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Werbung für Lebensmittel – Vom Wissen zum Handeln

Fleisch steht bei uns als „Klimaschädling“ da. Milch(-produkte) wirken ähnlich, haben aber ein besseres Image. Wie arbeitet Werbung hier? Was müssen wir wissen, um ihr wirksam zu begegnen?

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Apfel im Lichtkegel
lapas77 / Fotolia.com
Ernährung im Fokus 09-10|2017
September/Oktober 2017
Schwerpunktthema

Werbung für Lebensmittel – Vom Wissen zum Handeln

Fleisch steht bei uns als „Klimaschädling“ da. Milch(-produkte) wirken ähnlich, haben aber ein viel besseres Image. Wie arbeitet Werbung hier? Was müssen wir wissen, um ihr wirksam zu begegnen?

Leseprobe

einem Jungen wird unter die Arme gegriffen
ADHS und Ernährung
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(kostenfrei)
Alle Themen dieser Ausgabe

Editorial

Kurz gefasst

Nachlese

Schwerpunkt

Steffen Hirth, Dr. Markus Keller

Das Märchen von grüner Milch und glücklichen Bergen

Werbung und Konsum von Milchprodukten

Spätestens seit Veröffentlichung des FAO-Berichts „Livestock’s Long Shadow“ (2006) stehen tierische Lebensmittel unter Nachhaltigkeitsaspekten in der Kritik. Dabei konzentriert sich die wissenschaftliche und öffentliche Diskussion vorwiegend auf Produktion und Konsum von Fleisch. Milchprodukte sind trotz vergleichbarer ökologischer und sozialer Auswirkungen deutlich seltener Thema. Entsprechend setzen Molkereien bei der Vermarktung ihrer Erzeugnisse nach wie vor auf die sehr naturidyllische Gestaltung ihrer Werbelandschaften. Gleichzeitig gehen die Umsätze überwiegend nicht auf traditionelle, handwerklich gefertigte „Naturprodukte“ zurück, sondern auf industrielle Erzeugnisse.

Schwerpunkt

Heike Müller, Dr. Silke Bartsch

Nahrungsmittel im Spiegel von Wort und Bild

Beef-Jerky-Werbung als Anwendung sprachlicher und soziokultureller Codes

Immer häufiger taucht Beef Jerky in deutschen Supermärkten, Tankstellen und sogar in Bio-Läden auf. Gleichzeitig fällt das Label „vegan“ immer öfter ins Auge. Das ist ein Beispiel für widersprüchliche Ernährungsbotschaften in unserer Gesellschaft, die auch vermarktet werden. Die Werbung nutzt Schlagworte wie fleischlos, proteinreich oder low-carb, um die Verbraucher zum Kauf anzuregen. Die Beispiele bieten sprachliche Anlässe für die Auseinandersetzung mit den eigenen Ernährungsweisen, zum Beispiel in der Ernährungsbildung.

Extra

Dr. Achim Spiller, Dr. Anke Zühlsdorf, Dr. Sina Nitzko

Die Mischung macht’s: Strategien und Instrumente der Ernährungspolitik

Angesichts der Herausforderungen im Gesundheits- und Klimaschutz sollte die Politik stärker über einen geeigneten Instrumentalmix und die Einbettung der Instrumente in eine konsistente ernährungspolitische Strategie nachdenken. Der Beitrag liefert einen Überblick über und Begründungen für die wichtigsten ernährungspolitischen Instrumente.

Lebensmittelrecht

Wissen für die Praxis

Forschung

Wunschthema

Dr. Lioba Hofmann

ADHS und Ernährung

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern. Trotz teils entgegenlautender Medienberichte ist ADHS keine Modeerscheinung. Schon vor über 150 Jahren beobachtete der Psychiater Heinrich Hoffmann diese und weitere psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters und stellte sie in seinem Bilderbuch vom "Struwwelpeter" sehr treffend dar. Die Ursachen sind bis heute nur unzureichend erforscht. Welche Rolle spielt die Ernährung für Entstehung und Ausprägung der Symptome?

Esskultur

Stephanie Rieder-Hintze

Essen auf dem schwarzen Kontinent: West- und Zentralafrika

Der afrikanische Kontinent besteht aus 55 Ländern mit rund einer Milliarde Einwohnern. In jedem dieser Staaten leben unterschiedliche Ethnien. Gleichzeitig sind zahlreiche afrikanische Völker und Stämme über mehrere Staaten verteilt. So ist es nahezu unmöglich, jedem Land eine eigene Esskultur zuzuordnen; vielmehr lassen sich, trotz diverser Unterschiede in Kultur und Religion der Völker, viele Gemeinsamkeiten feststellen.

Methodik & Didaktik

Christine Maurer

Willenskraft – Eine wichtige Ressource

Willenskraft ist notwendig, um neue Gewohnheiten aufzubauen oder andere Ziele zu erreichen. Sie ist eine Grundlage, um unsere To-do-Listen abzuarbeiten, gerade wenn unangenehme oder ungeliebte Dinge anstehen. Damit ist die Willenskraft notwendig für schulischen Erfolg, für die Umsetzungskompetenz von Klienten und für den Erfolg von Lehrenden und Beratenden. Die gute Nachricht ist: Willensstärke lässt sich trainieren!

Tipps für die Praxis

Wirksam gegen Werbung

Prävention & Therapie

Dr. Maike Groeneveld

Mikrobiota und Gesundheit

Alle Körperoberflächen des Menschen – ob von außen oder innen – sind mit Mikroben besiedelt. Immer mehr Studien zeigen, dass sie großen Einfluss auf die Gesundheit ausüben. Zusammensetzung und Aktivität der intestinalen Mikrobiota hängen stark von der Ernährung ab. Ernährungsfachkräfte assoziieren mit dem Gastrointestinaltrakt vor allem seine Verdauungsfunktion. Er ist jedoch auch ein wichtiger Teil der Immunabwehr.

Ernährungspsychologie

Dr. Christoph Klotter

Der Abschied von Platon und der heutigen Ernährungspädagogik

Was soll ein Philosoph, der vor 2500 Jahren gelebt hat, mit heutiger Ernährung, mit heutiger Ernährungspädagogik zu tun haben? Das kann doch gar nicht sein. – Kann doch sein! Platon und Aristoteles waren die wichtigsten Philosophen des Abendlandes. Ihre Lehren endeten nicht mit ihrem Tod, sondern beeinflussen unsere Kultur und unser Denken nachhaltig – und das schon seit Jahrtausenden.

Bücher

Medien

Ernährung im Fokus - Online Spezial

Intervallfasten

Frau sitzt vor leerem Teller
iStock_djedzura

Intervallfasten kann helfen, gewohnte Ernährungsmuster zu durchbrechen und nachhaltig zu verändern.

mehr...
Lebensmittelmanagement
UTB

Lesetipp

Buchrezension von Gabriela Freitag-Ziegler Lebensmittelmanagement

Der Lebensmitteltechnologe Dr. Jochen Hamatschek, Dozent an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Manager in der Lebensmittelindustrie, richtet sich mit diesem speziellen Fachbuch an Studenten und Führungskräfte. Auf der Basis seiner Vorlesung „Management in der Lebensmittelwirtschaft“ entstanden, ist es ein nützliches Lehrbuch für Studierende der Fachrichtungen LM-Technologie, LM-Wirtschaft und LM-Management sowie der angrenzenden Studiengänge Ökotrophologie, LM-Chemie oder Life Science. Außerdem empfiehlt es sich für (angehende) Führungskräfte in der Lebensmittelwirtschaft, die mit jedem Schritt weiter auf der Karriereleiter weniger als Spezialisten ihres Faches, sondern mehr als Generalisten gefragt sind.

Der Autor verzichtet in seinem Buch bewusst auf die klassischen Themen der Fächer Betriebswirtschaftslehre und Marketing. Stattdessen widmet er sich auf den ersten Seiten der Betrachtung des Menschen im Zentrum der Lebensmittelwirtschaft, gibt einen guten Überblick über deren Strukturen (Hochschulen, Industrie, Handel, Zulieferer, Politik und LM-Überwachung) und erläutert auch den ethischen Überbau. Speziell diese Inhalte sind für alle Ernährungswissenschaftler interessant, auch wenn sie nicht im LM-Management tätig sind. In weiteren zentralen Kapiteln geht es unter anderem konkret um Compliance-, Risiko-, Innovations- und Changemanagement sowie um die Unternehmenskommunikation.

Hamatschek beschreibt in diesem Fachbuch die wesentlichen Strukturen, Abhängigkeiten und besonderen Herausforderungen der gesamten Lebensmittelwirtschaft anschaulich und fesselnd. Es gelingt ihm gut, komplexe Fragestellungen verständlich zu machen und mit Beispielen aus der Praxis zu unterfüttern. Wichtige Erkenntnisse und Definitionen sichert er in optisch abgesetzten Merksätzen. Tabellen und vor allem grafische Darstellung tragen weiter zum Verständnis der Zusammenhänge bei.

Gabriela Freitag-Ziegler

 

Lebensmittelmanagement

Jochen Hamatschek

UTB GbmH, Stuttgart 2013

239 Seiten

ISBN 978-3-8252-4005-9
Preis: 24,99 Euro

 

Blattsalate
ber-rdnz/Fotolia

Info

Bundesinstitut für Risikobewertung: Lebensmittel aus Blättern und Gräsern können Krankheitserreger enthalten

In Deutschland essen immer Menschen  Blatt- und Grasprodukte. Diese können mit verschiedenen Krankheitserregern belastet sein. „Salate, Blattgemüse, Kräuter, Tees und grüne Smoothies werden von den meisten Menschen als rundum gesunde Nahrungsmittel wahrgenommen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Umso wichtiger ist es darauf hinzuweisen, dass auch bei diesen Lebensmitteln Hygienemaßnahmen notwendig sind. Unabhängig davon ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse tatsächlich die beste Ernährungsstrategie.“ Zu den vom BfR bewerteten Produkten gehören frische Blattgemüse einschließlich Blattsalate und Kräuter, getrocknete Blatt- und Grasprodukte wie Nahrungsergänzungsmittel, getrocknete Kräuter und Teeblätter sowie grüne Smoothies. Bakterielle Krankheitserreger, die in Gras- und Blattprodukten vorkommen können, sind zum Beispiel Salmonellen, Campylobacter, Yersinien, Listerien und EHEC.

Bisher gibt es in Deutschland nur wenige belegte Fälle bakterieller Lebensmittelinfektionen durch den Verzehr von Gras- oder Blattprodukten. Dennoch empfiehlt das BfR zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher:

  • Frische Blattprodukte sollten vor dem Rohverzehr gründlich gewaschen und möglichst schnell verbraucht werden. Zerkleinerte frische Blattprodukte sollten bis zum Verzehr möglichst bei maximal 7 °C gelagert und schnell verbraucht werden.
  • Frisch hergestellte grüne Smoothies sollten bis zum Verzehr möglichst bei maximal 7 °C gelagert und am Tag der Herstellung verbraucht werden. Durch eine starke Säuerung der Smoothies, beispielsweise durch Verarbeitung von Zitrusfrüchten oder Zugabe von Zitronensaft, lässt sich die Vermehrung der Bakterien verlangsamen oder ganz verhindern.
  • Kräutertees sollten mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden. Schwangere und Personen, deren Abwehrkräfte durch hohes Alter, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme geschwächt sind, sollten auf den Verzehr von vorgeschnittenen und verpackten Salaten  vorsichtshalber verzichten und stattdessen selbst Salate aus frischen und gründlich gewaschenen Zutaten kurz vor dem Verzehr zubereiten.
  • Nahrungsergänzungsmittel aus getrockneten Blatt- und Grasprodukten sollten immungeschwächte Personen nur nach ärztlicher Rücksprache zu sich nehmen.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

Veranstaltungstipp

11. Herbsttagung der DDG und 41. Hypertonie-Kongress der DHL© in Mannheim Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln

Am 10. und 11. November 2017 finden die 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der 41. Hypertonie-Kongress der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL©) im Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Die zweitägige Veranstaltung der beiden Fachgesellschaften widmet sich neuesten Forschungserkenntnissen zu Diabetes und Bluthochdruck und ihrer Umsetzung in den Behandlungsalltag. Der Schulterschluss zwischen beiden Gesellschaften ermöglicht interdisziplinäre Betrachtungsweisen und trägt zu einer effektiveren Bekämpfung der beiden häufig gemeinsam auftretenden Volkskrankheiten bei.

Gemeinsame Themen der DDG und DHL

  • Prävention von Volkskrankheiten – möglich und effektiv?
  • Ernährung und Lebensstil
  • Updates zu Medikamenten und neuen Therapieformen
  • Diabetes und Bluthochdruck in der Schwangerschaft
  • Folgeerkrankungen von Diabetes und Hypertonie
  • Notfälle bei Diabetes und bei Hypertonie
  • Technologie, Digitalisierung und neue Medien
  • Gefäßsteifigkeit bei Hypertonie und Diabetes
  • Psychosoziale Aspekte und Schulungsthemen bei Diabetes und Hypertonie

Spezifische Diabetes-Themen

  • Diabetischer Fuß und Neuropathie
  • Adipositas und Erkrankungen des Verdauungstraktes
  • Häufige Infektionen bei Diabetes

Spezifische Hypertonie-Themen

  • Individueller Zielblutdruck
  • Updates zu sekundären Hypertonieformen
  • Strategien bei therapieresistenter Hypertonie

Termin:

Freitag, 10. bis Samstag, 11. November 2017

Veranstaltungsort:

Congress Center Rosengarten
Rosengartenplatz 2
68161 Mannheim

Information und Anmeldung:

http://www.herbsttagung-ddg.de/home.html

https://www.hochdruckliga.de/veranstaltungsdetails/events/485.html

Veranstaltungstipp

UGB-Symposium vom 06.-08.10.2017 in Edertal Beratung im Fokus

Beratung lebt von zwischenmenschlichen Begegnungen. Neben allen fachwissenschaftlichen Kenntnissen und Fähigkeiten, die notwendig sind, entfaltet der Mensch immer seine Wirkung mit seiner ganzen Persönlichkeit: Freude an der Tätigkeit, Engagement, Selbstvertrauen, Offenheit und Zuversicht beeinflussen das Beratungsergebnis. Bei allen lehrenden, beratenden und helfenden Berufen besteht die Gefahr, sich zu verausgaben. Eine gute Selbstfürsorge dient nicht nur der Erhaltung der eigenen Arbeitskraft, sondern hat auch unmittelbare Wirkung im Beratungsprozess.

Neben Vorträgen stehen verschiedene Workshops auf dem Programm, in denen die Teilnehmenden praxisbezogene Lösungen für schwierige Beratungssituationen kennenlernen und ausprobieren.

Termin: 06.-08. Oktober 2017

Tagungsort: Seminarzentrum fünfseenblick, 34549 Edertal-Bringhausen

Information und Anmeldung: www.ugb.de/symposium

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Zeitschrift Ernährung im Fokus - Das Abo

Ernährung im Fokus ist eine Zeitschrift für Fach-, Lehr- und Beratungskräfte. Sie bietet Aktuelles aus Lebensmittelpraxis und Esskultur, Ernährungslehre und Diätetik, Lebensmittelrecht und Verbraucherschutz, Ernährungsbildung und Kompetenzentwicklung. . . mehr...

So schmeckt mir Werbung - Baustein zur Verbraucherbildung für die Klassen 3 bis 6

Medientipp

Unterrichtsmaterial So schmeckt mir Werbung - Baustein zur Verbraucherbildung für die Klassen 3 bis 6

Werbung begegnet Kindern überall. Mit dem Baustein zur Verbraucherbildung trainieren sie ihre Medienkompetenz und lernen, kompetent mit Werbung umzugehen.. mehr...

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis der neuen Ausgabe 09-10 2017 finden Sie hier:

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