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Kultursensible Beratung

Unsere jeweilige Esskultur prägt unser Essverhalten stärker als wir denken. Wie sie sich sinnvoll für eine Ernährungsumstellung nutzen lässt, zeigt Ernährung im Fokus in dieser Ausgabe

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Tasse Tee mit Rosenblüten
ksu ok / stock.adobe.com
Ernährung im Fokus 2019
Ausgabe 3 2019
Schwerpunkt

Kultursensible Beratung

Unsere jeweilige Esskultur prägt unser Essverhalten stärker als wir denken. Wie sie sich sinnvoll für eine Ernährungsumstellung nutzen lässt, zeigt Ernährung im Fokus in dieser Ausgabe.

Leseprobe

Zwei Hände halten rote Tennisbälle mit Reisszwecken
Kultursensible Beratung – Arbeitsmaterialien im Fokus
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(kostenfrei)
Alle Themen dieser Ausgabe

EDITORIAL

INHALTSVERZEICHNIS

KURZ GEFASST

NACHLESE

SCHWERPUNKT

EVA-MARIA ENDRES •MIRIAM LOSSAU •ELISABETH STRUNZ •DR. CHRISTOPH KLOTTER

Esskulturen als Ansatzpunkt für die Arbeit mitgeflüchteten Jugendlichen - Ein Projektbericht

Essen ist Identität, Essen ist Heimat. DIE eine Esskultur gibt es nicht, vielmehr haben unterschiedliche Kulturen unterschiedliche Esskulturen entwickelt. Diese wirken identitätsstiftend und definieren uns, gerade auch im Unterschied und in der Abgrenzung zu anderen. Der Austausch über diese Verschiedenheit bietet Menschen die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen und zu verstehen.

SCHWERPUNKT

ANNA FLACK

Ernährung und Gesundheit im Kontext von Migration - Bewertung von Lebensmitteln und Speisen aus kulturwissenschaftlicher Sicht

Die Bewertung von Lebensmitteln erfolgt auf Grundlage verschiedener Faktoren, zum Beispiel der Esskultur. Vor allem im Zusammenhang mit Migration und Integration kann Lebensmitteln und Speisen eine wichtige, emotionale Sicherheit stiftende Funktion zukommen. Schließlich werden Essen und Trinken in der Familie erlernt. Mit zunehmender Akkulturation kann es zu einem Wertewandel kommen, der wiederum einen Wandel der Esskultur nach sich ziehen kann.

SCHWERPUNKT

DR. CHRISTINA REMPE

Leichte Sprache - Ziele und Grenzen im Themenfeld Ernährung und Gesundheit

Das Verstehen gesprochener und geschriebener Worte und Texte ist der Schlüssel zur Welt. Vor diesem Hintergrund rücken Informationen in Leichter Sprache als Zusatzangebot zu Texten in Standarddeutsch mehr und mehr in die öffentliche Wahrnehmung, auch im Themenfeld Ernährung und Gesundheit. Sie können Menschen mit eingeschränkter Lesekompetenz helfen, ihren Alltag selbstbestimmter zu gestalten. Außerdem könnten sie dazu beitragen, die teils limitierte Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu verbessern.

SCHWERPUNKT

DR. CLAUDIA LAUPERT-DEICK

Kultursensible Ernährungsberatung - Arbeitsmaterialien im Fokus

Die Ernährungsberatung von Menschen mit Migrationshintergrund gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Ernährungswissenschaftler, Diätassistenten und Diabetesberater benötigen für eine qualitativ hochwertige Informationsvermittlung Material, das leicht verständlich und im Idealfall bildhaft oder in verschiedenen Sprachen verfasst ist. Hier können Materialien des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) einen Beitrag leisten.

EXTRA

DR. LIOBA HOFMANN

Thalassämie und Ernährung

Thalassämie ist griechisch und bedeutet „Mittelmeerblutarmut“. Durch Migration, Flucht und Mischehen ist die Erbkrankheit inzwischen nicht nur im Mittelmeerraum, sondern auch in Deutschland von Bedeutung.

LEBENSMITTELRECHT

WISSEN FÜR DIE PRAXIS

FORSCHUNG

WUNSCHTHEMA

STINE WEDER DR. CLAUS LEITZMANN DR. MARKUS KELLER

Die Gießener Vegetarische Lebensmittelpyramide – Ein Update

Die Zahl der Vegetarier in Deutschland steigt. Zur Umsetzung einer vollwertigen Lebensmittelauswahl kann die Gießener Vegetarische Lebensmittelpyramide dienen. Sie wurde unter Berücksichtigung der potenziell kritischen Nährstoffe Eisen, Zink und langkettige Omega-3-Fettsäuren sowie der allgemein kritischen Nährstoffe Vitamin D und Jod überarbeitet.

GLOSSE

STEFAN HACKENBERG

Kultursensible Beratung für alle! - Was dem einen die Heuschrecke, ist dem anderen der Pfälzer Saumagen

Wer sich einlebt in der Fremde, tut sich mitunter schwer mit Sitten und Gebräuchen und so manchem zum Verzehr bestimmten Produkt. Nun muss man nicht unbedingt aus fernen Ländern kommen, um in Deutschland an der Zusammenstellung des Menüs zu scheitern – aber es hilft.

WELTERNÄHRUNG

KERSTIN FISCHER •SANDRA DIEDERICH •THOMAS HOENEN

Die Rolle von Nutz- und Haustieren in der Biologie des Ebolavirus - Das EbolaForesight-Projekt

Mit dem EbolaForesight-Projekt fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein Kooperationsprojekt zwischen westafrikanischen Forschungsinstituten und dem Friedrich-Loeffler-Institut, um die Bedeutung von Haus- und landwirtschaftlichen Nutztieren als potenzielle Reservoir- oder Amplifikationswirte von Ebolaviren zu untersuchen.

SCHULE - BERATUNG
METHODIK & DIDAKTIK

CHRISTINE MAURER

Interkulturelles Arbeiten – Ein Perspektivwechsel

Wenn es um Migration geht, geht es oft auch um die kulturellen Unterschiede. Was häufig durchklingt ist, dass sich Migranten anpassen und integrieren sollen. Meist finden solche Aussagen Konsens. Was aber würde passieren, wenn die Brille wechselt? Wie sieht das Thema „kulturelle Unterschiede“ aus, wenn es nicht um Migration geht?

FORUM

ANNIKA BILO

Häppchenweise Deutsch - Menschen mit Migrationshintergrund anhand von alltagsnahen Themen unterrichten

Immer mehr Menschen in Deutschland lernen Deutsch als Zweitsprache. Spracherwerb ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Integration und hilft dabei, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden.

BOTANICALS

DR. MAIKE PASSON DR. FABIAN WEBER

Saftherstellung und sekundäre Pflanzenstoffe

Fruchtsäfte erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Sie zeichnen sich durch einen natürlich hohen Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen aus, die den Säften Farbe und Geschmack verleihen sowie ernährungsphysiologisch positiv bewertet werden. Die große Herausforderung in der Saftherstellung besteht darin, möglichst hohe Gehalte an Sekundärmetaboliten mit gleichzeitig hoher Bioverfügbarkeit herzustellen.

TIPPS FÜR DIE BERATUNG

Essensvielfalt und Esskultur in der türkischen und syrischen Küche - Kultursensible Ernährungsberatung von Muslimen

PRÄVENTION & THERAPIE

MAX ZÜHLKE •DR. SIBYLLE ADAM

Essstörungen und Geschlechtsdysphorie

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper stellt einen wesentlichen Risikofaktor in der Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen dar. Menschen, die sich mit dem ihnen zugewiesenen Geschlecht nicht identifizieren können, leiden oft erheblich unter der Inkongruenz von Anatomie und geschlechtlicher Identität und sind dadurch besonders gefährdet.

ERNÄHRUNGSPSYCHOLOGIE

DR. CHRISTOPH KLOTTER

Im Schlaraffenland - Herausforderungen in der Ernährungsberatung

Vor einigen Jahren flüchteten zwei Frauen, Mutter und Tochter, aus einem afrikanischen Land nach Deutschland. Hier fühlen sie sich nun wie im Schlaraffenland. Sie essen sich durch die Regale der Supermärkte, brauchen für die Essenszubereitung nicht mehr zwei bis drei Stunden, sondern maximal 20 Minuten. Und innerhalb eines knappen Jahres haben beide ihr Gewicht verdoppelt! Was tun?

BÜCHER

MEDIEN

VORSCHAU/IMPRESSUM

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Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis der Augabe 3 2019 finden Sie hier:

Zum Download

Online-Spezial

Bild mit Ägyptern
Heike Heidenhof
Ernährung im Fokus - Online Spezial

Hochkultur bringt Esskultur: Essen in Nordafrika und im Nahen Osten

von Friederike Heidenhof

Touristen schätzen die nordafrikanisch-arabische Küche mit ihrer Vielfalt an traditionellen Gewürzen und Zutaten. Doch wie überall hält auch dort Fast Food Einzug.

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Braunes Augenpaar
Pixabay / PublicDomainPictures

Aktuell

Ei, wer schaut denn da?

Blicke beeinflussen Entscheidungen beim Lebensmitteleinkauf

Eine neue Studie von Soyoung Q Park und ihrem Forscherteam vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) offenbart, dass der Wert von Nahrung nicht nur durch Aussehen und Geschmack bestimmt wird. So zeigten die Forscher Probanden wiederholt ein unbekanntes Lebensmittel zusammen mit Gesichtern, die entweder das Produkt ansahen oder ignorierten. Vorher und nachher ließen sie das Lebensmittel bewerten. Wurde es gemeinsam mit Gesichtern gezeigt, die das Produkt betrachteten, waren die Probanden bereit, mehr Geld dafür auszugeben. Andererseits wollten sie weniger für ein Produkt bezahlen, dass andere ignorierten. Als soziale Wesen entnehmen Menschen sehr viele Informationen aus dem sozialen Umfeld. Hier stieg der Wert des Lebensmittels, wenn es eine andere Person zuvor angesehen hatte. Es verlor an Wert, wenn es keine Beachtung fand.

Diese Erkenntnis könnte die Bedeutung der Vorbildfunktion für ein gesundheitsförderliches Essverhalten erklären. Bekannt ist schließlich schon länger, dass die Reaktionen von Eltern auf bestimmte Lebensmittel deren Wert in den Augen der Kinder verändern kann. Möglicherweise lassen sich soziale Informationen wie die Blicke anderer Menschen auch effektiv einsetzen, um eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise zu stärken. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für weitere Forschungen im Bereich Neuromarketing und Konsumentscheidungen.

Dr. Lioba Hofmann, Fachautorin, Troisdorf

Quelle:
Madipakkam AR, Bellucci G, Rothkirch M, Park SQ: The influence of gaze direction on food preferences. Scientific Reports (2019) 9: 5604

Aktuell

Von der Stuhlprobe zum maßgeschneiderten Produkt

Neuere Studien zeigen, dass der Stoffwechsel von Menschen auf gleiches Essen unterschiedlich reagiert. Maßgeschneiderte Produkte wären gut – für jeden Einzelnen ist das natürlich nicht machbar. Für die Lebensmittelindustrie könnte ein Ernährungstypen-Modell eine Lösung sein. In einer Studie der Universität Lübeck mit Testmahlzeiten und anschließenden Blutzuckermessungen zeigten sich bei Probanden völlig unterschiedliche Blutzuckerantworten, es gab aber auch Übereinstimmungen. So lassen sich bestimmte Gruppen definieren. Voraussetzung dafür ist, dass Stuhlproben und Ernährungstagebücher ausgewertet und über zwei Wochen Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden.

Auf Basis dieser Ergebnisse könnten Hersteller Ernährungstypen definieren und statt hunderter völlig individualisierter Varianten wenige, auf die Gruppen zugeschnittene Produkte entwickeln. Für Verbraucher würde dann in Zukunft eine Stuhlprobe genügen, um zu erfahren, welche Produkte für sie günstig sind. Ob dies tatsächlich zum Einsatz kommt, wird die Zukunft zeigen.

Mehr dazu in der Rubrik Nachlese im Beitrag „Personalisierte Ernährung – Chance für den Getreidesektor“ in Ernährung im Fokus 2/2019 auf Seite 83.

Cover Buch Die beste Ernährung fürs Baby und Kleinkind
Kösel-Verlag

Lesetipp

Buchrezension von Ruth Rösch, Düsseldorf Die beste Ernährung fürs Baby und Kleinkind

Von der Geburt bis ins Kleinkindalter wächst und entwickelt sich das Kind so rasant wie in keinem anderen Lebensalter. Auch die Ernährung durchläuft sehr unterschiedliche Phasen: vom Saugen der Milch über das Löffeln von Brei, Greifen erster Nahrungsstückchen bis zum Mitessen am Familientisch.

Deshalb haben Eltern gerade in dieser Zeit viele Fragen: Wie erkenne ich, ob mein Baby hungrig ist? Was tun, wenn das Stillen nicht klappt? Was ist die richtige Fertigmilch für mein Kind? Wann ist es Zeit für den ersten Brei? Braucht mein Kind Getränke und welche sind geeignet? Wann verträgt mein Kind das gewürzte Essen der Familie? Was können wir tun, um Allergien vorzubeugen?

Diese und viele andere Fragen beantwortet das Buch von Ute Alexy und Annett Hilbig, beide promovierte Ökotrophologinnen und schwerpunktmäßig mit der Ernährung von Säuglingen und Kindern befasst. Systematisch stellen die Autorinnen den Ernährungsplan für das erste Lebensjahr und die Empfehlungen der Optimierten Mischkost in Theorie und Praxis vor. Die Texte sind gut verständlich, anschaulich und prägnant. Sie greifen auch die vegetarische und vegane Ernährung und gehen auf Baby-led Weaning ein. Alles wird ausführlich beschrieben und ausgewogen diskutiert, sodass sich die Leser selbst ein Urteil bilden können. Das Buch ermuntert Mütter und Väter, die Ernährung ihres Kindes eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Die Empfehlungen geben einen Rahmen vor, innerhalb dessen die Familie das Essen frei gestalten kann. Den Autorinnen ist es wichtig, jungen Eltern den Druck zu nehmen, jederzeit alles richtig machen zu müssen. Die Mahlzeiten sollen in einer angenehmen und entspannten Atmosphäre stattfinden; das Kind soll seiner Entwicklung entsprechend immer selbstständiger werden und Freude am Essen entwickeln.

Über 100 Rezepte für Kinder bis 36 Monate, viele farbige Fotos, ein Saisonkalender, Adressen, praktische Tipps, Literaturhinweise sowie warenkundliche und küchentechnische Hinweise machen das Buch zu einem umfassenden und alltagstauglichen Ratgeber für junge Eltern.

Ruth Rösch, Düsseldorf

 

Die beste Ernährung fürs Baby und Kleinkind

Ute Alexy, Annett Hilbig
Kösel-Verlag, München 2014
272 Seiten
ISBN: 978-3-466-34589-2

Preis: 19,99 Euro

Buchcover Vegan international - Mit 115 veganen Rezepten um die Welt
Trias Verlag

Lesetipp

Buchrezension von Nicole Rehrmann, Lüneburg Vegan international

Mit 115 veganen Rezepten um die Welt

Eine Weltreise für Zunge und Gaumen verspricht dieses Buch und hält es auch. Exotische Namen wie Pissaladière, Yufka, Tajine, Laksa und Kosheri machen Lust auf Speisen aus europäischen und afrikanischen Ländern rund ums Mittelmeer. Vertraute Pizza- und Pastagerichte, Strudel oder Knödel stammen von unseren italienischen, österreichischen oder Schweizer Nachbarn im Süden. Kokos und Banane bringen den Geschmack der Karibik – Curry, Reis, Seitan und Tofu stimmen auf die asiatische Küche ein. Für Amerika stehen Sandwich mit Low-Fat Mayonnaise, Barbecue-Eintopf und Cookies sowie mexikanische Tortilla, Tacos oder Empanadas.

Das Besondere an den Rezepten in diesem Buch ist, dass sie auf tierische Produkte verzichten. So wird der Käse auf der Pizza durch Cashewcreme, Hefeschmelz oder veganen Käse ersetzt. Die Pissaladière aus Nizza schmeckt auch ohne Sardellen und die spanische Paella erhält ihren typisch fischigen Geschmack durch Algen. Dips und Mayonnaise werden auf Basis von Cashewcreme, Sojajoghurt oder Tofu hergestellt. Und viele Gerichte aus Afrika oder Asien kommen sowieso ohne Fleisch, Fisch, Ei oder Milch aus. Allerdings setzen einige Rezepte auch auf spezielle vegane Zutaten wie entsprechende Bratwurst, Blätterteig, Tortillas oder eben Käse.

Stimmungsvolle Fotos bringen den Flair der jeweiligen Länder und Regionen gut zum Ausdruck. Allerdings würden ein paar Bilder mehr die Rezepte bereichern und dem Leser schon vor dem Kochen zeigen, was sich hinter den fremden Gerichten verbirgt.

Auch wenn es nicht viele süße Speisen in dem Buch gibt, kommt bei der Vielzahl der unterschiedlichen Rezepte wahrscheinlich jeder auf seinen Geschmack. Und wer auf der Suche nach neuen Rezepten für vegane, kulinarische Leckerbissen ist, wird in diesem Buch auf jeden Fall fündig.

Nicole Rehrmann, Lüneburg
 

Vegan international
Mit 115 veganen Rezepten um die Welt

Gabriele Lendle
Trias Verlag, Stuttgart 2014
168 Seiten
ISBN: 978-3830469988,

Preis: 9,69 Euro

Cover Die Ernährungsdocs
ZS Verlag

Lesetipp

Buchrezension von Ruth Rösch, Düsseldorf Die Ernährungs-Docs - Starke Gelenke

Die besten Ernährungsstrategien bei Rheuma, Arthrose, Gicht & Co.

Aus der NDR-Fernsehserie sind sie als die „Ernährungs-Docs“ bekannt, die auf einem Hausboot Patienten empfangen und ganzheitlich behandeln: Die Mediziner Matthias Riedl, Anne Fleck und Jörn Klasen mit Spezialisierungen in den Bereichen Ernährungsmedizin, Innere Medizin, Rheumatologie und Naturheilkunde. In ihrem neuesten Buch geht um starke Gelenke und alles, was ihnen schaden kann: Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose, Gicht und unsere überkalorische und bewegungsarme Lebensweise. Auf den ersten Blick enthält das Buch weniger Ernährungsinformationen als der Titel vermuten lässt, denn den Hauptteil bilden fast 70 Rezepte.

Im ersten Teil geht es um allgemeines Grundwissen über Gelenke, die häufigsten Gelenkerkrankungen, Mythen und Halbwahrheiten, Medikamente, Psyche und Strategien gegen den Schmerz. Im Abschnitt „Essen für starke Gelenke“ gibt es dann allgemeine Infos zur gesunden Ernährung, aber auch zu entzündungssenkender Kost, effektivem Abnehmen, Antworten auf Alltagsfragen und Tipps für die Verpflegung unterwegs. Drei Positivbeispiele aus der TV-Praxis zu den Erkrankungen Arthrose, rheumatoide Arthritis und Gicht sollen zeigen, wie effektiv die Ernährungstherapie inklusive Gewichtsabnahme ist.

Bei den Rezepten zeigt sich dann, dass der erste Eindruck trügt, denn zu fast jedem Gericht gibt es weiteres Hintergrundwissen und Tipps von den Docs. Über einzelne Empfehlungen lässt sich diskutieren, etwa dass Kefir und andere fermentierte Milchprodukte mit Vorsicht zu genießen seien, da sie angeblich den Organismus übersäuern, während sie an anderer Stelle als natürliche Probiotika gelobt werden.

Positiv fallen die Begegnung mit dem Leser auf Augenhöhe auf sowie der ganzheitliche und interdisziplinäre Ansatz. Die Autoren verweisen auf das persönliche Gespräch mit dem behandelnden Arzt sowie auf eine individuelle qualifizierte Ernährungsberatung und raten von „Alleingängen“ ab. Die Patienten sollen aktiv mit ihrer Erkrankung umgehen. Ein erster Schritt dazu ist das Führen eines Ernährungstagebuchs, das dem Buch beiliegt.

Fazit: Ein motivierender und vielfältiger Ratgeber für Patienten mit einer Gelenkerkrankung, in dem eine insgesamt gesunde Lebensführung das A und O ist. Empfehlenswert!

Ruth Rösch, Düsseldorf

 

Die Ernährungs-Docs - Starke Gelenke
Die besten Ernährungsstrategien bei Rheuma, Arthrose, Gicht & Co.

Matthias Riedl, Anne Fleck, Jörn Klasen
ZS Verlag, München 2018
184 Seiten
ISBN: 978-3-89883-745-3

Preis: 22,99 Euro

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