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Ernährung

Gruppe mit adipösen Jugendlichen, die sich sitzend einen Ball zuwerfen
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Kinder und Jugendliche mit Adipositas erfolgreich beraten : Trainermanual bietet Schulungskonzept für ambulante und stationäre Therapie

Welche Maßnahmen haben sich in der Adipositastherapie bei Kindern und Jugendlichen bewährt? Mit dem interdisziplinären Konzept erhalten Trainer eine praxiserprobte Anleitung für Schulungen.

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Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus Typ 2

Erfolgreich und praxisnah beraten

Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes Typ 2 und brauchen eine Ernährungstherapie. Den Beratungsbedarf können qualifizierte Ernährungsfachkräfte decken mit praxisnahem Beratungsmaterial.

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Ernährungswissen

Was im Essen steckt: Vitamine und Mineralstoffe

Referenzwerte für Zink und Vitamin B6 aktualisiert

Grundlage für die Ernährungspyramide sind die DACH-Referenzwerte. Für Zink und Vitamin B6 wurden sie überarbeitet. Was hat sich geändert?

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Fritten for Future?

Klimaschutz mit Messer, Gabel und Einkaufsbeutel: Der Video-Clip zeigt auf verspielte Weise, dass Essen und Klimaschutz zusammenhängen.

Aus dem BZfE-Newsletter

Daumen hoch grün, Daumen neutral gelb, Daumen runter rot
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Gute, schlechte und neue Kohlenhydrate

Wissenschaftliche Argumente zur aktuellen Zuckerdiskussion

Bericht vom 12. Wissenschaftlichen Symposium des Verbands der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft

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Ernährungsempfehlungen für Mensch und Erde

Viele Übereinstimmungen von DGE-Empfehlungen mit Planetary Diet

Eckpunkte für eine gesunde und klimaschützende Ernährung.

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Kalorienangaben für Fastfood

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Vitamine und Mineralstoffe

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Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist hilfreich.

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Ernährungspyramide

Ernährungspyramide: Das Ernährungstagebuch

Beobachten, reflektieren, unterstützen und begleiten

Hand schreibt auf Block, daneben Handy und Lebensmittel
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Das Ernährungstagebuch hilft Ihren Klienten, ihr Ernährungsverhalten zu reflektieren. Es zeigt, was schon gut läuft, wo Veränderungen stattgefunden haben und wo noch Bedarf besteht.

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Glasstasse mit Tee und Zitronenscheiben, dahinter frischer Ingwer
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Tipp im November

Ingerwertee bei Erkältung

Hat es Sie auch schon erwischt? Die Nase ist verstopft, der Hals tut weh - eine Erkältung ist im Anmarsch. Für wohlige Wärme sorgt jetzt eine Tasse Tee mit frischem Ingwer. Und die ist schnell gemacht: Für eine große Tasse eine gut walnussgroße Menge Ingwer in kleine Stücke schneiden und mit heißem Wasser übergießen. Den Tee mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Wer mag, gibt noch etwas Zitrone hinzu oder Honig.

Weitere Informationen in unserem Blogbeitrag

Dr. Margarita Büning-Fesel
BLE

Lesetipp

Interview Dr. Margareta Büning-Fesel mit dem General-Anzeiger Bonn Was kann der Einzelne und was kann der Staat zu einer gesundheitsförderlichen Ernährung beitragen?

Ernährungswissen und -kompetenz mit individuellen Lebensstilen in Einklang bringen - dabei will das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) Familien so früh wie möglich unterstützen. "Das Wissen rund um die Auswahl und die Zubereitung von Lebensmitteln ist eine wichtige Alltagskompetenz, die gelernt und gelebt werden muss. Unterstützung erfahren Familien dabei idealerweise von Kita und Schule, indem hier Ernährungsbildung eine Rolle spielt," berichtet Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des BZfE, im Interview dem Bonner General-Anzeiger. "Es geht aber auch darum, die Essumgebung der Menschen so zu gestalten, dass die gesündere Wahl die leichtere Wahl ist." Für den eigenen Teller rät Büning-Fesel zu einer einfachen Faustregel: "Iss bunt und wähle mindestens drei Viertel der Lebensmittel aus pflanzlicher Herkunft."

Das komplette Interview im General-Anzeiger Bonn

Zwei Frauenhände halten Paragraphen-Zeichen in den Händen
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Netzwerk Gesund ins Leben

Meine Rechte rund ums Stillen

Frauenärzt*innen, Hebammen und Kinder- und Jugendärzt*innen begleiten Sie und Ihr Kind rund um die Geburt. Ihre Hebamme ist eine hilfreiche Ansprechpartnerin zum Thema Stillen. Es ist wichtig, sich rechtzeitig um eine Hebamme zu kümmern. Denn, wie das Netzwerk Gesund ins Leben berichtet, Sie haben Anrecht auf Hebammenhilfe.

weitere Informationen beim Netzwerk Gesund ins Leben

Einfach besser essen - Mein Ernährungstagebuch

Medienshop-Tipp

Heft Einfach besser essen - Mein Ernährungstagebuch

Der Weg zu einer besseren Ernährung und mehr Wohlbefinden beginnt damit, sich selbst zu beobachten und zu reflektieren. Das Tagebuch ermöglicht eine Protokollierung über sieben Tage sowie einen Wochenüberblick. mehr...

Frauen am Baum sitzend mit Wäsche
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Leseprobe

Ernährung im Fokus

Essen in Afrika: Äthiopien und Ostafrika

Die Esskultur in Afrika hat eine faszinierende Dimension. Denn sie ist weit mehr als ein Produkt der "Armenküche" und besticht durch Orginalität, Kreativität und Qualität den besonderen, landestypischen Zutaten. Erfahren Sie mehr zur Alltagsküche und den kulinarischen Besonderheiten von Äthiopien und Ostafrika in der Fachzeitschrift Ernährung im Fokus.

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Prof. Annegret Flothow
HAW Hamburg

Nationaler Aktionsplan

IN FORM Betriebliche Gesundheitsförderung

"Betriebliche Gesundheitsförderung stellt eine Win-Win-Situation für Beschäftigte, Unternehmen und die Gesellschaft dar", betont Prof. Dr. Annegret Flothow, Professorin für Gesundheitspsychologie am Department Ökotrophologie der HAW Hamburg. Im Interview mit IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung erläutert sie, warum BGF als Querschnittaufgabe fest in den Strukturen und Prozessen der (Arbeits-)Organisation verankert werden soll.

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Drei Koeche beim bestücken von Tellern mit Gericht
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Gemeinsam Kochen und Essen und dabei Lebensmittel vor der Tonne bewahren? Nach diesem Prinzip bietet Thore Hildebrandt regelmäßig ein „Nachhaltiges Retterdinner“ an. Aus geretteten Lebensmitteln wird dabei ein pflanzenbasiertes 4-Gänge-Überraschungsmenü. Die Initiative Zu gut für die Tonne sprach mit dem ehemaligen Banker über seine Tätigkeit und seine Beweggründe.

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Was Verbraucher zur Seniorenernährung wissen wollen

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Meine Großmutter leidet ständig unter Blähungen und Vollegefühl, obwohl sie sich bewusst ernährt. Kann ihr durch eine geeignete Ernährung geholfen werden?

Frage von Medi (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Wichtig wäre als erstes herauszufinden, welche Lebensmittel Ihrer Großmutter Probleme bereiten. Damit sie diese dann, wenn möglich, weglassen kann. Dafür müsste Ihre Großmutter ausprobieren, bei welchen Lebensmitteln Unverträglichkeitsreaktionen auftreten und welche Lebensmittel sie beschwerdefrei essen kann. Hier hat es sich bewährt, ein Beschwerdeprotokoll über ein bis zwei Wochen zu führen, in dem sie notiert, was sie in welchen Mengen gegessen hat und die Beschwerden. Wenn Unverträglichkeiten bei Obst und Gemüse auftreten, kann es helfen, wenn sie diese vor dem Verzehr leicht dünstet. Das macht die Lebensmittel bekömmlicher.

Grundsätzlich wird bei einer Magenschleimhautentzündung, Blähungen und Völlegefühl eine leichte Vollkost empfohlen. Die leichte Vollkost ist eine vollwertige Ernährung, die den Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen deckt und bei der die Speisen besonders schonend zubereitet werden. Empfehlenswert sind Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie und im Mikrowellengerät. Außerdem werden Speisen, die Unverträglichkeiten wie Blähungen, Völlegefühl auslösen, weggelassen. Da die Verträglichkeit von Lebensmitteln, Speisen und Getränken von Person zu Person unterschiedlich ist, muss jeder selbst ausprobieren, was ihm bekommt. Die Kost sollte reichlich lösliche Ballaststoffe enthalten, da sie sich günstig auf den Darm und die Verdauung auswirken. Sie stecken vor allem in Obst und Gemüse.

Außerdem können probiotische Kulturen in Joghurt, -drinks und Quark die Darmflora unterstützen und die gasbildenden Bakterien verdrängen. Dafür nimmt Ihre Großmutter am besten 14 Tage lang jeden Tag ein probiotisches Produkt, damit sich die probiotischen Kulturen im Darm ansiedeln können. Danach reicht es, ein über den anderen Tag ein solches Produkt zu essen. Damit sich diese Milchsäurebakterien tatsächlich ansiedeln können, ist es hilfreich, dass Ihre Großmutter immer ein Produkt des gleichen Herstellers verwendet, am besten ein Markenprodukt. Hierzu gab es die besten Studienergebnisse. Bakterienstämme von No-Name-Produkten oder Eigenmarken eines Supermarkts sind bislang nicht so intensiv untersucht worden.

Mein Vater (80 Jahre) hat Altersdiabetes und spritzt sich Insulin. Er sollte ca. 5 Kilo abnehmen. Was ist zu beachten, damit die Blutzuckerwerte im grünen Bereich bleiben?

Frage von power (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Bei Altersdiabetes (Zuckerkrankheit) handelt es sich um eine chronische Stoffwechselkrankheit, die auf einem Insulinmangel beruht. Die Hauptkennzeichen sind lang anhaltend hohe Blutzuckerwerte. Sie sind auf eine nachlassende Insulinproduktion oder Insulinwirkung zurückzuführen.

Ernährungsgrundlage ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Kost und regelmäßige körperliche Bewegung (soweit dies bei Ihrem Vater möglich ist).

Einige Punkte sollten Sie jedoch beachten: Wichtig ist, dass Insulingabe und aufgenommene Kohlenhydratmenge aufeinander abgestimmt werden. Kohlenhydrate beeinflussen den Blutzuckerspiegel am stärksten. Mit Zucker gesüßte Getränke führen zu einem raschen, starken Blutzuckeranstieg. Die Verdauung wenig verarbeiteter kohlenhydratreicher Lebensmittel dauert hingegen länger. Dementsprechend erhöht sich der Blutzucker langsamer und nicht so stark, insbesondere in Kombination mit Fett und Eiweiß. Wählen Sie wenig verarbeitete Lebensmittel, Vollkornprodukte mit einem hohen Anteil ganzer Körner und ungezuckerte Lebensmittel. Das hilft, größere Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Zucker durch Süßstoffe ersetzen hilft, zum einen Kalorien einzusparen und zum anderen den süßen Geschmack zu erhalten – ohne dass Süßstoffe den Blutzuckerspiegel erhöhen. Zum Süßen von Getränken eignen sich daher kalorienfreie Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat oder Aspartam.

Außerdem sollte bei Diabetikern die gesamte Fettaufnahme nicht mehr als 30 % der Energieaufnahme ausmachen. Das sind ca. 60 g Fett pro Tag. Wichtiger ist jedoch die Qualität der Fette. Tierische Fette wie Butter, Wurst, Käse, Sahne etc. sind am besten größtenteils durch pflanzliche Fette und Öle zu ersetzen. Besonders positive Wirkungen haben einfach ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in Raps- und Olivenöl enthalten sind.

Die Vitamine A, C und E sowie einige sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe können helfen, typischen diabetischen Folgeschäden, z. B. Durchblutungsstörungen der Beine oder der Augen, vorzubeugen. Diese Inhaltsstoffe sind vor allem auch in frischem Gemüse enthalten. Deshalb sollte Gemüse täglich auf dem Speiseplan stehen.

In den meisten Fällen ist es hilfreich abzunehmen. Das verbessert oder normalisiert die Blutzuckerwerte. Wie Sie Ihr Gewicht am besten beurteilen können, finden Sie in unserem Beitrag zum Bauchumfang.

Informationen und Tipps zur Ernährung finden Sie auch im Beitrag Essen und Trinken bei Typ-2-Diabetes.

Unsere Tipps und Empfehlungen können keine ausführliche Ernährungsberatung oder Diabetikerschulung ersetzen. Dafür wenden Sie sich am besten an den behandelnden Diabetesschwerpunktarzt oder eine speziell geschulte Diabetesberatungsfachkraft.

 

Meine Großmutter (91 Jahre) erbricht fast jede Kost. Durch Magentropfen behält sie morgens und mittags das Essen bei sich. Allerdings ist der Abend problematisch. Was können wir Ihr abends zu essen geben? Was ist mit Astronautenkost?

Frage von ht.reichel (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Christof Meinhold

Es antwortet: Christof Meinhold, Ernährungsberater

Zur Entlastung des Verdauungstraktes und zur Vermeidung möglicher Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen wird eine leichte Vollkost empfohlen. Das ist eine vollwertige, ausgewogene Ernährungsweise, die den Körper mit allen notwendigen Stoffen in ausreichendem Maße versorgt, bei der aber Lebensmittel, Getränke und Speisen, die Unverträglichkeiten auslösen, weggelassen werden – also eine leicht verdauliche Kost. Da die Verträglichkeit von Lebensmitteln und Getränken von Person zu Person unterschiedlich ist, muss jeder selbst ausprobieren, was ihm bekommt.

Zudem hilft eine schonende Zubereitung der Speisen wie Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie und im Mikrowellengerät. Generell zu vermeiden sind alle mit stark erhitzten Fetten zubereiteten Gerichte, Fettgebackenes, scharf Gebratenes, Spiegeleier, Bratkartoffeln, fettes Fleisch (Schwein, Hammel, Ente, Gans), fette Wurstsorten, Speck, Fischkonserven in Öl, stark gesalzene und sehr saure Produkte, gezuckerte Limonaden, alkoholische Getränke.

Eine leicht bekömmliche Abendmahlzeit für Ihre Großmutter wäre Hühnerbrühe mit Nudeln, die ggf. entfettet wird. Weitere Möglichkeiten sind Brei aus pürierten Möhren oder Zucchini mit Kartoffeln oder Haferflockenbrei und gedünstetes Obst.

Achten Sie auch auf eine aufrechte Haltung nach den Mahlzeiten und vermeiden Sie, dass sich Ihre Großmutter direkt nach dem Essen hinlegt. Pfefferminztee oder Pfefferminzbonbons helfen im Vorfeld gegen Übelkeit und Erbrechen. Astronautenkost ist ebenfalls geeignet. Allerdings hilft sie bei Erbrechen auch nicht weiter oder müsste über eine Sonde verabreicht werden oder es müssten Ernährungsinfusionen gegeben werden.

Zur Auswahl der geeigneten Astronautenkost berät Sie der Hausarzt, Apotheker oder spezialisierte Ernährungsberater. Achten Sie auf eine hochkalorische Kost und beginnen Sie diese nur langsam.

Der diäetverband.de gibt eine Übersicht über unterschiedliche Produkte unter www.prodiaet.de.

Gibt es bestimmte Ernährungsempfehlungen für Menschen mit chronischen Wunden? Was kann man machen, um die Wundheilung bei einer älteren Person mit der Ernährung zu unterstützen?

Frage von tina1210 (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Claudia Thienel

Es antwortet: Claudia Thienel, Ernährungsberaterin

Chronische Wunden können viele Ursachen haben und die Ernährung kann immer nur ein Teilaspekt der Behandlung dieser Erkrankungen darstellen.

Grundsätzlich sollte bei chronischen Wunden immer auf die optimale Versorgung des Körpers mit allen notwendigen Nährstoffen und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Denn nur dann stehen dem Körper alle notwendigen Stoffe zur Wundheilung zur Verfügung.

Studien haben ergeben, dass Menschen mit chronischen Wunden oft mangelernährt sind. Das fördert die Entstehung von chronischen Wunden, verzögert den Heilungsprozess und erhöht das Infektionsrisiko. Daher ist eine Überprüfung der Ernährungssituation unter Berücksichtigung der Primärerkrankung, des Alters und der Gesamtkonstitution bei Menschen mit chronischen Wunden sinnvoll. Anhand dieses Ergebnisses kann ein individueller Ernährungsplan erarbeitet werden, der einer Mangelernährung vorbeugt. Dies sollte im Rahmen einer spezialisierten Ernährungsberatung durchgeführt werden. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort.

Eine grundsätzliche Orientierung für eine ausgewogene Ernährung – bei gesunden Menschen – bietet die Ernährungspyramide.

Meine Großmutter hat einige gesundheitliche Probleme: leichte Osteoporose, erhöhte Cholesterinwerte, Knochenarthritis, leichten Diabetes und leichte Schilddrüsenüberfunktion. Vielleicht können Sie uns Tipps zur Ernährung geben?

Frage von Jessy (Frage und Antwort wurden ggf. gekürzt)

Dr. Maike Groeneveld

Es antwortet: Dr. Maike Groeneveld, Ernährungsberaterin

Mit höherem Lebensalter treten häufig mehrere Gesundheitsprobleme und Funktionseinschränkungen gleichzeitig auf. Im Fall Ihrer Großmutter ist die Problematik recht komplex und ich empfehle Ihnen, vor Ort eine persönliche Ernährungsberatung aufzusuchen. Ich kann Ihnen nur einige recht allgemeine Informationen geben.

Grundsätzlich sind auch für Ihre Großmutter täglich Gemüse, Obst, Vollkorngetreideprodukte und Milchprodukte empfehlenswert. Bei Fleisch, Wurst und Fisch reicht es, wenn sie jeweils etwa 2 mal pro Woche auf den Tisch kommen. Ausreichendes Trinken kalorienfreier oder -armer Getränke ist wichtig, besonders im höheren Alter. Bei den einzelnen Erkrankungen gibt es noch verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

Bei Osteoporose ist es wichtig, ausreichend Calcium und Vitamin D aufzunehmen. Das gelingt am besten, wenn Ihre Großmutter möglichst täglich Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Buttermilch und Käse isst. Auch manche Gemüse, etwa Brokkoli, Fenchel oder Grünkohl, sind calciumreich. Als Getränke sind calciumreiche Mineralwässer (> 150 mg Calcium/l) und mit Calcium angereicherte Fruchtsäfte geeignet. Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Es ist jedoch nur in wenigen Lebensmitteln enthalten. Gute Quellen sind Fisch und Champignons. Der Körper ist in der Lage, in der Haut mithilfe von Sonnenlicht selbst Vitamin D zu bilden. Deshalb ist es sinnvoll, dass sich Ihre Großmutter möglichst täglich etwa eine halbe Stunde im Freien aufhält. Und auch viel Bewegung stärkt die Knochen. Es gibt spezielle Gymnastikformen (z. B. Stuhlgymnastik), die auch für ältere Menschen gut durchführbar sind.

Bei einem erhöhten Cholesterinspiegel hilft eine fettbewusste Ernährung, das bedeutet, wenig gesättigte Fette und reichlich ungesättigte Fettsäuren. Fettreiche tierische Lebensmitteln wie Speck, fettes Fleisch oder Schmalz sind aufgrund ihres hohen Gehaltes an gesättigten Fetten zu meiden. Pflanzliche Öle (z. B. Olivenöl, Rapsöl, Sojaöl) und Nüsse enthalten reichlich ungesättigte Fettsäuren und gehören täglich auf den Speiseplan. Außerdem ist eine hohe Zufuhr an Ballaststoffen sinnvoll. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte.

Bei Erkrankungen wie Arthritis empfiehlt es sich, den Verzehr von Fleisch und Wurstwaren sowie Innereien einzuschränken und statt dessen Fisch (z. B. Makrele, Hering) und pflanzliche Ölen (z. B. Rapsöl) sowie reichlich Gemüse und Obst zu essen.

Bei Diabetes ist der Abbau von Übergewicht die wichtigste Maßnahme. Lebensmittel wie Gemüse, Vollkornprodukte und Milchprodukte lassen den Blutzucker nicht so stark ansteigen und sind daher bei einer insgesamt ausgewogenen und abwechslungsreichen Kost sinnvoll.

Eine Schilddrüsenüberfunktion ist nur medikamentös zu behandeln.

Gerade älteren Menschen fällt eine Ernährungsumstellung oft besonders schwer, weil sie an ihren jahrzehntelangen Gewohnheiten festhalten und Neues nur schwer akzeptieren. Außerdem haben sie häufig Beschwerden, die das Essen erschweren, z. B. Kau- und Schluckbeschwerden. Gehen Sie darum sehr behutsam und Schritt für Schritt vor, wenn Sie mit Ihrer Großmutter die Ernährung umstellen. Wählen Sie z. B. bei Gemüse und Obst die Sorten, die sie kennt und mag. Am besten planen Sie so viel Bewegung wie möglich in den Tagesablauf Ihrer Großmutter ein. Generell empfehle ich Ihnen, mit Ihrer Großmutter eine persönliche Ernährungsberatung aufzusuchen. Dort kann auf ihre individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten am besten eingegangen werden. Adressen von qualifizierten Ernährungsfachkräften finden Sie auf unserer Seite Ernährungsberatung vor Ort. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Großmutter alles Gute!

Weitere Informationen zu den Themen finden Sie in unseren Beiträgen zu Cholesterin und Fetten sowie Essen und Trinken bei Typ-2-Diabetes.

Bildung

Kinder spielen das Spiel "Flüsterpost"
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Der Programmteil Schulobst und -gemüse des EU-Schulprogramms ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile nehmen 15 Bundesländer daran teil.

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Die Relevanz von Ernährung und Sport für die Prävention und Therapie zahlreicher Erkrankungen hat in den letzten Jahren sowohl im klinischen Setting als auch in der wissenschaftlichen Forschung erheblich an Bedeutung gewonnen. Auf dem Kongress "Ernährung und Sport - ist Medizin" am 22. und 23. November 2019 in Erlangen wird der Frage nachgegangen, inwieweit eine Anpassung der Ernährung und individuelle Trainingskonzepte die körperliche Leistungsfähigkeit stabilisieren und so den Krankheitsverlauf verbessern können.

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