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Kartoffeln: Gesund essen

Die Kartoffel ist von Natur aus eine wertvolle Knolle: Sie liefert so gut wie kein Fett, enthält aber Stärke, Ballaststoffe, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Kartoffeln, eines in Herzform
iStock.com / 4FR

Kartoffeln sind kalorienarm, denn sie enthalten rund 80 % Wasser. Beim Erhitzen nimmt die enthaltene Stärke einen Teil des Wassers auf und quillt. Stärke ist der Energieträger der Kartoffel, dieses Kohlenhydrat wird aber erst durch das Garen verdaulich.

Kartoffeln liefern auch hochwertiges Eiweiß und nennenswerte Mengen Kalium. Bei den Vitaminen sind vor allem B-Vitamine und Vitamin C enthalten. Die Gehalte verringern sich allerdings je nach Zubereitungsverfahren und Lagerung deutlich. Beim Kochen, Dünsten oder Druckgaren geschälter Kartoffeln gehen im Durchschnitt rund 15 % Vitamin C verloren.

Kartoffelchips in Glasschälchen
Nicht die Kartoffeln an sich liefern reichlich Kalorien, sondern fettreiche Kartoffelerzeugnisse.

Kartoffeln enthalten Flavonoide und Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe dienen unter anderem der Abwehr von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen, aber auch als Farb- und Lockstoffe. Einige der Stoffe können den Menschen möglicherweise vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs schützen. Andere „bekämpfen“ Bakterien, Viren und Pilze, können den Cholesterinspiegel senken, gegen Entzündungen wirken und den Blutzuckerspiegel oder die Immunreaktionen des Körpers positiv beeinflussen. Insgesamt ist die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bei Kartoffeln sehr günstig, sodass sie in einer ausgewogenen Ernährung ihren festen Platz haben sollten.

Produkte wie Pommes frites und Knabberartikel enthalten allerdings große Mengen Fett und häufig auch ungünstige, gesättigte Fettsäuren.

Biokartoffeln sind noch weniger belastet als konventionelle

Biokartoffeln enthalten wegen des Verzichts auf synthetische Mineraldünger weniger Nitrat. Sie enthalten auch geringere Mengen an Rückständen von Pflanzenschutzmitteln. Aber auch konventionelle Kartoffeln sind nur gering belastet.

Biobauern wählen überwiegend Sorten, die zwar weniger krankheitsanfällig, dafür aber auch weniger ertragreich sind.

Autoren: Ruth Rösch, Düsseldorf; Leo Frühschütz, Seehausen; Julia Icking, Bonn

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