fix und fertig kaufen, sondern öfter mal was selber machen und selbst die Süße und Zuckermenge bestimmen. Beispielsweise einen Naturjoghurt mit viel frischem Obst oder ein fruchtiges Müsli aus Getreideflocken, Nüssen und Obst der Saison essen und probieren, ob das für sie die bessere und gesündere Wahl ist.

Die Unterrichtseinheit schärft den Blick der Jugendlichen für zuckerreiche Produkte, die neuen Produktalternativen im Geschäft und motiviert dazu, eigene kreative, geschmacklich gute Ideen zu entwickeln – ein wichtiger Baustein zugunsten eines gesundheitsförderlichen Lebensstils.

Dr. Ingrid Brüggemann, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Dem Zucker auf der Spur, Unterrichtmodul für die Sekundarstufe I, nur zum Download, 2 Seiten Lehrerinformation, 2 veränderbare Arbeitsblätter, 5 Materialkarten
Bestell-Nr. 0115, kostenlos zum Download
www.ble-medienservice.de

Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie: Weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten.
https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/_Texte/ReduktionsstrategieZuckerSalzFette.html

Kirk-Mechtel, Melanie: Zuhause Salz, Zucker und Fett sparen – Lebensmittel klug auswählen und selbst zubereiten. Ernährung im Fokus 04/2019, S. 294-299
https://www.ble-medienservice.de/5984/ernaehrung-im-fokus-04-2019

http://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrung-im-fokus-93

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